• 13.04.2016, 11:20:46
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Birgit-Jürgenssen-Preis 2016 geht an die Filmemacherin Cana Bilir-Meier

"Die künstlerische Reife des Werks, die Entschlossenheit und die Nachdenklichkeit haben die Jury überzeugt"

Utl.: "Die künstlerische Reife des Werks, die Entschlossenheit und
die Nachdenklichkeit haben die Jury überzeugt" =

Wien (OTS) - "Ich freue mich sehr, den diesjährigen
Birgit-Jürgenssen-Preis an eine erfolgreiche Nachwuchskünstlerin
verleihen zu dürfen. Die Auszeichnung geht an die deutsch-türkische
Filmemacherin und Künstlerin Cana Bilir-Meier. Ich gratuliere sehr
herzlich und wünsche weiterhin viel Erfolg", sagte Olga Okunev aus
der Sektion Kunst und Kultur im Bundeskanzleramt in Vertretung für
Kulturminister Josef Ostermayer anlässlich der Preisverleihung in der
Akademie der bildenden Künste Wien.

Rektorin Eva Blimlinger sagte: "Der Birgit-Jürgenssen-Preis ist für
die Akademie der bildenden Künste Wien aus mehreren Gründen ein ganz
besonderer Preis. Hier werden die Förderung und Auszeichnung von
Studierenden mit dem Namen einer Künstlerin verbunden, die seit den
frühen 1980er-Jahren als Lehrende und als Mitglied von akademischen
Gremien die Entwicklung der Akademie über Jahrzehnte entscheidend
mitgeprägt hat. Sie war unter anderen am Aufbau einer wegweisenden
spartenübergreifenden Arbeitsplattform im Bereich Malerei/Fotografie
im Rahmen der Meisterschule Arnulf Rainer und später der Klasse Peter
Kogler beteiligt, wobei ihr die Arbeit mit den Studierenden immer ein
zentrales Anliegen war."

Bereits zum 13. Mal wird dieser mit 5.000 Euro dotierte Preis im
Gedenken an die Künstlerin Birgit Jürgenssen an eine Studentin oder
einen Studenten der Akademie der bildenden Künste Wien für eine
Arbeit im medialen Bereich verliehen, insbesondere unter Bedachtnahme
auf Werke der künstlerischen Fotografie, der Video- oder (digitalen)
Medienkunst.

Die Jury, bestehend aus Carola Dertnig, Vanessa Joan Müller, Peter
Noever, Constanze Ruhm und Gabriele Schor, begründete ihre
Entscheidung so: "Die filmischen und filmisch-performativen Arbeiten
von Cana Bilir-Meier bewegen sich an den Schnittstellen von
Archivarbeit, Textproduktion, historischen Recherchen und
zeitgenössischer Medienreflexivität oder auch -archäologie. Sie
verweben so auf kritische, aber auch auf poetische Weise private
Archive mit historischen und zeitgenössischen politischen Prozessen
und ihren Abbildern in den Medien. Die künstlerische Reife des Werks,
die Entschlossenheit, eine politische und gesellschaftliche, nicht
zuletzt feministische Position zu beziehen, die allen Werken von Cana
Bilir-Meier grundlegend ist, aber auch die Nachdenklichkeit, mit der
die eigenen Positionen immer wieder aufs Neue befragt werden, haben
die Jury überzeugt."

Die 1986 in München geborene und in Wien und Istanbul arbeitende
Preisträgerin studiert Kunst und Digitale Medien bei Constanze Ruhm.
Cana Bilir-Meier ist Stipendiatin des Projekts "kültür gemma!", ihre
Filme wurden bereits beim Ankara Film Festival, im Mumok, bei der
Grazer Diagonale und im urban-research-on-film-Festival gezeigt.
Einige ihrer Arbeiten werden noch bis zum 17. April in der Aula der
Akademie der bildenden Künste Wien zu sehen sein.

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