- 13.04.2016, 11:57:36
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FFG: Mehrwert durch Forschung
Bilanz 2015: 465 Millionen Euro ausgezahlt, rund 2.800 Projekte neu bewilligt

Utl.: Bilanz 2015: 465 Millionen Euro ausgezahlt, rund 2.800
Projekte neu bewilligt =
Wien (OTS) - „Das Potenzial für mehr Wertschöpfung und Beschäftigung
in Österreich liegt im Bereich der Forschung und Innovation“,
erklärten Henrietta Egerth und Klaus Pseiner, die beiden
Geschäftsführer der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft
FFG, bei der Präsentation der FFG-Bilanz 2015 am Mittwoch in Wien.
„Wir brauchen daher weitere kräftige Impulse für die innovative
österreichische Wirtschaft.“ Im letzten Jahr wurden 465 Millionen
Euro an Förderungen für neue und laufende Projekte ausbezahlt, rund
2.800 Projekte mit einer Gesamtförderung von 473 Millionen Euro
wurden neu bewilligt. „Während das Budget der direkten
Forschungsförderung seit acht Jahren auf ungefähr gleichem Niveau
bleibt, hat die FFG ihr Gesamtportfolio mit den Gutachten für die
Forschungsprämie, der Abwicklung der Breitbandmilliarde und weiteren
Initiativen deutlich ausgebaut“, so die FFG-Geschäftsführer.
usammenarbeit Wissenschaft und Wirtschaft im Fokus
Mit 326 Millionen Euro gingen rund 70 % der Gesamtförderung der FFG
(inklusive Darlehen und Haftungen) im Jahr 2015 an Unternehmen. 71
Millionen Euro flossen an Forschungseinrichtungen (15 %), 63
Millionen Euro an Hochschulen (14 %). Gemessen am Barwert liegt der
Anteil der Unternehmen bei rund 60 %, jener der
Forschungseinrichtungen bei 21 % und jener der Hochschulen bei 18 %.
„Die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft ist ein wichtiges
Ziel, um Erkenntnisse aus der Forschung möglichst rasch in neue
Produkte und Dienstleistungen umzusetzen und dadurch die
Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Investitionen in Innovationen zahlen
sich mehrfach aus“, so die FFG-Geschäftsführer Egerth und Pseiner.
Produktion als wichtigstes Forschungsthema
Rund ein Viertel der neu bewilligten FFG-Förderungen fließen in
Projekte aus dem Produktionsbereich, insgesamt rund 114 Millionen
Euro im Jahr 2015. An zweiter Stelle stehen die Informations- und
Kommunikationstechnologien mit 82 Millionen Euro (18 %), danach kommt
der Bereich Energie/Umwelt mit 79 Millionen € (17 %). „Im
Produktionsbereich – Stichwort Industrie 4.0 – verfolgen wir
gemeinsam mit unseren Auftraggebern eine konsequente
Interventionslogik und haben besondere Impulse gesetzt“, erläutert
FFG-Geschäftsführer Klaus Pseiner. „Dazu zählen auch die
Stiftungsprofessuren, die erste Pilotfabrik, die letztes Jahr
eröffnet wurde, und unsere intensiven
Internationalisierungsaktivitäten. Diese Initiativen werden 2016
verstärkt ausgebaut“, konkretisiert FFG-Geschäftsführerin Henrietta
Egerth.
Internationale Vernetzung weiter ausgebaut
Auf hohem Niveau verläuft die Beteiligung am EU-Programm für
Forschung und Innovation, Horizon 2020. Bisher haben sich
österreichische Organisationen 795 Mal an 578 geförderten Projekten
beteiligt, dafür wurden rund 320 Millionen Euro an Förderungen
zugesagt (Stand: November 2015). „Die FFG wurde auch mit dem
Monitoring der EU-Beteiligung beauftragt“, so Egerth. „Dadurch können
wir nationale und internationale Förderangebote noch besser
aufeinander abstimmen.“ Die FFG stellt die Horizon-2020-Daten in
einer interaktiven Online-Datenbank (https://www.ffg.at/monitoring)
frei zugänglich zur Verfügung.
Österreich konnte in den letzten Monaten wichtige Erfolge auf
europäischem Parkett verzeichnen. Dazu zählt die Beteiligung an der
EU-Initiative „Shift2Rail“, in der alle wesentlichen Stakeholder des
europäischen Bahnsektors kooperieren. Erstmals wurde auch der
Zuschlag für eine aus Österreich koordinierte „Knowledge Innovation
Community“ (KIC) erteilt, in der über 100 Partner aus der EU
beteiligt sind. Weitere Erfolge sind im Weltraumbereich zu
verzeichnen, darunter die bevorstehende Gründung eines ESA Business
Incubation Centres (BIC) und einer Ambassador-Plattform in Graz und
Wiener Neustadt sowie der prioritäre Zugang zu den
Copernicus-Satellitendaten durch die Zentralanstalt für Meteorologie
und Geodynamik (ZAMG) und die Auswertung dieser Daten im „Earth
Observation Data Centre for Water Resources Monitoring“ (EODC) an der
TU Wien.
Weiters hat die FFG im Jahr 2015 eine Reihe von Aktivitäten gesetzt,
um die österreichische Forschung und innovative Wirtschaft
international weiter zu vernetzen. Als Basis dafür dienen neue
Kooperationsabkommen mit Nicht-EU-Ländern wie Südkorea, Japan,
Singapur, Israel und Brasilien. Zudem wurde ein neues Programm
gestartet: „Mit ‚Beyond Europe‘ unterstützen wir gezielt
Kooperationsprojekte österreichischer Unternehmen und
Forschungseinrichtungen mit Partnern außerhalb Europas“, berichtet
Henrietta Egerth.
