• 15.03.2016, 12:32:59
  • /
  • OTS0147 OTW0147

Caritas fordert dringend humanitäre Lösung für Idomeni

Landau: „Die Zustände in Idomeni sind dramatisch. Ich appelliere an die Staatengemeinschaft und die österreichische Bundesregierung, diese Menschen nun nicht im Stich zu lassen!"

Utl.: Landau: „Die Zustände in Idomeni sind dramatisch. Ich
appelliere an die Staatengemeinschaft und die österreichische
Bundesregierung, diese Menschen nun nicht im Stich zu lassen!" =

Wien (OTS) - Fotos zum Download: http://bit.ly/1Ud3jBz

Die dramatische Lage an der Grenze in Idomeni ist eine Konsequenz der
Kursänderung der österreichischen und der europäischen Politik.
Caritas Präsident Michael Landau: „Leidtragende sind die
schutzsuchenden Menschen, die sich im Vertrauen darauf, in der EU
Aufnahme und Schutz zu finden auf den Weg gemacht haben.“ Hunderte
Menschen hatten zuletzt versucht, von Griechenland nach Mazedonien zu
kommen. „Die EU-Mitgliedstaaten und mit ihnen auch Österreich können
den Männern, Frauen und Kindern vor Ort helfen“, so Landau.
„Zumindest jenen Kindern mit ihren Müttern muss man Schutz gewähren,
deren Väter schon in einem anderen EU-Land sind und auch Familien mit
kleinen Kindern; beides aus Gründen der Humanität aber nicht zuletzt
auch angesichts des Vorrangs für das Kindeswohl im Sinne der
Kinderrechtskonvention.“

Dramatische Situation in Idomeni
Caritas Katastrophenhelfer Thomas Preindl ist seit vergangener Woche
im Einsatz in Idomeni und berichtet von 15.000 Flüchtlingen, von
denen 3.000 Menschen Großzelten untergebracht sind; pro Zelt
verbringen 500 Menschen die Nacht in langen Stockbettreihen, suchen
tagsüber Schutz vor Regen. Die Menschen müssten teilweise abwechselnd
in den Zelten schlafen, um zumindest hin und wieder eine einigermaßen
trockene Unterkunft die Nacht über zu haben; die übrigen müssten
verzweifelt Unterschlupf vor Regen und Kälte in kleinen 2- 4
Personen-Campingzelten suchen, die schlichtweg für Dauerregen und
Kälte nicht geeignet sind.
Preindl: „Die Menschen verbrennen Plastik und falls vorhanden
Brennholz - der Gestank von verbranntem Plastik ist unerträglich, es
brennen einem sehr schnell die Augen. Die hygienische Situation ist
katastrophal, die vorhandenen Container- und mobilen WCs sind nicht
ausreichend, es gibt kaum Duschen. humanitäre Katastrophe innerhalb
der Europäischen Union. Wir dürfen diese Menschen nicht im Stich
lassen!“

So hilft die Caritas
Die Caritas Österreich unterstützt die Nothilfe der griechischen
Caritas für Menschen auf der Flucht bereits seit Monaten. Insgesamt
wurden mehr als 710.000 Euro für Nothilfeaktivitäten in Idomeni, in
Athen, in Thessaloniki und auf Lesbos sowie in, Mazedonien, Serbien,
Rumänien, Ungarn, Kroatien und Slowenien zur Versorgung der Menschen
mit dem Nötigsten bereitgestellt.
Dank der österreichischen SpenderInnen kann die Caritas Österreich
schutzsuchenden Menschen in Griechenland mit Lebensmitteln,
Hygieneartikeln und medizinischer Beratung helfen und den Transport
von Hilfsgütern unterstützen.

Caritas Helfer als Interviewpartner in Idomeni
Der Tiroler Thomas Preindl, der gebürtige Oberösterreicher Wolfgang
Lindner und Jan Schulz-Weiling sind seit vergangener Woche im
Einsatz. Die Caritas Katastrophenhelfer stehen ab sofort für
Interviews zur Verfügung!

So können Sie helfen:
https://www.caritas.at/griechenland

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | OCZ

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel