• 22.04.2016, 09:32:57
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Präsidentschaftskandidaten absolvierten Gesundheitscheck

Umfassender „Medizintest“ mit Khol, Griss, Lugner, Hundstorfer und Hofer abgeschlossen – Einigkeit bei allen Kandidaten: Ja zum Gesamtvertrag, Nein zu Direktverträgen und PHC-Gesetz

Utl.: Umfassender „Medizintest“ mit Khol, Griss, Lugner, Hundstorfer
und Hofer abgeschlossen – Einigkeit bei allen Kandidaten: Ja
zum Gesamtvertrag, Nein zu Direktverträgen und PHC-Gesetz =

Wien (OTS) - „Gesundheit bleibt mehr wert“, auch in Wahlkampfzeiten:
Das wissen auch die Bundespräsidentschaftskandidaten, denn einer von
ihnen ist in Kürze der oberste Repräsentant auch für mehr als 12.000
Wiener Ärztinnen und Ärzte. Die Wiener Ärztekammer hat daher alle
Kandidaten zu einer „gesundheitspolitischen Eignungsprüfung“ gebeten
– mit eindeutigem Ergebnis: Alle Bewerber für das höchste Amt im
Staat bekennen sich ausdrücklich zum Gesamtvertrag der Ärzteschaft.
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„Ich bin für die Aufrechterhaltung dieses Gesamtvertrags. Das ist
ein bewährtes System der Sozialpartnerschaft“, gibt Ex-Sozialminister
und SPÖ-Kandidat Rudolf Hundstorfer dem Vertragswerk Rückendeckung
und stellt sich damit auch gegen Parteikollegin und
Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser: „An diesem System soll man
vom Grunde her nicht rütteln.“

Die Präsidentschaftskandidaten sind für den Erhalt des
Gesamtvertrags als „Kollektivvertrag“ für Kassenärzte und klar
dagegen, dass dieser durch ein PHC-Gesetz ersetzt werden soll – womit
zukünftig Direktverträge mit den einzelnen Ärztinnen und Ärzten
abgeschlossen werden könnten. „Weil mit diesen Direktverträgen
Ärztinnen und Ärzte erpressbar und ein Spielball der Politik werden“,
ist FPÖ-Kandidat Norbert Hofer überzeugt. „Daher ist es ganz wichtig,
dass dieser Kollektivvertrag beibehalten wird, denn sonst wird das
System nicht stärker werden, sondern schwächer.“

Es sind ungewohnt kritische Töne, die man von den Politikern zum
österreichischen Gesundheitssystem hört: „Immer wieder wird gesagt,
es bestehe die Gefahr einer Zwei-Klassen-Medizin, aber das haben wir
längst“, meint auch die unabhängige Kandidatin Irmgard Griss.

Einstimmig fällt auch die Antwort auf die Frage aus, ob Primary
Health Care Center von verschiedenen Trägern, etwa auch nicht
ärztlichen Kapitalgesellschaften, geführt werden sollten. Über alle
Parteigrenzen hinweg gilt: Nein, solche Primärversorgungszentren
sollen ausschließlich von Ärztinnen und Ärzten geführt werden.

Keine Kritik, dafür umso mehr Lob, erhielten Österreichs Hausärzte
von allen Kandidaten: „Ohne die 4000 Hausärzte in Österreich wäre die
physische und psychische Gesundheit der Bevölkerung eine viel, viel
schlechtere“, glaubt ÖVP-Kandidat Andreas Khol, der mit seinem
Hausarzt jeden Sonntag sogar singen geht.

Auch Baumeister und Bundespräsidentschaftsanwärter Richard Lugner
hat ein enges Verhältnis zu seinem Arzt: „Ich hab einen Freund, der
praktischer Arzt ist. Wenn ich verkühlt bin, besucht mich der.“

Alexander Van der Bellen hat die Einladung zum Gesundheitscheck
abgelehnt und keine der Fragen beantwortet. (lsd)

(S E R V I C E - Alle Beiträge können online unter
www.gesundheitistmehrwert.at, www.facebook.com/gesundheitistmehrwert,
www.nextdoc.at und www.vielgesundheit.at abgerufen werden.)

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