- 08.03.2016, 13:16:36
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Greenpeace begrüßt Verschiebung der Entscheidung über Glyphosat-Neuzulassung
Minister Rupprechter soll Position überdenken und sich gegen Neuzulassung einsetzen
Utl.: Minister Rupprechter soll Position überdenken und sich gegen
Neuzulassung einsetzen =
Brüssel/Wien (OTS) - Nach viel Widerstand seitens Greenpeace und
anderer Umweltschutzorganisationen wurde die für heute geplante
Entscheidung der EU-Mitgliedsstaaten über die Wiederzulassung des
Unkrautvernichters Glyphosat verschoben. Greenpeace begrüßt diesen
Schritt und fordert Umwelt- und Landwirtschaftsminister Andrä
Rupprechter dazu auf, jetzt Verantwortung zu übernehmen und sich die
gegen die Neuzulassung des Herbizids einzusetzen.
„Minister Rupprechter darf sich bei der Debatte um die Neuzulassung
des umstrittenen Unkrautvernichters Glyphosat nicht aus der
Verantwortung nehmen“, betont Sebastian Theissing,
Landwirtschaftssprecher bei Greenpeace in Österreich. Rupprechter
hatte am Dienstag vor dem Ministerrat erklärt, er verlasse sich bei
der Frage der Zulassungsverlängerung "auf das Urteil der Experten"
der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES). Auch
Greenpeace hält eine wissenschaftliche Fundierung für wichtig, die
Bewertung des Wirkstoffes erfolgte allerdings weitgehend auf Basis
unveröffentlichter Industriestudien und kommt zu dem Schluss, dass
Glyphosat unbedenklich sei. „Laut Weltgesundheitsorganisation WHO ist
Glyphosat für den Menschen jedoch wahrscheinlich krebserregend.
Solang diese gesundheitlichen Bedenken nicht ausgeräumt sind, muss
sich der Minister im Sinne des Vorsorgeprinzips für den Schutz der
öffentlichen Gesundheit einsetzen und sich daher klar gegen eine
Neuzulassung aussprechen. Italien und Frankreich tun das bereits“,
sagt Theissing.
„Es wäre außerdem wenig überraschend, wenn die Pläne zur Verlängerung
der Glyphosat-Zulassung auch mit TTIP zusammenhängen. Schon mehrfach
hat die EU aus Rücksicht auf die Abkommensverhandlungen auf wichtige
Maßnahmen zum Schutz von Mensch und Umwelt verzichtet oder sie
verzögert, zugunsten der Interessen von Konzernen,“ so Theissing
abschließend.
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