VGT-Pressekonferenz in Salzburg: Eingabe an Landesrat für Verbot der Gatterjagd

Jagdgatter Mayr-Melnhof ist Wildschweinzucht mit 50-100 facher Besatzdichte im Vergleich zum natürlichen Besatz – Ziel: Umwidmung zu Fleischgatter oder Fütterungsende und Grünbrücken

Wien (OTS) - In Salzburg gibt es noch 3 Jagdgatter. Zusammen mit Wien,
Niederösterreich und dem Burgenland ist Salzburg eines
von nur noch 4 Bundesländern in Österreich, in denen die Gatterjagd nicht verboten ist. Während aber in Wien und
dem Burgenland gerade entsprechende Reformen der
Jagdgesetze erarbeitet werden, und in Niederösterreich
die Verhandlungen im Mai beginnen, ist in Salzburg
momentan noch kein Ende der Gatterjagd absehbar. Deshalb
brachte der VGT einen Vorschlag zur Änderung des
Jagdgesetzes ein, der sowohl ein Verbot der Gatterjagd als
auch ein Verbot des Aussetzens gezüchteter Tiere zur Jagd
umfasst. In einer Pressekonferenz präsentierte der
VGT-Obmann heute die Vorstellungen des Tierschutzvereins:

-) Detailinformationen zur Pressekonferenz: Download als
pdf, 49,7 KB:
www.vgt.at/presse/news/2016/20160321PKJagdGatterjagdverbotSalzburg.pd f

-) Zusammenfassung des Gutachtens von Dr. Karoline
Schmidt: Download als pdf, 54,1 KB:
www.vgt.at/presse/news/2016/GutachtenSchmidtZusammenfassung.pdf

-) Zusammenfassung des Gutachtens von Univ.-Prof. Stefan
Hammer: Download als pdf, 64,7 KB:
http://www.vgt.at/presse/news/2016/GutachtenHammerZusammenfassung.pdf

-) Eingabe von DDr. Martin Balluch - Vorschlag für eine
Änderung des Salzburger Jagdgesetzes: Download als pdf,
110,2 KB:
www.vgt.at/presse/news/2016/EingabeJagdgesetzZuchttiereSalzburg.pdf

-) Beilage - Fotos zur Gatterjagd in Salzburg: Download
als pdf, 12 MB: http://www.ots.at/redirect/jagdverbot

-) Beilage - Fotos von Fasan- und Stockentenzucht:
Download als pdf, 36 MB: http://www.ots.at/redirect/zuchtjagdverbot

Vor den Treibjagdterminen leben im Mayr-Melnhof Jagdgatter
nach den veröffentlichten Zahlen vermutlich etwa 600
Wildschweine, d.i. eine 50-100 fache Besatzdichte im
Vergleich zu einer natürlichen Population im selben
Areal. Das Mayr-Melnhof Jagdgatter ist also eine
Wildschweinhaltung und -zucht. Treibjagden auf
Hausschweine, Rinder oder Schafe wären verboten, in der Freilandhaltung gilt das Tierschutzrecht, die Tötung muss
nach veterinärrechtlichen Vorschriften durchgeführt
werden. Warum sollte gerade die Treibjagd auf Wildschweine
in der Freilandhaltung erlaubt sein? Deshalb schlägt der
VGT eine Umwidmung des Gatters vor. Entweder es wird zum
sogenannten Wildtierzuchtgatter für Fleischgewinnung nach
dem Tierschutzrecht aber ohne Jagd, oder der Besatz wird
reduziert, die Fütterungen letztlich eingestellt und
Grünbrücken gebaut bzw. der Gatterzaun entfernt, nach
dem Vorbild des Lainzer Tiergartens in Wien.

VGT-Obmann Martin Balluch dazu: „Das Gatter Mayr-Melnhof
ist ein Jagdgatter, dort schießen Jagdgäste für Geld
auf gefangene Tiere. Wie man es dreht und wendet, dieses
Faktum bleibt bestehen und ist mit einem zeitgemäßen
Tierschutz unvereinbar. Wir sind jederzeit zu Gesprächen
über eine Zukunft dieses Gatters und eine gesetzliche
Änderung bereit. Was beim Lainzer Tiergarten in Wien
gelungen ist, kann auch im Mayr-Melnhof Gatter in Salzburg glücken!“

Rückfragen & Kontakt:

VGT - Verein gegen Tierfabriken
DDr. Martin Balluch
Kampagnenleitung
01/929 14 98
medien@vgt.at
http://vgt.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VGT0001