Präsidentschaftskandidaten absolvierten Gesundheitscheck

Umfassender „Medizintest“ mit Khol, Griss, Lugner, Hundstorfer und Hofer abgeschlossen – Einigkeit bei allen Kandidaten: Ja zum Gesamtvertrag, Nein zu Direktverträgen und PHC-Gesetz

Wien (OTS) - „Gesundheit bleibt mehr wert“, auch in Wahlkampfzeiten:
Das wissen auch die Bundespräsidentschaftskandidaten, denn einer von ihnen ist in Kürze der oberste Repräsentant auch für mehr als 12.000 Wiener Ärztinnen und Ärzte. Die Wiener Ärztekammer hat daher alle Kandidaten zu einer „gesundheitspolitischen Eignungsprüfung“ gebeten – mit eindeutigem Ergebnis: Alle Bewerber für das höchste Amt im Staat bekennen sich ausdrücklich zum Gesamtvertrag der Ärzteschaft. ****

„Ich bin für die Aufrechterhaltung dieses Gesamtvertrags. Das ist ein bewährtes System der Sozialpartnerschaft“, gibt Ex-Sozialminister und SPÖ-Kandidat Rudolf Hundstorfer dem Vertragswerk Rückendeckung und stellt sich damit auch gegen Parteikollegin und Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser: „An diesem System soll man vom Grunde her nicht rütteln.“

Die Präsidentschaftskandidaten sind für den Erhalt des Gesamtvertrags als „Kollektivvertrag“ für Kassenärzte und klar dagegen, dass dieser durch ein PHC-Gesetz ersetzt werden soll – womit zukünftig Direktverträge mit den einzelnen Ärztinnen und Ärzten abgeschlossen werden könnten. „Weil mit diesen Direktverträgen Ärztinnen und Ärzte erpressbar und ein Spielball der Politik werden“, ist FPÖ-Kandidat Norbert Hofer überzeugt. „Daher ist es ganz wichtig, dass dieser Kollektivvertrag beibehalten wird, denn sonst wird das System nicht stärker werden, sondern schwächer.“

Es sind ungewohnt kritische Töne, die man von den Politikern zum österreichischen Gesundheitssystem hört: „Immer wieder wird gesagt, es bestehe die Gefahr einer Zwei-Klassen-Medizin, aber das haben wir längst“, meint auch die unabhängige Kandidatin Irmgard Griss.

Einstimmig fällt auch die Antwort auf die Frage aus, ob Primary Health Care Center von verschiedenen Trägern, etwa auch nicht ärztlichen Kapitalgesellschaften, geführt werden sollten. Über alle Parteigrenzen hinweg gilt: Nein, solche Primärversorgungszentren sollen ausschließlich von Ärztinnen und Ärzten geführt werden.

Keine Kritik, dafür umso mehr Lob, erhielten Österreichs Hausärzte von allen Kandidaten: „Ohne die 4000 Hausärzte in Österreich wäre die physische und psychische Gesundheit der Bevölkerung eine viel, viel schlechtere“, glaubt ÖVP-Kandidat Andreas Khol, der mit seinem Hausarzt jeden Sonntag sogar singen geht.

Auch Baumeister und Bundespräsidentschaftsanwärter Richard Lugner hat ein enges Verhältnis zu seinem Arzt: „Ich hab einen Freund, der praktischer Arzt ist. Wenn ich verkühlt bin, besucht mich der.“

Alexander Van der Bellen hat die Einladung zum Gesundheitscheck abgelehnt und keine der Fragen beantwortet. (lsd)

(S E R V I C E - Alle Beiträge können online unter www.gesundheitistmehrwert.at, www.facebook.com/gesundheitistmehrwert, www.nextdoc.at und www.vielgesundheit.at abgerufen werden.)

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