- 18.03.2016, 10:26:38
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FHP-Delegation zum "Tag des Waldes" bei Bundespräsident Fischer
Eiche ist Baum des Jahres 2016

Utl.: Eiche ist Baum des Jahres 2016 =
Wien (OTS) - Am 21. März findet alljährlich der "Tag des Waldes"
statt. Aus diesem Anlass empfing Bundespräsident Heinz Fischer
gestern eine Abordnung der österreichischen Forst- und Holzwirtschaft
und nahm ein "Eichenpaket" in Empfang. Die Eiche ist nämlich der
"Baum des Jahres 2016". Die Delegation, bestehend aus Vertretern des
Kooperationsabkommens FHP (Forst Holz Papier) nutzte auch die
Gelegenheit, mit dem Bundespräsidenten aktuelle Fragen der Forst- und
Holzwirtschaft zu besprechen. Dabei ging es etwa um die vielfältigen
Ansprüche der Gesellschaft an den Wald, um die konkreten Konsequenzen
der Außernutzungstellung von Flächen, weiters um die aktuelle
Mountainbike-Diskussion, aber auch um die Bedeutung des heimischen
Holzbaus im nationalen und internationalen Umfeld sowie um die
wirtschaftliche Bedeutung dieses Sektors insgesamt. Der
Bundespräsident erwies sich in dem Gespräch als großer Freund des
Waldes und Naturliebhaber.
Eiche ist ein "Klimawunder"
Der Baum des Jahres 2016, die Eiche, stammt aus der Familie der
Buchengewächse und kann ein Alter von bis zu 1.000 Jahren erreichen.
Eigen sind dem Baum die gelappten und rund gesägten Blätter an kurzen
Stielen, aber auch die mächtige Krone, die tiefgefurchte Rinde und
das unverwüstliche Holz. Die in Mitteleuropa verbreitetsten Arten
sind die Stieleiche (Quercus robur) und die Traubeneiche (Quercus
petracea). Die Eiche gilt als regelrechtes "Klimawunder". Sie ist in
hohem Maße in der Lage, sich flexibel auf veränderte
Umweltbedingungen und extreme Trockenperioden einzustellen und diese
gut zu überstehen. Besonders in Zeiten des Klimawandels erhält sie
damit eine große Bedeutung.
Die Eiche liefert auch einen unverzichtbaren Rohstoff für Winzer,
Schiffs- und Möbelbauer. Eichenholz ist in seiner Widerstandskraft
unerreicht und im Vergleich zu anderen einheimischen Hölzern bis
heute ohne Konkurrenz. Die Hersteller von Whisky- und Sherryfässern
setzen ebenfalls auf dieses Holz. Auch Winzer bauen ihre edlen Weine
in Eichenfässern aus. Für andere Produkte wie etwa Essig gelingt die
Kunst der Lagerung besonders gut in Eiche. Auch für den Haus- und
Brückenbau, das Müllereigewerbe, die Gerberei und andere
Handwerksberufe ist die Eiche die meistverwendete Holzart.
Begehrtes Nahrungsmittel
Wegen ihres hohen Nährwertes wird die Eichel zur Schweinemast und
zur Wildfütterung verwendet. Die Nussfrucht reift ein bis zwei Jahre
lang in einer becherartigen Hülle. Die Früchte der Steineiche gelten
als erste und ursprünglichste Nahrung der Menschen. Später begann man
die Eichel zu mälzen und daraus Eichelkaffee herzustellen. Eichelmehl
wiederum spielte eine wichtige Rolle auf dem Speisezettel der
Germanen. In Russland wurde noch während des ersten Weltkrieges aus
Eichelmehl ein amtlich geprüftes "Hungerbrot" gebacken.
Heiliger Baum
Von Hethitern, Persern, Griechen, Römern und auch anderen Kulturen
sind uns Eichenkulte bekannt. Die Eiche steht dabei als Symbol für
Kraft, Willensstärke und die Wahrheit. Im Alten Testament taucht sie
mehrmals als Orakelbaum auf. Die Druiden als geistige Führer der
Kelten bestiegen einmal im Jahr die heiligen Eichen, um die
Eichelmisteln abzuschneiden. Als Überbleibsel dieses alten Kultes hat
die Verwendung von Mistelzweigen als Weihnachtsschmuck besonders im
angelsächsischen Raum überlebt.
Einzigartige Branchenplattform
Das Kooperationsabkommen FHP (Forst Holz Papier) repräsentiert
300.000 Arbeitsplätze und 172.000 Familienunternehmen. Mit einem
Produktionswert von 12 Mrd. Euro und einem Exportüberschuss von 3,5
Mrd. Euro ist der Holzsektor die zweitwichtigste Wirtschaftsbranche
in Österreich. FHP ist als nationale Branchenplattform in Europa
einzigartig.
(Schluss)
Bildtext:
FHP-Delegation beim Bundespräsidenten
v.l.n.r.: Karoline Trinks (Land&ForstBetriebe Österreich), Paul Lang
(Vizepräsident des Waldverbandes Österreich) Herbert Jöbstl
(Vorsitzender der Sägeindustrie), Bundespräsident Heinz Fischer,
Felix Montecuccoli (Präsident der Land&ForstBetriebe) und Hermine
Hackl (Generalsekretärin des Kooperationsabkommens Forst Holz
Papier).
Bildautor: Carina Karlovits/HBF
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