- 14.03.2016, 09:10:41
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Greenpeace: Ölpest in der Arktis wäre für OMV wirtschaftliches Fiasko
Umweltorganisation beendet Arktis-Expedition aufgrund heftiger Unwetter
Utl.: Umweltorganisation beendet Arktis-Expedition aufgrund heftiger
Unwetter =
Barentssee/Wien (OTS) - Die Umweltschutzorganisation Greenpeace
warnt den österreichischen Mineralölkonzern OMV angesichts seiner
Ölbohrungen in der Arktis vor einem wirtschaftlichen Fiasko. Denn die
Folgen einer Ölpest - aufgrund der extremen Wetterbedingungen in der
Arktis kein unwahrscheinliches Szenario - könnten der OMV teuer zu
stehen kommen.
„Die OMV spielt ein enorm riskantes Spiel mit der arktischen Umwelt
und dem eigenen wirtschaftlichen Überleben. Ein Ölunfall wäre nicht
nur ein ökologisches Desaster für die Arktis sondern auch ein
wirtschaftliches Fiasko für den Konzern“, so Lukas Meus,
Arktissprecher von Greenpeace in Österreich und Expeditionsleiter am
Greenpeace-Schiff „Arctic Sunrise“.
Die unerbittlichen Wetterbedingungen in der Arktis hat die
Greenpeace-Crew auf der „Arctic Sunrise“ am eigenen Leib zu spüren
bekommen. Nach heftigen Unwettern musste die Expedition vor dem
ursprünglich geplanten Ende abgebrochen werden. Das Schiff ist
deshalb gestern in den Hafen von Tromsø in Norwegen eingelaufen.
„Das Wetter in der Arktis ist erbarmungslos. Auch auf der ‚Arctic
Sunrise‘ war das spürbar. Doch während sich das Schiff wieder im
sicheren Hafen befindet, steht die OMV-Plattform weiterhin im hohen
Norden und bohrt unter extremen Wetterbedingungen. Ein Ölunfall kann
dabei leicht passieren“, weiß Meus.
Die finanziellen Auswirkungen einer Ölpest in der Arktis würden die
OMV vor eine unlösbare Aufgabe stellen. So musste der britische
Ölkonzern BP nach eigenen Angaben für die Havarie der Bohrinsel
Deepwater Horizon und die daraus folgende Umweltkatastrophe im Golf
von Mexiko eine Entschädigungssumme von rund 17 Milliarden Euro
zahlen. Die OMV hatte nach Umsatzeinbußen von 37 Prozent im Jahr 2015
22,5 Milliarden Euro Jahresumsatz.
„Beim aktuell niedrigen Ölpreis ist die Ölförderung in der Arktis für
die OMV schon jetzt ein finanzielles Abenteuer“, ist Meus überzeugt,
„Die Kosten einer Ölpest im sensiblen arktischen Ökosystem würden die
finanziellen Möglichkeiten des Konzerns weit übersteigen. Die OMV
muss ihre Ölbohrpläne in der Arktis zum Schutz der Umwelt aber auch
um des eigenen wirtschaftlichen Überlebens willen sofort aufgeben“,
fordert Meus abschließend.
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(© Greenpeace / Mitja Kobal)
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