- 10.03.2016, 12:36:40
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Regner: 1-Prozent-Steuern für Konzerne haben in Europa keine Zukunft
SPÖ-EU-Delegationsleiterin: Schritt für Schritt in Richtung mehr Steuergerechtigkeit
Utl.: SPÖ-EU-Delegationsleiterin: Schritt für Schritt in Richtung
mehr Steuergerechtigkeit =
Wien (OTS/SK) - „Im Kampf gegen die erlaubten Steuertricksereien von
Konzernen - auf Kosten der Bürgerinnen und Bürger - gibt es wieder
Bewegung. Die EU-Mitgliedstaaten haben sich diese Woche den
Forderungen des EU-Parlaments angeschlossen, damit multinationale
Unternehmen künftig gegenüber den Steuerbehörden offenlegen müssen,
wie viel Gewinn sie in den einzelnen Ländern machen - und wie wenig
Steuern sie dafür zahlen. Dieses Mehr an Transparenz ist ein
richtiger Schritt, viele weitere müssen aber noch folgen. Leider wird
es aber nicht - wie von uns SozialdemokratInnen gefordert - zu einer
Veröffentlichung dieser Basisdaten kommen“, erläutert
SPÖ-EU-Delegationsleiterin Evelyn Regner, Mitglied im
Steuer-Sonderausschuss TAXE des Europäischen Parlaments. Den
öffentlichen Budgets fehlen allein aufgrund der
Steuervermeidungsstrategien der Konzerne jährlich rund 50 bis 70
Milliarden Euro. ****
Im TAXE-Sonderausschuss werden nächste Woche die Untersuchungen
intensiv fortgeführt. Regner: „Montag und Dienstag werden wir uns
eingehend mit den Steuerpraxen von Steueroasen wie Liechtenstein,
Jersey, Andorra und Monaco beschäftigen. Es darf nicht sein, dass
Länder auf Kosten anderer Steuerdumping betreiben bzw. in Oasen
Gelder überhaupt verschwinden lassen. Am Dienstagnachmittag stehen
uns Europaabgeordneten dann die VertreterInnen von Apple, Google,
McDonald's und Ikea Rede und Antwort. Ich will volle Aufklärung über
die Steuerkonstruktionen und werde auch klarmachen, dass
Mini-Steuersätze von einem Prozent und weniger in Europa keine
Zukunft haben können.“ (Schluss) bj
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