- 14.04.2016, 09:44:13
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Open Innovation lernen
Die Ludwig Boltzmann Gesellschaft startet am 15. April mit dem „Lab for Open Innovation in Science“ (LOIS) ein spezielles Ausbildungsprogramm für WissenschaftlerInnen.
Utl.: Die Ludwig Boltzmann Gesellschaft startet am 15. April mit dem
„Lab for Open Innovation in Science“ (LOIS) ein spezielles
Ausbildungsprogramm für WissenschaftlerInnen. =
Wien (OTS) - Open Innovation in Science bedeutet eine Kultur der
Offenheit, die auf dem Teilen von Wissen, auf Zusammenarbeit,
Partizipation und Transparenz beruht. Innovationsprozesse werden
geöffnet, um deren Qualität und Relevanz für die Gesellschaft zu
verbessern. Bereits im Jahr 2014 startete die Ludwig Boltzmann
Gesellschaft (LBG) die Initiative „Open Innovation in Science“ und
zählt damit zu den Vorreitern in Europa.
Am 15. April startet die LBG nun das erste Modul ihres
Ausbildungsprogramms „Lab for Open Innovation in Science“, kurz:
LOIS. Open Innovation und Open Science sind zu „Buzzwords“ in der
Innovationsdiskussion geworden. Aber welches Potenzial hat Open
Innovation konkret in der Forschung? Und welches Know-how ist
notwendig, um Open Innovation und Open Science in der
wissenschaftlichen Praxis umzusetzen?
„In unserem ‚Lab for Open Innovation in Science‘ haben 20 ausgewählte
WissenschaftlerInnen erstmals die Gelegenheit, in einem Safe Space zu
experimentieren, zu reflektieren und zu lernen. Ziel ist es, den
TeilnehmerInnen Wissen und Werkzeuge im Zusammenhang mit Open
Innovation in Science zu vermitteln, die sie im eigenen
Forschungsbetrieb gezielt nutzen können“, erklärt Mag. Claudia
Lingner, Geschäftsführerin der LBG. Am 14. April findet eine
Podiumsdiskussion zum Thema statt, die die LBG gemeinsam mit dem Rat
für Forschung und Technologieentwicklung veranstaltet und bei der
über Open Innovation und den damit verbundenen Nutzen für
Wissenschaft und Gesellschaft diskutiert wird (18 Uhr, Aula der
Wissenschaften, Wollzeile 17A, 1010 Wien).
Prof. Dr. Helga Nowotny, Vorsitzende des ERA Council Austria und
Mitglied des Rats für Forschung und Technologieentwicklung, zu Open
Innovation: „Offene Innovation in der Wissenschaft ist mehr als eine
clevere Abkürzung zwecks Kommerzialisierung von
Forschungsergebnissen. Sie kann neue Öffentlichkeiten schaffen und
eine neue Art der Teilhabe an Wissensproduktion und Wissensprodukten
ermöglichen.“
Mit Prof. Nowotny diskutieren außerdem Prof. Eva Guinan von der
Harvard Medical School, Dr. Thomas Hanke, Head of Immunology &
Inflammation der Biotechfirma EVOTEC, und Prof. Dr. Wolfgang
Neubauer, Wissenschaftler des Jahres und Leiter des Ludwig Boltzmann
Instituts für Archäologische Prospektion und Virtuelle Archäologie.
Neubauer, der selbst an LOIS teilnimmt, betont die Bedeutung des
Programms: „In der Wissenschaft ist der Nutzen von Open Innovation
Methoden, etwa die Einbindung von BürgerInnen, noch kaum bekannt.
Auch was Open Science für die tägliche Arbeit bedeutet, ist unklar –
umso mehr freut mich die Vorreiterrolle, die die LBG hier einnimmt,
und ich bin mir sicher, dass die Methoden von Open Innovation in
Science dazu beitragen, den gesellschaftlichen und ökonomischen
Einfluss der Wissenschaft zu erhöhen.“
Über das Lab for Open Innovation in Science (LOIS)
Aufbauend auf den Bedürfnissen der WissenschaftlerInnen, dem
aktuellen Stand der Open Innovation Forschung und den Erkenntnissen
aus dem Crowdsourcing Projekt „Reden Sie mit!“, hat die Ludwig
Boltzmann Gesellschaft (LBG) das Curriculum für das „Lab for Open
Innovation in Science“ (LOIS) entworfen. LOIS bietet 20 ausgewählten
WissenschaftlerInnen ab dem 15. April 2016 die Gelegenheit, innerhalb
von 13 Trainingsmodulen und Lab Projekten den Umgang mit Open
Innovation Methoden zu erlernen und die Prinzipien entlang des
gesamten Wissenschaftsprozesses zu erproben. Die 13 Module finden
innerhalb von zwölf Monaten statt und werden in englischer Sprache
von internationalen Open Innovation ExpertInnen abgehalten, zum
Beispiel von Prof. Henry Sauermann (Georgia Institute of Technology,
Scheller College of Business, USA), Dr. Markus Nordberg, (CERN,
Development and Innovation Unit, Schweiz) oder Dr. Maria Theresa Norn
(The Think Tank DEA, Dänemark).
http://www.openinnovationinscience.at/das-programm.html
Über Open Innovation in Science
LOIS ist die zweite Stufe der europaweit einzigartigen Initiative
„Open Innovation in Science“. Von April 2015 bis Juli 2015
beteiligten sich Betroffene und Interessierte an der Crowdsourcing
Initiative „Reden Sie mit!“ zur Generierung neuer Forschungsfragen im
Bereich psychischer Erkrankungen. Die gesamte Initiative wird von der
österreichischen Ludwig Boltzmann Gesellschaft getragen und
international von einem renommierten Advisory Board unterstützt, dem
unter anderem VertreterInnen der WHO, der Harvard Medical School und
der Max-Planck-Gesellschaft angehören. Durch die gezielte Öffnung des
Innovationsprozesses soll neues Wissen von außen in die Forschung
gebracht werden.
www.openinnovationinscience.at
Über die Ludwig Boltzmann Gesellschaft
Die Ludwig Boltzmann Gesellschaft (LBG) ist der Forschungsinkubator
im Bereich Health Sciences in Österreich und betreibt 18
Forschungsinstitute und -cluster mit rund 600 MitarbeiterInnen. Die
LBG steht mit ihrem Motto „Forschung für Menschen“ für die Behandlung
gesellschaftsrelevanter Forschungsfragen.
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