Einen klaren internationalen Fokus hat auch das Programm „Global
Incubator Network“ (GIN), das die FFG gemeinsam mit der Austria
Wirtschaftsservice Gesellschaft aws ins Leben gerufen hat. Zielgruppe
des Programmes sind österreichische und internationale Start-ups.
Wertvoll für die Regionen
Ein ähnliches Bild wie in den letzten Jahren zeigt sich auch in der
regionalen Verteilung der geförderten Projekte: Auch 2015 lagen die
Steiermark, Wien und Oberösterreich an der Spitze der
Bundesländer-Statistik. Gemessen an der Gesamtförderung gingen 29 %
der Mittel in die Steiermark (137,5 Millionen Euro), 24 % nach Wien
(111,8 Millionen Euro) und 21 % nach Oberösterreich (99,3 Millionen
Euro).
Eine enge Zusammenarbeit pflegt die FFG mit den Bundesländern
Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg und Tirol. Durch diese
Kooperation erhöht sich die Projektfinanzierung bei den regionalen
Unternehmen auf bis zu 70 % der Projektkosten. Diese Förderung wird
durch erhöhte FFG-Darlehen ermöglicht, die vom jeweiligen Bundesland
mitfinanziert sind. Erstmals hat die FFG im letzten Jahr auch eine
gemeinsame Ausschreibung der Bundesländer Oberösterreich und
Steiermark zum Thema „Smart Mobility“ abgewickelt.
Portfolio der FFG erweitert
Neue Beauftragungen ergänzen zunehmend das bisherige Förderangebot
der FFG. So wurden von 2013 bis 2015 insgesamt über 6.200 Gutachten
für die Forschungsprämie (steuerliche Forschungsförderung) erstellt,
allein im letzten Jahr waren es insgesamt 2.578 Gutachten. Rund 85
Prozent aller Antragsteller sind Kleine und Mittlere Unternehmen
(KMU). „Dieser große Zuspruch ist ein echtes Plus an rot-weiß-roten
Innovationen und zeigt beeindruckend, wie stark die Wirtschaft auf
Forschung und Entwicklung setzt. Unser Anspruch ist es, mit den
Gutachten rasch Rechtssicherheit für die Unternehmen herzustellen“,
so FFG-Geschäftsführerin Egerth.
Im Jahr 2015 neu im Portfolio der FFG hinzugekommen ist die
Abwicklung der Breitbandmilliarde des Bundes. Insgesamt wurden 2015
Ausschreibungen mit einem Volumen von 237 Millionen Euro gestartet,
weitere 250 Millionen sollen im laufenden Jahr ausgeschrieben werden.
„Für uns ist die Breitbandmilliarde der Nachweis, dass die FFG ein
Partner für ein breites Spektrum von fördertechnischen Aspekten ist“,
erläutert Klaus Pseiner.
2016 wird auch die Förderung von Forschungsinfrastrukturen verstärkt
werden. Neben den bereits gestarteten Initiativen wie der Pilotfabrik
wird demnächst ein eigenes, mit 13 Millionen Euro dotiertes
Förderprogramm für gemeinsam genutzte Forschungsinfrastrukturen
starten.
Nächsten Montag (18. April) wird planmäßig die Ausschreibung für
K2-Zentren im bisherigen Modus starten. Zukünftige Ausschreibungen im
Kompetenzzentren-Programm COMET werden jedoch bereits der
modifizierten und an die Evaluierungsergebnisse angepassten
Programmsystematik folgen. So werden in Zukunft unter anderem die
bisher getrennten K1- und K2-Zentren zusammengeführt, und es wird die
Möglichkeit für ergänzende COMET-Module geben. Damit sollen der
Exzellenzanspruch des Programmes gesichert sowie neue
Forschungsimpulse gesetzt und zukunftsweisende Forschungsthemen
etabliert werden. Basis für die Neuausrichtung ist einer umfassenden
Wirkungsanalyse.
Gute Noten für die FFG sind „amtlich“
Dass die FFG mit den an sie übertragenen Geldern sorgsam umgeht,
wurde von verschiedenen Seiten mehrfach bestätigt. In den letzten
fünf Jahren fanden insgesamt 46 externe Prüfungen durch den
Rechnungshof, die Ministerien, die Europäische Union und andere
Organisationen statt, darunter auch eine umfassende Prüfung des
internen Kontrollsystems der FFG durch den Rechnungshof, der seinen
Bericht mit der Gesamtnote „Gut“ versah. Dazu kamen weitere 37
Evaluierungen von einzelnen Förderprogrammen, die dazu genutzt
werden, um die Angebote der FFG weiter zu schärfen und zu optimieren.
„Alle Prüfungsergebnisse bestätigen uns in unserer Arbeit“, freuen
sich die beiden FFG-Geschäftsführer über diese Zeugnisse. „Unsere
Eigentümer und Auftraggeber können sich darauf verlassen, dass wir
mit den uns übertragenen Geldern effektiv, effizient und sorgsam
umgehen und unsere Kunden wissen, dass die FFG ein verlässlicher
Partner für ihre Forschungs- und Innovationsvorhaben ist.“
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Die FFG ist die nationale Förderstelle für wirtschaftsnahe Forschung
in Österreich. Im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr,
Innovation und Technologie und des Bundesministeriums für
Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft unterstützen wir
österreichische Unternehmen, Forschungs-institutionen und Forschende
mit einem umfassenden Angebot an Förderungen und Services und
vertreten österreichische Interessen auf europäischer und
internationaler Ebene.
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