• 28.03.2016, 22:00:01
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Neues Volksblatt: "Zeichen setzen" von Markus EBERT

Ausgabe vom 29. März 2016

Utl.: Ausgabe vom 29. März 2016 =

Linz (OTS) - „Im Iran hatte ich circa 1300 Euro monatliches Einkommen
und ein Haus. Ich habe geglaubt, in Europa ist das Leben viel besser,
aber es stimmt nicht“. Und, so ein 40-jährige Iraner gegenüber der
„Presse am Sonntag“ weiter: „Ich habe nie gehungert im Iran. Aber ich
wollte nach Europa kommen, um noch besser zu leben“.
Nach drei Monaten in Österreich kehrt der als Asylwerber ins Land
gekommene Iraner nun, unterstützt vom Verein Menschenrechte
Österreich, wieder in seine Heimat zurück.
Der Mann ist, wie Berichte der letzten Zeit zeigen, nicht der
einzige, der sich unter völlig falschen Vorstellungen auf nach Europa
gemacht hat. In Pakistan etwa werben Schlepper mit Videos über das
vermeintlich gute Leben Flüchtlinge an — und bis zu einem gewissen
Grad haben sie auch Recht. Unser soziales Netz erlaubt ein Leben, das
offenbar die Strapazen, Risiken und auch Kosten einer Flucht lohnt.
Die Salzburger Nachrichten berichteten jüngst von einem frustierten
Innviertler, der jungen Syrern Deutschunterricht gab. Kaum hatten sie
den Asylbescheid, machte sich der Großteil nach Wien auf, um dort,
„so wie unsere Freunde“ spazieren zu gehen. Man mag dagegenhalten,
dass das alles immer noch Einzelfälle seien. Aber klar ist auch: Man
muss — etwa durch Maßnahmen bei der Mindestsicherung — auch Zeichen
setzen, dass es das Geld nicht einfach vom Himmel regnet.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NVB

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