• 22.04.2016, 08:57:16
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Greenpeace fordert konsequente Umsetzung des Pariser Klimaabkommens

Bundesregierung muss konkrete Schritte für verbesserten Klimaschutz setzen

Utl.: Bundesregierung muss konkrete Schritte für verbesserten
Klimaschutz setzen =

New York/Wien (OTS) - Mehr als 130 Staaten werden heute am Sitz der
Vereinten Nationen in New York das Pariser Klimaabkommen
unterzeichnen. Österreich wird durch Umweltminister Andrä Rupprechter
vertreten sein. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace begrüßt diese
Entscheidung der Länder, drängt aber auf rasche Umsetzung von
Maßnahmen, um die Auswirkungen des Klimawandels einzudämmen.

„Dass bereits bei der ersten Gelegenheit über 130 Länder das Pariser
Abkommen unterzeichnen, ist ein sehr positives Zeichen für den
Klimaschutz“, kommentiert Adam Pawloff, Klima- und Energiesprecher
von Greenpeace in Österreich, „Doch damit ist der Planet noch lange
nicht gerettet. Jetzt müssen sowohl Österreich als auch die anderen
EU-Mitgliedsstaaten den Vertrag rasch ratifizieren und folglich auch
umsetzten.“ Denn nur so kann die globale Erderwärmung auf weit unter
zwei Grad begrenzt und der Treibhausgasausstoß in der zweiten Hälfte
des Jahrhunderts auf Null gesenkt werden – Ziele, auf die man sich
bei der UN-Klimakonferenz in Paris geeinigt hat. „Das bedeutet den
vollständigen Ausstieg aus fossiler Energie bis spätestens 2050. Die
Weichen dafür müssen bereits heute gelegt werden“, sagt Pawloff.

Ideen, wie man hier vorgehen könnte, gibt es reichlich. Erst
vergangenen Freitag hat Greenpeace gemeinsam mit Global 2000 und WWF
eine parlamentarische Bürgerinitiative zur Umsetzung der Beschlüsse
von Paris bei Parlamentspräsidentin Doris Bures eingereicht: 100
Prozent Ökostrom bis zum Jahr 2030 sowie der Umstieg auf 100 Prozent
erneuerbare Energie bis zum Jahr 2050 sollten beispielsweise
gesetzlich festgeschrieben werden. Die Umweltschutzorganisationen
treten zudem dafür ein, umweltschädliche Subventionen, etwa bei
Diesel und Kerosin, vollständig abzubauen. Laut dem Institut für
Wirtschaftsforschung kosten diese Förderungen den österreichischen
Staat jährlich 3,8 bis 4,6 Milliarden Euro.

„Die Unterschrift auf dem Pariser Klimaabkommen allein ist nicht
ausreichend. Österreich muss den Weg konsequent weitergehen, den
Ausstieg aus fossiler Energie und die vollständige Energiewende
umsetzen. Wir haben keine Zeit zu verlieren“, sagt Pawloff
abschließend.

Link zur Parlamentarischen Bürgerinitiative „Energiewende für
Österreich“:
https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXV/BI/BI_00099/index.shtml

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