- 11.04.2016, 19:52:33
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Neues Volksblatt: "Zusammenhalt" (von Markus Ebert)
Ausgabe vom 12. April 2016
Utl.: Ausgabe vom 12. April 2016 =
Linz (OTS) - Als Vater von sechs Kinder weiß Andreas Khol vermutlich
sehr gut, dass ein innerfamiliärer Meinungsbildungsprozess manchmal
keine einfache Sache ist. Aber, auch wenn unterschiedliche Meinungen
nicht immer auf einen gemeinsamen Nenner gebracht werden können:
Familie bleibt Familie. Wenn es ans Eingemachte geht, wird
zusammengehalten.
Das darf sich Khol in der heißen Phase des
Präsidentschaftswahlkampfes auch von der ÖVP-Familie erwarten. Und er
darf sich von seiner eigenen Gesinnungsgemeinschaft auch erwarten,
dass die nunmehrige Personalrochade zwischen Wiener Innenministerium
und St. Pöltner Landhaus nicht auch noch für innerparteiliche
Ränkespiele genützt wird. Es genügt zu wissen, dass man in der ÖVP
die Kunst der hingebungsvollen Selbstzerfleischung beherrscht, dafür
einmal mehr den Beweis anzutreten, ist überflüssig.
Beweisen sollte die Bundes-ÖVP vielmehr, dass sie die treibende Kraft
der Koalition sein will — was sie in der Asylfrage ja auch vorgemacht
hat. Die für Österreich relevante politische Arbeit hat die Regierung
zu erledigen, und da gibt es, wie man weiß, viel zu tun.
Arbeitslosigkeit, Staatsfinanzen, Pensionen, Bildung, Deregulierung —
um nur ein paar Beispiele zu nennen — sind die wirklichen
Herausforderungen, bei denen es Druck auf zu bauen gilt. Und zwar auf
die SPÖ — und dafür braucht es den innerparteilichen Zusammenhalt.
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