• 07.04.2016, 08:45:15
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MedAustron kooperiert mit US-Zentrum ProCure

Wiener Neustadt (OTS) - MedAustron und das US-amerikanische
Protonentherapiezentrum ProCure haben eine Kooperation über die
Weiterbildung von Ärzten und Medizinphysikern geschlossen. Die
heimischen Experten können ihren Kollegen bei ProCure im täglichen
Patientenbetrieb über die Schultern schauen und wertvolles Wissen
mitnehmen.

Das ProCure Zentrum in New Jersey an der US-amerikanischen Ostküste
behandelt Krebspatienten bereits seit 2012 erfolgreich mit der
Protonentherapie. Rund 2.000 Patienten haben dort bereits von dieser
innovativen Methode der Strahlentherapie profitiert. MedAustron wird
heuer seinen Betrieb aufnehmen und zunächst ebenfalls mit
Protonen-Strahlen Tumorerkrankungen behandeln. Nun haben die beiden
Zentren eine Kooperation geschlossen: Diese ermöglicht es den
Spezialisten von MedAustron, am Patientenbetrieb bei ProCure
teilzunehmen und aus der klinischen Routine erfahrener Kollegen zu
lernen. Strahlentherapeuten und Medizinphysiker (jene Experten, die
Bestrahlungspläne berechnen) von MedAustron begleiten ihre
Fachkollegen bei der täglichen Arbeit.

„Ich freue mich sehr, dass ProCure unseren Kollegen diese
Gastaufenthalte ermöglicht. Besonders jetzt in unserer Aufbauphase
ist es extrem wertvoll für unsere Ärzte und Medizinphysiker, in einen
etablierten Patientenbetrieb an einem Protonentherapiezentrum eng
eingebunden zu werden. Aber auch später, wenn wir selbst Patienten
behandeln, kann man aus so einem Besuch frische Impulse für die
eigene Arbeit mitbringen“, meint der medizinische Direktor von
MedAustron, Prof. Dr. Eugen B. Hug, zur neuen Kooperation. Er selbst
war zuletzt einige Jahre bei ProCure als medizinischer Leiter tätig.

Der leitende Medizinphysiker bei MedAustron, Priv.-Doz. DI Markus
Stock, PhD, war der erste, der den Kollegen in Übersee einige Tage
über die Schulter sehen durfte: „Ich konnte sehr viel aus dem Besuch
mitnehmen. Die Kollegen bei ProCure haben mich nicht nur an allen
Arbeitsabläufen teilhaben lassen, sondern sich auch die Zeit
genommen, Fragestellungen aus meinem eigenen Berufsalltag zu
diskutieren.“

Die Ionen- oder auch Partikeltherapie ist eine vergleichsweise junge
Methode auf dem Gebiet der Strahlentherapie, die Vernetzung der
Zentren untereinander daher besonders wichtig für ihre
Weiterentwicklung. MedAustron pflegt seit jeher enge Beziehungen zu
anderen Ionentherapie-Einrichtungen, aber auch zu allen heimischen
Kliniken, an denen die „konventionelle“ Strahlentherapie angeboten
wird. Radioonkologen, Radiologen und Medizinphysiker profitieren in
Aus- und Weiterbildung von der Zusammenarbeit, was nicht zuletzt
natürlich für die Patientinnen und Patienten von Vorteil ist.

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