• 14.03.2016, 15:45:20
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Lueger zu Kindergeldreform: Müssen noch einen Schritt weiter gehen

Papamonat muss echtes Angebot sein - kein Etikettenschwindel

Utl.: Papamonat muss echtes Angebot sein - kein Etikettenschwindel =

Wien (OTS/SK) - SPÖ-Familiensprecherin Angela Lueger hält zur Debatte
rund um den Gesetzesentwurf der Familienministerin zur
Kindergeldreform fest, dass dieser „etliche Mängel enthält und
unbedingt überarbeitet werden muss. In seiner derzeitigen Form
beinhaltet er keinerlei Kündigungsschutz für Väter, die einen
Papamonat in Anspruch nehmen wollen. Das ist nicht akzeptabel“.
Lueger unterstützt die Forderungen von Frauenministerin Gabriele
Heinisch-Hosek nach Kündigungsschutz und Krankenversicherung für
Väter im Papamonat. „Die Kindergeldreform sollte Anreize für Eltern
schaffen, sich die Kindererziehung partnerschaftlich aufzuteilen und
die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Mütter und Väter
verbessern“, betont Lueger. „Ein Papamonat ohne Kündigungsschutz,
während dem die Väter nicht automatisch krankenversichert sind,
verdient den Namen nicht. Er birgt ein zu großes Risiko, sodass er
kaum dazu dient, die Väterbeteiligung zu erhöhen“, sagt Lueger. „Wir
müssen und können bei der Kindergeldreform noch einen Schritt weiter
gehen. Das Thema ist zu wichtig für die Zukunft unserer Gesellschaft,
um Schnellschüsse abzufeuern.“ ****

Durch den Papmonat sollen junge Väter die Möglichkeit erhalten, in
den ersten vier Wochen nach der Geburt beim Kind zu sein: „Wir wissen
heute, dass diese Zeit sehr wichtig für die frühe Bindung von Vater
und Kind ist. Und es ist ein weiterer Schritt zu mehr
Gleichstellung“, hält die Familiensprecherin fest. „Die Idee, durch
eine Reform des Kindergeldes die Väterbeteiligung zu fördern, ist
richtig. Aber die Umsetzung muss stimmen“, unterstreicht Lueger. Der
Gesetzesentwurf weise zudem noch weitere Mängel auf, etwa die
geplanten Änderungen beim Wochengeld „die nichts anderes als
Kürzungen auf dem Rücken der Frauen sind“, so Lueger. Auch, dass der
Partnerschaftsbonus nicht für das einkommensabhängige Kindergeld
gelten soll, ist für Lueger „unverständlich“.

„Diese Mängel gilt es, zu beheben. Es muss darum gehen, Eltern ein
echtes Angebot zu machen, alles andere ist Etikettenschwindel“,
betont Lueger. (Schluss) sc

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