• 18.04.2016, 12:14:01
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Großes Engagement von Jugendlichen bei Eröffnung des Hermann-Langbein-Symposiums in der AK Linz

Linz (OTS) - In der AK Linz wurde heute das
Hermann-Langbein-Symposium eröffnet, das bis 22. April hochwertige
Referate und Diskussionen zum Nationalsozialismus und seinen
aktuellen Bezügen bietet. An der Eröffnung beteiligten sich rund 400
Schüler/-innen und Lehrer/-innen mit mehreren beeindruckenden
Präsentationen. Die Begrüßungsrede hielt AK-Direktor Dr. Josef Moser.

Das jährliche Symposium in der AK Linz ist nach dem
Widerstandskämpfer und Auschwitz-Überlebenden Prof. Hermann Langbein
(1912 – 1995) benannt. 1980 wurde das Symposium von Langbein selbst
gegründet. Seit seinem Tod führt es Prof. Johannes Schwantner weiter
– mittlerweile ist es die am längsten bestehende Veranstaltung der
Lehrerfortbildung in Österreich. In der AK Linz findet das Symposium
seit 2012 statt.

Faschismus muss bekämpft werden

„Uns ist es sehr wichtig, zur demokratiepolitischen Bildung an den
Schulen beizutragen. Deshalb freue ich mich über die zahlreichen
Jugendlichen, die heute teilnehmen“, betonte AK-Direktor Dr. Josef
Moser bei seiner Begrüßung im Kongresssaal der AK Linz: „Die
Erinnerung an die Zeit der nationalsozialistischen
Schreckensherrschaft bleibt hohl und sinnlos, wenn wir nicht für
heute die richtigen Schlüsse ziehen. Denn leider scheinen viele
wieder bereit, Feindbilder zu übernehmen.“

Der bekannte Politikwissenschafter Univ.-Prof. Dr. Anton Pelinka
machte in seiner Rede deutlich, „was wir von Hermann Langbein lernen
können“. Er verwies auf Langbeins tiefe humanistische Überzeugung
sowie auf seine Unbeugsamkeit bei der Bekämpfung von
Nationalsozialismus und Menschenverachtung. „Langbein ist ein Vorbild
für uns, denn auch heute gilt es, faschistische Tendenzen konsequent
zu bekämpfen“, sagte Pelinka.

Beeindruckende Schülerpräsentationen

Anschließend bewiesen Schülerinnen und Schüler aus dem ganzen
Bundesland mit verschiedenen Präsentationen ihr großes Engagement.
Die Handelsakademie Perg, das BRG Linz-Hamerlingstraße, die HTL
Braunau sowie Lehrlinge der ÖBB-Lehrwerkstätte stellten verschiedene
Inhalte des Buches „Nationalsozialismus in Oberösterreich. Opfer,
Täter, Gegner“ von Christian Angerer und Maria Ecker vor.

Andere Jugendliche präsentierten Ludwig Lahers Roman „Bitter“, der
das Leben eines realen oberösterreichischen NS-Verbrechers schildert:
Das BRG Schloss Wagrain aus Vöcklabruck brachte die Person des Fritz
Bitter in acht Rollen auf die Bühne. Das BG Gmunden zeigte einen
selbst produzierten Film über den NS-Verbrecher und moderierte dann
eine Diskussion dazu.

Für die musikalische Umrahmung sorgten die Schüler/-innen des ORG der
Franziskanerinnen Vöcklabruck. Nach der Eröffnung des Symposiums
führten die Zeitzeuginnen Prof.in Käthe Sasso und Anna Hackl ein
spannendes Gespräch mit den Jugendlichen.

Ein Foto steht in druckfähiger Qualität unter ooe.arbeiterkammer.at
zum Herunterladen bereit.

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