- 20.04.2016, 09:17:44
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Weltweit 80 Prozent mehr Windkraft bis 2020
Stabile Rahmenbedingungen sind dafür laut Fatih Birol von der IEA Grundvoraussetzung
Utl.: Stabile Rahmenbedingungen sind dafür laut Fatih Birol von der
IEA Grundvoraussetzung =
St. Pölten (OTS) - Nach dem Rekordausbau der Windenergie im Jahr 2015
prognostiziert der weltweite Windenergie Verband GWEC eine Steigerung
der Windkraftleistung um 80% bis 2020. „Viele Länder haben diese
Entwicklung mit passenden Rahmenbedingungen bereits
vorausgezeichnet“, bemerkt Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG
Windkraft und ergänzt: „Europa ist allerdings dabei den Anschluss zu
verlieren.“ Fatih Birol, Direktor des Internationalen Energie Agentur
IEA, weist auf die Notwendigkeit von stabilen Rahmenbedingungen für
den Windkraftausbau hin.
Mit 63,5 GW neu installierter Windkraftleistung, war das Jahr 2015
das erfolgreichste der Windenergiegeschichte. „Damit führte die
Windenergie den weltweiten Kraftwerksausbau 2015 an“, freut sich
Steve Sawyer, Generalsekretär des weltweiten Windenergie Verbandes
und ergänzt: „Die erneuerbaren Energien sind dabei den Stromsektor
umzubauen und die Windenergie steht an der Spitze.“ „Dieser Zubau
deckt bereits die Hälfte des weltweiten Stromverbrauchszuwachses ab“,
bemerkt Fatih Birol, Direktor des Internationalen Energie Agentur und
setzt fort: „Das zweite Jahr in Folge konnte der weltweite
CO2-Ausstoß stabil gehalten werden trotz Wirtschaftswachstum. Das hat
verschiedene Gründe. Ein wesentlicher Faktor war aber das nachhaltige
Wachstum der erneuerbaren Energien angeführt von der Windenergie.“
Weltweite Windkraftentwicklung zeigt steil nach oben
Die von der GEWC präsentierte Prognose zeichnet ein steiles Wachstum
der Windkraftnutzung. In den nächsten fünf Jahren wird sich die
Windkraftleistung um mehr als 80% von 430 GW im Jahr 2015 auf 790 GW
im Jahr 2020 steigern. Die führende Nation im Windkraftausbau bleibt
nach wie vor China. Im aktuellen chinesischen Fünfjahresplan soll
sich die Windkraftleistung um zwei Drittel von 145 GW auf 250 GW im
Jahr 2020 ausgebaut werden. Damit soll der CO2-Ausstoß im Land der
Mitte eingedämmt werden.
Europa verliert schrittweise stabile Rahmenbedingung
Während der weltweite Windkraftausbau in den letzten Jahren einen
Rekord nach dem anderen brachte, stagnierte jener in Europa. Darüber
hinaus reduzierte sich der Ausbau auf ganz wenige europäische Länder.
Für das Jahr 2016 wird sogar eine Abnahme des Windkraftausbaus für
Europa prognostiziert. „Nach wie vor sind passende marktbedingte und
regulatorische Rahmenbedingungen unverzichtbar“, bemerkt Birol und
setzt fort: „Hier muss die Politik aktiv werden. Einen steigernden
Windkraftausbau wird es ohne gute und vorhersagbare politische
Rahmenbedingung nicht geben.“
Ökostromgesetzesnovelle in Österreich längst überfällig
Auch in Österreich ist es höchst an der Zeit das Ökostromgesetz
anzupassen. „Mit kleinen Änderungen kann das bestehende Gesetz wieder
für die nächste Zeit flott gemacht werden“, bemerkt Stefan Moidl,
Geschäftsführer der IG Windkraft und ergänzt abschließend: „Für eine
danach folgende große Reform des Ökostromregimes braucht es gute
Vorarbeit und eine langfristige Perspektive bis 2030. Nach der
Klimaschutzkonferenz von Paris ist nun die österreichische Regierung
gefordert, die von Bundeskanzler Werner Faymann angekündigten
Zielsetzungen in die Tat umzusetzen.“
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