• 09.03.2016, 12:06:05
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ÖBB: Neuer Bildungscampus in St. Pölten

- Bündelung aller Aus- und Weiterbildungen - Neues ÖBB-Lehrlingsheim - Gesamtinvestitionen rund 80 Mio. Euro

Utl.: - Bündelung aller Aus- und Weiterbildungen
- Neues ÖBB-Lehrlingsheim
- Gesamtinvestitionen rund 80 Mio. Euro =

St Pölten/Wien (OTS) - Der ÖBB-Konzern verfolgt seit mehreren Jahren
ein Konzept zur Standortkonzentration, um die Organisationskosten zu
senken und Arbeitsabläufe effizienter zu gestalten. Deshalb werden
die Bildungseinrichtungen Lehrwerkstätte St. Pölten, Lehrlingsheim
St. Pölten und die beiden Bildungszentren Wörth und Wien gebündelt,
um neben Kosteneinsparungen auch Effizienzgewinne bei Arbeits- und
Abstimmungsprozessen zu erzielen. Gleichzeitig können Synergien
genützt und moderne, einheitliche Ausbildungsstandards angeboten
werden, die nicht nur den ÖBB-MitarbeiterInnen sondern auch allen
Eisenbahnunternehmen diskriminierungsfrei zur Verfügung stehen
werden. Als Standort ist eine Fläche auf dem Areal der Technischen
Services St. Pölten vorgesehen. Mit der Realisierung des
Bildungscampus gehen auch ein Neubau des Lehrlingsheims sowie eine
Optimierung der Arbeitsabläufe und Flächen (Verlagerung sowie Neubau
von Gebäuden) im TS-Werk St. Pölten einher. Am Standort des
Bildungszentrums Wörth ergibt sich die Möglichkeit, die frei werdende
Fläche einer der Stadtentwicklung vorgesehenen Verwertung zuführen zu
können. Heute wurde dieses Projekt von ÖBB-Vorstandsvorsitzenden
Christian Kern gemeinsam mit Bundesminister Gerald Klug, Landesrat
Karl Wilfing und St. Pöltens Bürgermeister Matthias Stadler
vorgestellt.

Bundesminister Gerald Klug: „Mit dem ÖBB-Bildungscampus bündeln wir
alle für die Bahn wichtigen Ausbildungen an einer Stelle. Wir
investieren 80 Millionen Euro und schaffen so das modernste
Ausbildungszentrum in ganz Europa. Damit bereitet die ÖBB ihre
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf neue Herausforderungen am
Arbeitsplatz vor und bildet Fachkräfte für die österreichische
Wirtschaft aus.“

„Unser Ziel ist es zu den Top 10-Arbeitgebern Österreichs zu zählen.
Mit dem Konzept, unsere Ausbildungsaktivitäten an einem Standort zu
konzentrieren, setzen wir dafür einen wichtigen Schritt. Am neuen
Bildungscampus in St. Pölten schaffen wir modernste und innovative
Ausbildungsstandards, um bestmöglich für neue Anforderungen, wie z.B.
die Digitalisierung im Eisenbahnwesen gerüstet zu sein“, sagt
ÖBB-Chef Christian Kern.

“Niederösterreich ist ein attraktiver Standort für Unternehmen, wie
auch der Rekord an Betriebsansiedlungen und -erweiterungen im
vergangenen Jahr zeigt. Um für Unternehmen attraktiv zu sein, braucht
es auch gut ausgebildete Fachkräfte. Hier hat Niederösterreich viele
Initiativen gestartet – nicht zuletzt auch im Bereich des
lebenslangen Lernens und in der Erwachsenenbildung. Der neue
Bildungscampus der ÖBB wird die Qualität in der Ausbildung weiter
heben“, freut sich Verkehrslandesrat Karl Wilfing.

