- 19.04.2016, 11:51:44
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Boehringer Ingelheim mit erfolgreichem Geschäftsjahr 2015
Umsatzanstieg auf 14,8 Milliarden Euro - Betriebsergebnis auf 2,3 Milliarden Euro deutlich verbessert - Wichtige strategische Weichen gestellt
Utl.: Umsatzanstieg auf 14,8 Milliarden Euro - Betriebsergebnis auf
2,3 Milliarden Euro deutlich verbessert - Wichtige
strategische Weichen gestellt =
Ingelheim (OTS) - Das forschende Pharmaunternehmen Boehringer
Ingelheim blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2015 zurück.
„Wir konnten viele bedeutende medizinische Fortschritte erzielen“,
erklärte Professor Dr. Andreas Barner, Vorsitzender der
Unternehmensleitung, heute anlässlich der Bilanzpressekonferenz.
„Gleichzeitig haben wir 2015 wichtige strategische Weichen für den
Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit und eine auch in Zukunft nachhaltige
Geschäftsentwicklung gestellt.“
Boehringer Ingelheim erzielte 2015 einen Umsatz von 14,8 Milliarden
Euro, was währungsbereinigt einem Anstieg von 4,1 Prozent (auf
Euro-Basis: +11,1 Prozent) entspricht. Ohne Berücksichtigung des
Generikageschäfts, das Boehringer Ingelheim Anfang des Jahres 2016
verkauft hat, beträgt das währungsbereinigte Umsatzwachstum 5,3
Prozent. Bei einem um sechs Prozent verbesserten Betriebsergebnis von
2,3 Milliarden Euro ergibt sich eine Umsatzrendite von 15,3 Prozent.
Boehringer Ingelheim beschäftigte 2015 weltweit rund 47.500
Mitarbeiter.
Zahlreiche Einreichungen, Zulassungen und Markteinführungen
Mit der Zulassung von PRAXBIND® in den USA und Europa verfügt
Boehringer Ingelheim nun über ein Mittel, das die gerinnungs¬hemmende
Wirkung von PRADAXA® aufhebt. Es steht Ärzten in seltenen
Notfallsituationen zur Verfügung.
Im Bereich der Atemwegserkrankungen, dem größten Indikationsbereich
von Boehringer Ingelheim, konnte das Unternehmen ebenfalls wichtige
Zulassungen in verschiedenen Ländern verzeichnen: für SPIRIVA®
RESPIMAT® bei Asthma, SPIOLTO® bei chronisch-obstruktiver
Lungenerkrankung (COPD) sowie für OFEV® gegen die seltene Erkrankung
idiopathische Lungenfibrose (IPF).
Wichtige strategische Weichen gestellt
Um sich auch künftig den Freiraum für Innovationen zu erhalten, hat
Boehringer Ingelheim im vergangenen Jahr wichtige strategische
Entscheidungen getroffen: So ist das Unternehmen mit dem Verkauf der
US-Tochtergesellschaft Roxane aus dem Generikageschäft ausgestiegen.
Ende des Jahres 2015 haben Boehringer Ingelheim und Sanofi
angekündigt, exklusive Verhandlungen über den strategischen Tausch
des Geschäfts für freiverkäufliche Medikamente von Boehringer
Ingelheim gegen das Tiergesundheitsgeschäft von Sanofi aufzunehmen.
Ziel von Boehringer Ingelheim ist es dabei, sich stärker zu
fokussieren und die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Die
Entscheidung, eine halbe Milliarde Euro in den Ausbau der
biopharmazeutischen Produktion in Wien zu investieren, kennzeichnet
einen weiteren wichtigen strategischen Schritt.
Starker Fokus auf Partnerschaften in Forschung und Entwicklung
„Innovative Medikamente im Bereich Humanpharma werden auch künftig
die Voraussetzung für unser Wachstum und unseren Erfolg sein“, sagte
Andreas Barner. Daher plant das Unternehmen, in den kommenden fünf
Jahren rund elf Milliarden Euro in die internationale Forschung und
Entwicklung in Humanpharma zu investieren. Davon sollen fünf
Milliarden Euro in die präklinische Forschung und Entwicklung fließen
und 1,5 Milliarden Euro in die Kooperation mit externen Partnern.
Mittlerweile sind bei Boehringer Ingelheim rund 50 Prozent der
Innovationen in der frühen und mittleren Forschungsphase in der
Zusammenarbeit mit externen Partnern wie Hochschulen oder
Biotech-Unternehmen entstanden.
Bezogen auf die spätere Entwicklungsphase hat Boehringer Ingelheim
mit AbbVie eine globale Partnerschaft zu zwei vielversprechenden
Substanzen aus der Forschung von Boehringer Ingelheim zur Behandlung
von Autoimmunerkrankungen wie Schuppenflechte vereinbart. Hier ist
der medizinische Bedarf für wirkungsstärkere Medikamente noch immer
hoch. „Die Partnerschaft ist der optimale Weg, das Potenzial der
beiden Wirkstoffe voll auszuschöpfen und somit dem Interesse der
Patienten weltweit zu dienen“, so Barner weiter.
