• 18.03.2016, 08:56:47
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Umweltdachverband: Paukenschlag in Sachen Natura 2000 – EU-Kommission sagt Bewertungsseminar ab!

- Bundesländer haben Forderungen der Europäischen Kommission unzureichend erfüllt

Utl.: - Bundesländer haben Forderungen der Europäischen Kommission
unzureichend erfüllt =

Wien (OTS) - Weitere Verzögerungen im Natura 2000-Ausweisungsprozess
drohen
- Appell an die Bundesländer: Nachnominierungen vornehmen –
Datenqualität sicherstellen!

Mit dem Ablaufen der Frist zur Nachnominierung Ende Dezember 2015
wurde die Meldung weiterer Natura 2000-Gebiete für wertvolle Habitate
und Lebensräume durch die Bundesländer mit Spannung erwartet. Seit
dem letzten Bewertungsseminar im März 2015 kamen schlussendlich 55
neue Gebiete aus Oberösterreich, Salzburg, Vorarlberg, der
Steiermark, Kärnten, Wien und Tirol hinzu. Die neue Gebietskulisse
hätte im Rahmen eines zweiten biogeographischen Seminars mit der
EU-Kommission diskutiert und abgeschlossen werden sollen. Doch soweit
kommt es vorerst nicht: Die EU-Kommission hat das für 5. & 6. April
anberaumte Seminar 2016 nun abgesagt. Begründet wird dies mit nach
wie vor unzureichenden Nominierungen und mangelnder Datenqualität.
„Wenngleich dieser Schritt der Kommission für uns überraschend kommt,
so scheint er nicht unbegründet. Aufgrund der vorliegenden Daten
bleiben Lücken im Schutzgebietsnetzwerk, die trotz besseren Wissens
nicht geschlossen wurden. Insbesondere betrifft das Gebiete in Tirol
und der Steiermark. Wobei nach wie vor in fast jedem Bundesland der
eine oder andere Mangel festzustellen ist“, so Franz Maier, Präsident
des Umweltdachverbandes.

Verzögerungstaktik einstellen und Karten auf den Tisch legen

Die weiteren Schritte der EU-Kommission sind noch offen. Es ist zu
erwarten, dass der Druck auf die Bundesländer erhöht wird und dass
die EU-Kommission sicherstellen will, dass jeweils die österreichweit
repräsentativsten und geeignetsten Gebiete tatsächlich unter Schutz
gestellt werden. „Wir appellieren an die Bundesländer, den
Gebietsfestlegungsprozess endlich zum Abschluss zu bringen. Die noch
nicht erfolgten Nachnominierungen müssen so schnell wie möglich
erledigt werden, die ausreichende Abdeckung aller geforderten Natura
2000-Schutzgüter muss durch Offenlegung aller zugrunde liegenden
Daten sichergestellt werden. Nur so kann man sicher sein, dass der
Natura 2000-Prozess erfolgreich abgeschlossen werden kann und man
sich endlich dem Management der Gebiete widmen kann“, so Maier
abschließend.

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