Walser: Gedenkstätte Mauthausen darf kein „Proporz-Memorial“ werden

Grüne fordern Stiftungslösung und „wirkliche Unabhängigkeit“

Wien (OTS) - „Die breite Kritik an den Plänen der Regierung am Gesetzesentwurf zur Auslagerung der Gedenkstätte Mauthausen sollte zum Einlenken führen“, zeigt sich der Grüne Nationalratsabgeordnete Harald Walser kämpferisch: „Wir werden uns jedenfalls bis zuletzt dafür einsetzen, dass diese Stellungnahmen nicht im Papierkorb versenkt werden. Die Gedenkstätte Mauthausen darf kein großkoalitionäres Proporz-Memorial werden.“

Walser weist darauf hin, dass, wie in einer APA-Aussendung festgehalten, sowohl die Fachkräfte vor Ort wie die „Vermittler_inneninitiative“ als auch ausgewiesene Expertinnen wie die Historikerin Eva Blimlinger, Rektorin der Akademie der bildenden Künste, sich in der Ablehnung einig sind. Wenn zudem auch die Arbeitsgemeinschaft der NS-Opferverbände und Widerstandskämpfer Österreichs befürchtet, in der künftigen Konstruktion nur eine „Alibi-Rolle“ zugeteilt zu bekommen, muss das zum Einlenken der Regierung führen.

Walser liegt auch eine äußerst kritische Stellungnahme von ehemaligen polnischen Häftlingen vor, die sich sehr enttäuscht zeigen, dass deren Forderungen und Vorschläge, die ans Innenministerium bereits im letzten Jahr herangetragen wurden, keinerlei Berücksichtigung fanden. Für Walser ist es schwer nachvollziehbar, dass gerade den wenigen noch lebenden Opfern keinerlei Gehör geschenkt wird: „Das betrachte ich als Affront“, sagt Walser dazu.

Die Grünen sehen in einer internationalen Stiftung die Chance für eine wirklich zukunftsweisende Umgestaltung. „Die Zeit großkoalitionärer Lösungen in derart sensiblen Bereichen wie der Gedenkstätte Mauthausen muss endlich vorbei sein. Alle sind aufgefordert, die Unabhängigkeit und den finanziell abgesicherten Betrieb der Gedenkstätte zu garantieren“, stellt Walser fest.

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