• 14.04.2016, 12:31:52
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Konferenz in Delhi verabschiedet Resolution zur Rettung der Tiger

Verdoppelung der Tigerzahlen bis 2022 als oberstes Ziel

Utl.: Verdoppelung der Tigerzahlen bis 2022 als oberstes Ziel =

New Delhi. (OTS) - In Delhi ging heute Mittag die dritte
Ministerkonferenz der 13 „Tigerstaaten“ zu Ende. Die Staaten
verabschiedeten eine Resolution, die den Schutz der wild lebenden
Tiger mit der wirtschaftlichen Entwicklung verbindet. Der indische
Premierminister Narendra Modi sprach dabei von den Regionen, in denen
Tiger leben, von wertvollem Naturkapital. „Wenn Entwicklungspolitik
und Naturschutz verbunden werden, ist dies eine klare
Win-Win-Situation für die Tiger und die Menschen“, so Ravi Singh,
Generalsekretär von WWF Indien.

Konkret beschlossen die „Tigerstaaten“, dass die Programme zum Schutz
der Tiger schneller implementiert werden müssen. Der Tigerschutz und
die wirtschaftliche Entwicklung müssen zukünftig Hand in Hand gehen.
Dabei wird der Wert der Tigerschutzgebiete auch für den Klimaschutz
anerkannt. Regionen, die bisher von Tigerpopulationen eher dünn
besiedelt werden, sollen sich weiter erholen können. Die
Regierungsspitzen der „Tigerstaaten“ werden zukünftig intensiver
zusammen arbeiten. Der Wissensaustausch unter den Staaten soll
verstärkt werden und neue Technologien sollen beim Tigerschutz
helfen. Für all diese Maßnahmen werden die Staaten zusätzliche Gelder
auf nationaler und internationaler Ebene bereitstellen. Für den WWF
ist die Resolution ein wichtiger Fahrplan für die nächsten sechs
Jahre um die Zahl der wild lebenden Tiger bis 2022, dem nächsten
chinesischen Jahr des Tigers, zu verdoppeln.

Bereits zu Beginn der Konferenz wurden am Montag die neuesten Zahlen
zu den aktuell wild lebenden Tigern präsentiert. Während 2010 nur
noch 3.200 Tiger in freier Wildbahn lebten, sind es heute bereits
3.890. „Das bedeutet, dass die Maßnahmen endlich greifen“, so der
Projektleiter Georg Scattolin vom WWF Österreich. Die Konferenz wurde
zusammen mit dem Welttigerforum, der indischen Regierung, der
nationalen indischen Tigerschutzbehörde und dem WWF und organisiert.
Das Treffen war ein entscheidender Schritt seit der Tigerkonferenz
von St. Petersburg, auf der 2010 die Verdoppelung der wild lebenden
Tiger beschlossen wurde.

Auch für den WWF Österreich ist das Ergebnis der Konferenz ein
Durchbruch, denn heimische Spendengelder werden gezielt für den
Schutz des Indochinesischen Tigers im Grenzgebiet zwischen Thailand
und Myanmar eingesetzt. „Anti-Wilderer-Patrouillen,
Schutzgebietsmanagement und der Kampf gegen den illegalen Handel mit
bedrohten Tierarten sind zentrale Arbeitsgebiete auch des WWF in
Österreich“, so Scattolin abschließend.

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