• 09.03.2016, 15:15:22
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Gewerkschaft: ÖBB-Bildungscampus in St. Pölten ist Investition in Bahnsicherheit

vida-Hebenstreit: Optimale Voraussetzungen für einheitliche Eisenbahnausbildungsstandards wegen Wettbewerb nicht mehr wegzudenken

Utl.: vida-Hebenstreit: Optimale Voraussetzungen für einheitliche
Eisenbahnausbildungsstandards wegen Wettbewerb nicht mehr
wegzudenken =

Wien (OTS) - In der zukünftig konzentrierten Aus- und Weiterbildung
im neuen ÖBB-Bildungscampus samt neuem Lehrlingsheim in St. Pölten
(Baustart 2018) sieht der Vorsitzende des Fachbereichs Eisenbahn in
der Gewerkschaft vida, ÖBB-Konzernbetriebsratschef Roman Hebenstreit,
neben wichtigen Investitionen in Ausbildung und Arbeitsplätze auch
eine „riesige Investition in die praktische Realisierung
einheitlicher Standards und in mehr Bahnsicherheit“. Durch die
Bündelung aller eisenbahnspezifischen betrieblichen und technischen
Ausbildungen sowie Schulungen für bereits aktiv Beschäftigte und
Lehrlinge an einem Ort würden in der niederösterreichischen
Landeshauptstadt jetzt optimale Voraussetzungen für die Aneignung von
modernen und einheitlichen Ausbildungsstandards für die
Eisenbahnberufe geschaffen, freut sich Hebenstreit. Zudem würden
dadurch auch die in St. Pölten bereits vorhandenen ÖBB-Arbeitsplätze
erhalten sowie im Ausbildungsbereich neue Arbeitsplätze geschaffen
werden.++++

Die Verbesserung von Ausbildung und ihrer Standards sei im nationalen
sowie europaweiten Wettbewerb unerlässlich und werde dafür sorgen,
dass Österreich bei Innovationen im Eisenbahnbereich weiterhin an der
europäischen Spitze bestehen kann, so Hebenstreit weiter.
Gewerkschaft und Betriebsrat haben sich nicht zuletzt auch deswegen
bei der Überzeugungsarbeit für den Bau des neuen Bildungscampus
„massiv ins Zeug gelegte“, weil das Ausbildungszentrum die ideale
Ergänzung darstelle, um die im Jahr 2013 geschaffenen
Eisenbahn-Eignungs- und Prüfungsverordnung (EisbEPV) zukünftig noch
besser in der Praxis mit Leben erfüllen zu können, sagt der
vida-Gewerkschafter.

Mit dieser Verordnung wurden einheitliche Standards für alle
Eisenbahnunternehmen im Ausbildungsbereich festgelegt. Damit sind
wesentliche Berufe im Eisenbahnsektor im Sinne der Qualität und der
Sicherheit normiert. Beschäftigte von Bahnunternehmen, die eine
sicherheitsrelevante Tätigkeit ausüben, müssen dafür seit Juli 2013
durchgängig eine einheitliche Ausbildung bekommen. Bisher hatte jedes
Unternehmen eigene Ausbildungsvorschriften, die dann jeweils von der
Obersten Eisenbahnbehörde genehmigt werden mussten. „Angesichts der
europäischen Eisenbahnliberalisierung und des zunehmenden
grenzüberschreitenden Verkehrs durch Privatanbieter sind verbindliche
Standards in der Ausbildung heute nicht mehr wegzudenken. Österreich
hat diesbezüglich längst eine Vorreiterrolle eingenommen, während die
Europäische Kommission bei einheitlichen europäischen Ausbildungs-
und Sicherheitsstandards unverständlicherweise noch immer nachhinkt“,
bekräftigt Hebenstreit.

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