• 12.04.2016, 22:00:01
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Neues Volksblatt: "Diktum der Quote" von Markus EBERT

Ausgabe vom 13. April 2016

Utl.: Ausgabe vom 13. April 2016 =

Linz (OTS) - Noch-Innenministerin Johanna Mikl-Leitner hat gestern,
angesprochen darauf, dass künftig eine Frau weniger in der
Bundesregierung sitzt, gemeint: „Dafür kommt eine hinzu in
Niederösterreich“. Und zudem gehe es „in erster Linie um Kompetenz“,
die Frage nach dem Geschlecht eines Regierungsmitgliedes sei nicht
ausschlaggebend.
Mit Blickwinkel auf künftige personelle Wechsel in politischen
Spitzenämtern sollte man sich diese Aussagen zu Herzen nehmen. Denn
derzeit ist die Geschlechter-Debatte eben mehr von der Frage der
Parität als jener der Qualifikation geprägt, was mitunter auch
skurrile Blüten treibt. Denn wenn etwa die oberösterreichische
SPÖ-Frauenchefin kritisiert, dass eine Frau nicht mit einer Frau
nachbesetzt wird, vergisst sie, dass ihre Partei den einzigen
Landesregierungssessel mit einem Mann besetzt hat und dass ihr Chef
im Landtagsklub auch ein Mann ist. Doch das nur nebenbei.
Natürlich macht die repräsentative Teilhabe der Frauen an den
maßgeblichen politischen Funktion gesellschaftspolitischen Sinn.
Aber, und zum Glück hat das mit Mikl-Leitner eine Frau gesagt, es
geht auch um Kompetenz. Unabhängig vom Geschlecht nach dem oder der
Bestgeeigneten für einen Polit-Job zu suchen sollte das Ziel sein und
nicht das Diktum der Quote. Immerhin wählen ja auch nicht alle Frauen
eine Frau, wie die Bundespräsidentenwahl auch wieder beweisen wird.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NVB

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