Österreich ignoriert iranischen Antisemitismus

Will Bundespräsident Fischer Rohani dennoch Ende März empfangen?

Wien (OTS) - Der Iran testete gestern zwei Langstreckenraketen mit der Aufschrift "Israel muss ausgelöscht werden". Für die Österreichische Republik ist das kein Grund, den iranischen Staatspräsidenten Rohani nicht zu empfangen.

Während bei Gedenkreden gerne der Satz "Niemals wieder!" Verwendung findet, sind diese Worte schnell vergessen wenn es um den Iran geht. Dafür wird Israel selektiv bei Empfängen, unter Außerachtlassung der diplomatischen Etikette, kritisiert.

Es stellt sich die Frage, ob es sich hier nur um ökonomischen Egoismus handelt oder ob die Gründe nicht tiefer liegen.
Bewundert man vielleicht den Iran ob seines Verhandlungserfolges, der ihm nach Ablauf des geschlossenes Vertrages eine atomare Aufrüstung ermöglicht? Und wird hier nicht eine insgeheime Genugtuung ob der aggressiven Sprache gegen den jüdischen Staat deutlich?

Eine bleibende Konsequenz aus der Shoah für das jüdische Volk ist es, Drohungen immer ernst zu nehmen. "Wenn all die Reden bei Gedenkjahrestagen wie dem Novemberpogrom keine leeren Worte sein sollen, muss diese Einladung zurückgenommen werden", fordert der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, Oskar Deutsch.

Oskar Deutsch
Präsident
Israelitischen Kultusgemeinde Wien/
Israelitische Religionsgesellschaft

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Israelitische Kultusgemeinde Wien, Tel: 01 53104 - 105

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