Bürgermeister Mag. Matthias Stadler betont die Bedeutung für die
niederösterreichische Landeshauptstadt: „Der neue ÖBB-Campus ist eine
historische Weichenstellung für den Bildungsstandort St. Pölten. Das
vielfältige Bildungsangebot in der Stadt wird damit beträchtlich
erweitert. Der gesamte niederösterreichische Zentralraum profitiert
davon. Die Investitionen sind zudem ein wichtiger Impuls für die
Wirtschaft. Arbeitsplätze werden gesichert und neue geschaffen. Die
Entscheidung den ÖBB-Bildungscampus hier zu errichten bestätigt
einmal mehr die hohe Qualität des Standortes St. Pölten.“

Modernste Ausbildungsstandards für die besten Köpfe

Die ÖBB haben es sich zum Ziel gesetzt zu den Top-10 Arbeitgebern
Österreich zu zählen. Dazu sind modernste Ausbildungsstandards und
-methoden wichtig, um mit den besten Köpfen fit für die Zukunft der
Bahn zu sein. Mit dem geplanten ÖBB-Bildungscampus in St. Pölten wird
der Konzern alle eisenbahnspezifischen betrieblichen und technischen
Ausbildungen sowie Schulungen an einem neuen modernen Standort
bündeln. Der Campus wird höchste Ausbildungsqualität und einheitliche
Ausbildungsstandards für erwachsene Mitarbeiter und auch für
ÖBB-Lehrlinge bieten. Beide Bildungsstätten werden aber weiterhin
getrennt geführt, da für Jugendliche andere (jugend)rechtliche
Bestimmungen gelten als für Erwachsene. Allgemeine Bereiche wie
Küche, Restaurant, Sporteinrichtungen und Veranstaltungsräume können
selbstverständlich gemeinsam genutzt werden, was eine entsprechende
Flächenersparnis und Reduktion der Betriebskosten bringt. Der Start
für den Bau ist für 2017 geplant, die Fertigstellung des gesamten
Bildungscampus für 2020/2021.

Neustrukturierung ÖBB-Technische Services Werk St. Pölten

Am Gelände, wo ab 2018 der Bildungscampus entstehen wird, werden
durch ÖBB-Technische Services zurzeit Dieseltriebwagen, -lokomotiven
und -komponenten aufgearbeitet. In der derzeit projektierten Variante
bleiben diese Arbeitsplätze am TS-Standort St. Pölten erhalten und
werden innerhalb des restlichen Werksgeländes durch Optimierung
bestehender Flächen bzw. Neubau einzelner Gebäude verlagert. Die
aktuell in St. Pölten behandelten Produkte, wie Instandhaltung von
Nahverkehrs-Reisezugwagen, Dieseltriebwagen, -lokomotiven und
-komponenten sowie Reparatur von Unfallfahrzeugen bleiben ebenfalls
in St. Pölten erhalten. Der Umbau am Standort St. Pölten wird nach
Abstimmung des Bauphasenplans im Laufe des Jahres 2016 beginnen,
damit die neuen Produktionsstätten rechtzeitig vor Beginn der
Bauarbeiten für den Bildungscampus fertiggestellt und in Betrieb
genommen werden können.

Projektkosten

Die gesamten Projektkosten belaufen sich auf mehr als 80 Mio. Euro,
davon
• Bildungscampus: 50 Mio. Euro
• ÖBB-Lehrlingsheim: 7,2 Mio. Euro
• Maßnahmen von ÖBB-Technische Services: 23 Mio. Euro

ÖBB: Österreichs größter Mobilitätsdienstleister

Als umfassender Mobilitätsdienstleister bringt der ÖBB-Konzern
jährlich 466 Mio. Fahrgäste und 111,7 Mio. Tonnen Güter
umweltfreundlich ans Ziel. 92 Prozent des Bahnstroms stammen aus
erneuerbaren Energieträgern, zu 90 Prozent aus Wasserkraft. Die ÖBB
gehörten 2015 mit 96,3 Prozent Pünktlichkeit zu den pünktlichsten
Bahnen Europas. Konzernweit sorgen 39.481 MitarbeiterInnen bei Bahn
und Bus (zusätzlich 1.724 Lehrlinge) dafür, dass täglich rund 1,3
Mio. Reisende sicher an ihr Ziel kommen. Strategische
Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.

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