• 14.04.2016, 11:56:55
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Scheichelbauer-Schuster zu Arbeitsmarkt: Keine übereilten Schritte aber klare Fakten schaffen

Gewerbe und Handwerk hauptbetroffen – Wettbewerbsgleichheit durch Kontrollen – Konjunkturförderung sinnvolleres Mittel als „Grenzen dicht“

Utl.: Gewerbe und Handwerk hauptbetroffen – Wettbewerbsgleichheit
durch Kontrollen – Konjunkturförderung sinnvolleres Mittel als
„Grenzen dicht“ =

Wien (OTS) - „In der inzwischen hitzig geführten Diskussion gilt es
kühlen Kopf zu bewahren: Ja, wir haben ein Problem mit Betrieben, die
insbesondere am Baubereich nach Österreich hereinarbeiten, wenn sie
unsere Gesetze nicht einhalten. Ja, wir wollen eine konsequente
Umsetzung des Prinzips ´Gleicher Lohn für gleiche Arbeit am gleichen
Ort´. Aber in dieser schwierigen Situation dürfen wir uns mit einer
Einschränkung des EU-Binnenmarktes nicht selbst ein Bein stellen“,
betonte heute, Donnerstag, die Obfrau der Bundessparte Gewerbe und
Handwerk, Renate Scheichelbauer-Schuster in Reaktion auf Aussagen des
Burgenländischen Landeshauptmanns Niessl. Gewerbe und Handwerk ist
hauptbetroffen, wenn es um Lohn- und Sozialdumping durch ausländische
Mitbewerber geht. „Deshalb gilt es, die heimischen Betriebe zu
schützen, in dem Wettbewerbsgleichheit geschaffen und durch
Kontrollen auch durchgesetzt wird“, so Scheichelbauer-Schuster. Der
Vorschlag von AMS Chef Kopf hinsichtlich einer Überarbeitung der
Entsenderichtlinie in Hinblick darauf, dass Entsendungen nicht
unbefristet möglich sind, sei hier überlegenswert.

„Grenzen dicht“ zu rufen, sein ein vorschneller Schritt, der auch
Auswirkungen auf die heimischen Betriebe haben werde. Der Schutz
heimischer Arbeitsplätze und Betriebe sein in der gegenständlichen
Situation mit wachsender Arbeitslosigkeit und schwacher Konjunktur
eine willkommene politische Forderung. „Aber in absoluter Konsequenz
bedeutet dies: Zu wenige Arbeitskräfte für den Bau, sondern auch für
den Tourismus und die Hotellerie und andere Branchen. Wollen wir
das?“, so die Gewerbe und Handwerks-Obfrau. Zielführender wäre
vielmehr darüber zu sprechen, wie Gelder sinnvoll in
Konjunkturmaßnahmen gesteckt werden, „das hilft dem Arbeitsmarkt und
den Betrieben am meisten. Und hier ist der Handwerkerbonus nur ein
kleines Element, das gerade die grenznahen Betriebe aber dringend
benötigen würden“, so Scheichelbauer-Schuster abschließend.
(PWK266/us)

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