• 13.04.2016, 10:00:02
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  • OTS0052 OTW0052

2015 positives Jahresergebnis von 5,2 Mrd EUR für Kreditinstitute

Konsolidierte Ertragslage der in Österreich meldepflichtigen Kreditinstitute im Jahr 2015

Utl.: Konsolidierte Ertragslage der in Österreich meldepflichtigen
Kreditinstitute im Jahr 2015 =

Wien (OTS) - Im Jahr 2015 erzielten die österreichischen
Kreditinstitute ein positives konsolidiertes Jahresergebnis in Höhe
von 5,2 Mrd EUR. Somit verbesserte es sich verglichen mit dem
Jahresergebnis 2014 (623,1 Mio EUR) um 4,6 Mrd EUR. Das Jahr 2014 war
allerdings von hohen Wertminderungen von Firmenwerten und anderen
immateriellen Vermögenswerten sowie von hohen Risikovorsorgen im
Kreditgeschäft zweier Großbanken maßgeblich beeinflusst gewesen.
Zudem wurde 2015 aufgrund von außerhalb der ordentlichen
Geschäftstätigkeit liegenden Einmaleffekten ein deutlich höherer
sonstiger Saldo ausgewiesen.

Die konsolidierten Betriebserträge (ohne Risikovorsorgen) der
österreichischen Kreditinstitute betrugen im Jahr 2015 28,1 Mrd EUR
und lagen somit um 2,3 % unter dem Wert der Vergleichsperiode 2014.

Starke Veränderungen gab es vor allem beim Nettozinsergebnis,das
als wichtigste Ertragskomponente der österreichischen Kreditinstitute
verglichen mit dem Jahr 2014 einen Rückgang um 5,2 % auf 18,3 Mrd EUR
verzeichnete. Negativ auf die Betriebserträge wirkten sich auch die
um 33,6 % auf 619,7 Mio EUR gesunkenen Dividenden und anderen
Beteiligungserträge aus.
Dementgegen steht die Verbesserung des sonstigen betrieblichen
Ergebnisses um 94,9 % auf -34,8 Mio EUR. In der Vergleichsperiode
2014 waren nämlich noch stärkere Belastungen im Zusammenhang mit dem
ungarischen Konsumentenkreditgesetz zur Zwangskonvertierung von
Fremdwährungskrediten enthalten gewesen.
Weitgehend stabil geblieben sind das Provisionsergebnis in Höhe von
7,7 Mrd EUR (-0,1 %) sowie der Handelserfolg in Höhe von 1,4 Mrd EUR
(+2,6 %).

Trotz der gesunkenen Betriebserträge wies das konsolidierte
Betriebsergebnis (ohne Risikovorsorgen) einen Anstieg um 18,9 % auf
10,5 Mrd EUR aus.

Deutlich positiv auf das Betriebsergebnis wirkten sich die um
52,2 % auf 1,8 Mrd EUR gesunkenen Abschreibungen von
Vermögenswerten(1) aus. Die Vergleichsperiode 2014 war von den hohen
Sonderbelastungen zweier Banken im Zusammenhang mit Wertminderungen
von Firmenwerten und anderen immateriellen Vermögenswerten in
Rumänien bzw. in Russland und Polen geprägt gewesen. Zudem
verringerten sich im Jahr 2015 die Verwaltungsaufwendungen aufgrund
der zurückgegangenen Personalaufwendungen um insgesamt 2,0 % auf
15,8 Mrd EUR.

Insgesamt erzielten die österreichischen Kreditinstitute damit ein
positives konsolidiertes Jahresergebnis nach Steuern und
Minderheitenanteilen in Höhe von 5,2 Mrd EUR. Dies entspricht einer
Verbesserung um 4,6 Mrd EUR gegenüber der Vergleichsperiode 2014.

Hohe Rückgänge zeigten sich bei den Risikovorsorgen im
Kreditgeschäft, die um 36,2 % auf 4,0 Mrd EUR sanken. Allerdings
waren die Werte der Vergleichsperiode 2014 erneut maßgeblich von zwei
Banken beeinflusst gewesen, die insbesondere hohe
Rückstellungsdotierungen für das Kreditgeschäft in Rumänien bzw. der
Ukraine vorgenommen hatten. Ergebnisverbessernd wirkte sich auch der
stark gestiegene sonstige Saldo in Höhe von 2,0 Mrd EUR aus. Dies ist
zum einen auf die darin enthaltenen deutlich höheren
Beteiligungserträge in Höhe von 857,8 Mio EUR und zum anderen auf
Einmaleffekte zurückzuführen, die nicht der ordentlichen
Geschäftstätigkeit zuzuordnen sind.

Demgegenüber standen die um 171,2 % gestiegenen Verluste aus
aufgegebenen Geschäftsbereichen in Höhe von 485,3 Mio EUR sowie die
um 350,4 % auf 708,2 Mio EUR erhöhten Minderheitenanteile.

Hinweis:
Das angeführte konsolidierte Jahresergebnis nach Steuern und
Minderheitenanteilen des Jahres 2015 in Höhe von 5,2 Mrd EUR basiert
auf den zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der Presseaussendung
vorliegenden aufsichtsstatistischen Meldedaten. Aus dem Vergleich zu
den vom Bankprüfer geprüften IFRS-Jahresabschlüssen, die zum
aktuellen Zeitpunkt erst vereinzelt vorliegen, können sich noch
Änderungen ergeben. Ein Hinweis auf die geprüften Daten des Jahres
2015 wird im Rahmen einer geplanten Presseaussendung mit Daten zum 1.
Halbjahr 2016 erfolgen.

(1):Diese Position beinhaltet Abschreibungen und Wertminderungen von
immateriellen Vermögenswerten (inkl. Firmenwerte), Sachanlagen, als
Finanzinvestition gehaltenen Immobilien und Beteiligungen.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | ONB

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