Umsatzwachstum in allen Geschäften
Boehringer Ingelheim konnte im vergangenen Jahr in allen Geschäften
wachsen. So legte der Umsatz mit verschreibungspflichtigen
Medikamenten ohne Generika, dem wichtigsten Geschäft von Boehringer
Ingelheim, währungsbereinigt um 4,1 Prozent auf 10,7 Milliarden Euro
zu (auf Euro-Basis: +11,9 Prozent). Mit einem Umsatz von mehr als 3,5
Milliarden Euro war das Atemwegsmedikament SPIRIVA® unverändert das
umsatzstärkste Präparat. Das Diabetesgeschäft hat sich nachhaltig als
Wachstumstreiber etabliert. So stieg der Umsatz des gesamten
Diabetesportfolios währungsbereinigt deutlich um rund 49 Prozent auf
1,1 Milliarden Euro (auf Euro-Basis: +63,8 Prozent). Der
Blutgerinnungshemmer PRADAXA® trug rund 1,3 Milliarden Euro zum
Umsatz bei.
Mit freiverkäuflichen Arzneimitteln erzielte Boehringer Ingelheim im
Jahr 2015 rund zehn Prozent des Gesamtumsatzes. Getragen von den
globalen Marken DULCOLAX®, BUSCOPAN®, MUCOSOLVAN® und PHARMATON®
stieg der Umsatz währungsbereinigt um 7,1 Prozent auf gut 1,5
Milliarden Euro (auf Euro-Basis: +5,3 Prozent).
Auch im Geschäft mit Tiermedizin konnte Boehringer Ingelheim 2015
weiter wachsen. Der Umsatz erhöhte sich währungsbereinigt um 10,5
Prozent auf knapp 1,4 Milliarden Euro. Das Geschäft trug damit neun
Prozent zum Gesamtumsatz bei. Mit einem Umsatz von 281 Millionen Euro
war der Schweineimpfstoff INGELVAC CIRCOFLEX® weiterhin das
umsatzstärkste Medikament (währungsbereinigt: +4,1 Prozent, auf
Euro-Basis: +8,1 Prozent). Das Nutztiergeschäft wuchs um
währungsbereinigt zwölf Prozent und war damit Hauptwachstumstreiber
(auf Euro-Basis: +20 Prozent). Im Haustiergeschäft erzielte der
Hundeimpfstoff DURAMUNE® mit einem Umsatzplus von währungsbereinigt
7,5 Prozent auf 88 Millionen Euro ein starkes Wachstum (auf
Euro-Basis: +27,5 Prozent).
Im vergangenen Jahr entsprach das Biopharmageschäft mit 576 Millionen
Euro vier Prozent des Gesamtumsatzes. Das Wachstum betrug 15 Prozent.
Ausblick 2016
Für das laufende Geschäftsjahr erwartet Boehringer Ingelheim
angesichts der geringen Wachstumsimpulse auf den Weltpharmamärkten
eine geringe Umsatzsteigerung im Vergleich zum Vorjahr. „Die Früchte
unserer in den kommenden Monaten zu leistenden Arbeit werden
mittelfristig in vielen Bereichen zu einer deutlich gestärkten
Marktposition führen“, sagte
Hubertus von Baumbach, Mitglied der Unternehmensleitung mit
Verantwortung für Finanzen.
Weitere Informationen zum Geschäftsjahr 2015 finden Sie auf der
Website von Boehringer Ingelheim unter
http://www.boehringer-ingelheim.de/presse/jahrespressekonferenz.html
• Unternehmensbericht 2015:
http://unternehmensbericht.boehringer-ingelheim.de
Der Unternehmensbericht ist im App Store und bei Google Play auch als
pdf-Datei in unserer Corporation App verfügbar (für iPad und
Android-Tablets).
• Reden und Präsentationen zur Bilanzpressekonferenz 2016:
http://www.ots.at/redirect/boehringer9
Boehringer Ingelheim
Boehringer Ingelheim zählt weltweit zu den 20 führenden
Pharmaunternehmen. Mit Hauptsitz in Ingelheim, Deutschland, ist
Boehringer Ingelheim weltweit mit 145 verbundenen Unternehmen
vertreten und beschäftigt insgesamt rund 47.500 Mitarbeiter. Die
Schwerpunkte des 1885 gegründeten Unternehmens in Familienbesitz sind
die Forschung, Entwicklung, Produktion sowie das Marketing neuer
Medikamente mit hohem therapeutischem Nutzen für die Humanmedizin
sowie die Tiergesundheit.
Für Boehringer Ingelheim ist die Übernahme gesellschaftlicher
Verantwortung ein wichtiger Bestandteil der Unternehmenskultur. Dazu
zählt das weltweite Engagement in sozialen Projekten wie zum Beispiel
in der Initiative „Making More Health“ ebenso wie der sorgsame Umgang
mit den eigenen Mitarbeitern. Respekt, Chancengleichheit sowie die
Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben bilden dabei die Basis des
Miteinanders. Bei allen Aktivitäten stehen zudem der Schutz und
Erhalt der Umwelt im Fokus.
Im Jahr 2015 erwirtschaftete Boehringer Ingelheim Umsatzerlöse von
rund 14,8 Milliarden Euro. Die Aufwendungen für Forschung &
Entwicklung entsprechen 20,3 Prozent der Umsatzerlöse.
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