• 25.04.2016, 13:10:28
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Monatliche Veröffentlichung des Österreichischen Gaspreisindex wird wieder aufgenommen – ÖGPI für Mai 2016

Der Österreichische Gaspreisindex (ÖGPI) erreicht im Mai 2016 48,9 Punkte (Basis 2011 = 100).

Utl.: Der Österreichische Gaspreisindex (ÖGPI) erreicht im Mai 2016
48,9 Punkte (Basis 2011 = 100). =

Wien (OTS) - Aufgrund der stark veränderten Marktverhältnisse wurde
der ÖGPI im Juni 2015 vorläufig eingestellt und auf eine neue
konzeptuelle Basis gestellt. Der neue ÖGPI ist mit dem Basisjahr 2011
= 100 indexiert.

Laut der neuen Berechnungsmethodik der Österreichischen
Energieagentur setzt der ÖGPI seinen rückläufigen Trend weiter fort
und sinkt von 88,5 Punkten im Juni 2015 auf 71,2 Punkte im Dezember
2015. Im Jahresvergleich 2015 gibt der ÖGPI im Vergleich zu 2014 um
11,1 % nach.

Auch über die ersten vier Monate des Jahres 2016 zeigt der ÖGPI eine
stark rückläufige Entwicklung und geht um 30,2 % gegenüber dem
gleichen Zeitraum 2015 zurück. Im Mai 2016 wird der der ÖGPI bei 48,9
Indexpunkten liegen, im Vergleich zum Vormonat ein Rückgang von 2,8 %
bzw. von 40,7 % zum Mai 2015.

Allgemein

Der Österreichische Gaspreisindex ÖGPI, den die Österreichische
Energieagentur erstmals im März 2010 veröffentlichte, orientierte
sich damals an der Preisentwicklung von Gasöl und Heizöl. Die
sachliche Grundlage dafür war in den Erdgasimportverträgen gegeben,
die eine Preisbindung an die Entwicklung von Erdölprodukten für den
Wärmemarkt vorsahen: dies sind im Wesentlichen Gasöl (in Österreich
als Heizöl Extra Leicht bekannt) sowie Heizöl Leicht bzw. Schwer. Auf
Grund der Datenverfügbarkeit gibt es einen Nachlauf dieser Daten von
3 bis 6 Monaten, in denen diese Informationen in die
Preisgleitformeln einfließen.

In Folge der Liberalisierung der Erdgasmärkte und der Schaffung von
Erdgasbörsen und Handelsplattformen kam es in den letzten Jahren
sukzessive zu einer Verschiebung der beschafften Erdgasmengen mit
Ölpreisbindung hin zu Erdgaskäufen auf Basis von Börsepreisen. Daher
war auch die Methodik des ÖGPI entsprechend anzupassen.

Methodik

Ölpreisgebundene Erdgasmengen werden im beschränkten Umfang auch
weiterhin einen Einfluss auf den ÖGPI haben. Die bisherige
Vorgangsweise zur Nachbildung der Ölpreisbindung wird daher
grundsätzlich beibehalten. Die Monatswerte für das Referenzprodukt
Heizöl Schwer, Rotterdam, FOB, 1% Schwefelgehalt werden vom
französischen National Institute of Statistics and Economic Studies
publiziert.

Um nunmehr auch die Bedeutung der börsegebundenen Gaslieferungen
abzubilden, wird als weitere erklärende Variable der
Erdgasgroßhandelspreis herangezogen: konkret erfolgt dies im Wege der
Notierungen der Erdgas-Futures an der Central European Gas Hub AG
(CEGH, www.cegh.at) mit Sitz in Wien.

Mit Hilfe der Regressionsanalyse wurde eine Gleichung ermittelt, auf
deren Basis aus den genannten Preisvariablen für Heizöl Schwer und
Erdgas der ÖGPI monatlich berechnet wird.

Wie beim Österreichischen Strompreisindex (ÖSPI) kann auch mit dem
ÖGPI keine Aussage über die tatsächlichen Endkundenpreise getroffen
werden. Der ÖGPI bildet nur den reinen Energiepreis ab, die
Gasrechnung setzt sich aber aus dem Energiepreis, den Netzgebühren
sowie Steuern und Abgaben zusammen. Die monatliche Preisvorausschau
soll Haushalts- und kleinere Gewerbekund/innen über die tendenzielle
Preisentwicklung im Erdgasbereich informieren und somit zu mehr
Transparenz am Energiemarkt führen.

Der mit der Revision im Mai 2016 neu errechnete ÖGPI als Index mit
der Basis 2011 = 100 wird beginnend mit Jänner 2011 publiziert
(durchgängig errechnet mit der Regressionsgleichung für den Zeitraum
2011 – 2015). Der bisherige ÖGPI mit 2006 = 100 steht mit den
Indexwerten von Jänner 2010 bis Juni 2015 als Download weiterhin zur
Verfügung.

Die Grafik samt Werten zum neuen ÖGPI ist auf
http://www.ots.at/redirect/gaspreisindex18
abrufbar.

Haftungsausschluss

Die Österreichische Energieagentur sowie alle bei der Erstellung der
Indizes beteiligten Expert/innen haben deren Berechnung sowie
inhaltliche Kommentare sorgfältig erstellt.
Übermittlungs-/inhaltliche Fehler können dennoch nicht gänzlich
ausgeschlossen werden. Die Österreichische Energieagentur übernimmt
daher keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit und
Aktualität der Inhalte, insbesondere in Bezug auf eventuelle
unmittelbare oder mittelbare Schäden, die durch die direkte oder
indirekte Verwendung der angebotenen Informationen entstehen.

Über die Österreichische Energieagentur - Austrian Energy
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für Energie in Österreich. Sie berät auf Basis ihrer vorwiegend
wissenschaftlichen Tätigkeit Entscheidungsträger aus Politik,
Wissenschaft und Wirtschaft. Ihre Schwerpunkte liegen in der
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sowie Versorgungssicherheit. Dazu realisiert die Österreichische
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entwickelt Strategien für die nachhaltige und sichere
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klimaaktiv – die Klimaschutzinitiative des BMLFUW – operativ um und
koordiniert die verschiedenen Maßnahmen in den Themenbereichen
Mobilität, Energiesparen, Bauen & Sanieren und Erneuerbare Energie.
Die Energieagentur ist die Nationale
Energieeffizienz-Monitoringstelle.

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