- 20.04.2016, 11:11:58
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WWF: 100 Prozent sauberer Strom geht nur mit gutem Ökostromgesetz
Stabile Rahmenbedingungen führen zu niedrigeren Kosten
Utl.: Stabile Rahmenbedingungen führen zu niedrigeren Kosten =
Wien. (OTS) - Die Umweltorganisation WWF ruft die Bundesregierung
dazu auf rasch ein neues Ökostromgesetz zu erarbeiten und zu
beschließen. Dessen oberstes Ziel muss es sein Österreich im Jahr
2030 zu 100 Prozent mit im eigenen Land erzeugtem Ökostrom zu
versorgen, wie dies auch von Bundeskanzler Werner Faymann und
Umweltminister Andrä Rupprechter gefordert wurde. „Auch bei
bestmöglichen Energieeinsparerfolgen ist ein weiterer Ausbau
heimischen Ökostroms unter Berücksichtigung von Naturschutzgrenzen
notwendig. Das hilft sowohl beim Klimaschutz als auch fördert es die
heimische Wertschöpfung und schafft gleichzeitig Arbeitsplätze. Um
die Ergebnisse des Pariser Klimaschutzvertrags in Österreich
umzusetzen, muss der Einsatz fossiler Energien an allen Fronten
zurückgedrängt werden. Diese schmutzigen Brennstoffe kosten der
österreichischen Volkswirtschaft zwischen zehn bis 15 Milliarden Euro
pro Jahr und sind unnötig teuer und klimaschädlich. Gerade bei der
Stromversorgung hat Österreich die besten Voraussetzungen in den
nächsten 15 Jahren unabhängig von Kohle, Öl und Gas zu werden. Damit
dies wirklich gelingt, brauchen wir ein gutes Ökostromgesetz“, so
Karl Schellmann, Leiter des Klima- und Energiebereiches im WWF.
Langjährige Erfahrungen und internationale Vergleiche zeigen, dass
technologiespezifische Einspeisetarife die beste Grundlage für den
Ausbau der Ökostromversorgung sind. Denn sie bringen zu den
geringsten Kosten für die Stromkunden den stärksten Zubau sauberen
Stroms. Der WWF lehnt Vorschläge zur Umstellung auf generelle
Investitionsförderungen als Grundlage des Systems dezidiert ab, weil
es nicht das Erzeugen von sauberer Energie sondern das Investieren in
Anlagen honoriert. Mit solchen Investitionsförderungen ist nicht
gewährleistet, dass diese Anlagen über ihre gesamte Lebensdauer
optimal betrieben werden, was am Ende zu höheren Kosten führen kann.
Für den WWF kommen grundsätzlich alle erneuerbaren Energieträger in
Frage, so lange Errichtung und Betrieb naturverträglich erfolgen.
„Umfragen zeigen immer wieder, dass die Österreicher hinter der
Energiewende stehen und sauberen Strom wollen“, so Schellmann. „Es
ist ein großer Erfolg, dass in den vergangenen Jahren ein stetiger
Ausbau der Ökostromversorgung stattgefunden hat, ohne dass die
Stromrechnungen höher geworden sind. Wie Zonierungen bei der
Windkraftnutzung zeigen, kann der Ausbau auch bei Naturschutzvorrang
auf großen Flächen umgesetzt werden. Diese Erfolgsgeschichte muss auf
einem verlässlichen Weg fortgesetzt werden und daher brauchen wir ein
langfristig wirksames Ökostromgesetz“, fordert Schellmann.
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