- 08.03.2016, 13:16:31
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FPÖ-Neubauer fordert Anwendungsbeschränkung bzw. Verbot von Glyphosat
MEP Harald Vilimsky spricht sich gegen Wiedergenehmigung von Glyphosat auf EU-Ebene aus
Utl.: MEP Harald Vilimsky spricht sich gegen Wiedergenehmigung von
Glyphosat auf EU-Ebene aus =
Wien (OTS) - „Es ist mehr als unverantwortlich, ohne genaue Kenntnis
der möglichen Auswirkungen des Teufelszeugs Glyphosat dessen
Zulassung zu verlängern. Glyphosat ist seit Jahren weltweit einer der
bedeutendsten Inhaltsstoffe von Pestiziden. Im Jahr 2015 stufte die
Krebsforschungsagentur der WHO, die IARC (International Agency for
Research on Cancer), die Chemikalie als krebserregend für den
Menschen ein. Obwohl das Inverkehrbringen von Pflanzenschutzmitteln
mit dem Wirkstoff Glyphosat hinsichtlich der Indikation „Sikkation“
in Österreich verboten ist, sofern das Erntegut für Lebens- oder
Futtermittelzwecke bestimmt ist, finden sich Rückstände des Pestizids
in Lebensmitteln und schließlich im Urin der Menschen“, so der
freiheitliche Nationalratsabgeordnete Werner Neubauer, der auch
Mitglied im Umweltausschuss ist.
In Österreich ist der Wirkstoff Glyphosat derzeit bloß als „schwer
augenschädigend“ (Kategorie 1, H318) und als „chronisch
gewässergefährdend“ (Kategorie 2, H411) zu kennzeichnen. Über die
weitergehenden umwelt- und gesundheitsgefährdenden (insbesondere
kanzerogenen) Eigenschaften des Mittels wird nicht informiert.
Ursprünglich sollte diese Woche auf EU-Ebene über die Wiederzulassung
der gesundheitsschädigenden Chemikalie abgestimmt werden. In der
(noch) unter Verschluss gehaltenen Entscheidungsvorlage der
EU-Kommission werden keinerlei Gefahren erwähnt – Glyphosat wird
darin absolute Unbedenklichkeit attestiert.
„Die EFSA (European Food Safety Authority) hat bereits vor Monaten
sämtliche Warnungen vor dem Produkt in den Wind geschlagen und selbst
die beunruhigende Einstufung der Weltgesundheitsorganisation völlig
ignoriert. Ebenso wurde die alarmierende Feststellung des
Umweltbundesamtes, wonach das genannte Pestizid entscheidend zum
Verlust der biologischen Vielfalt und zum Artensterben beitragen
würde, in der Beschlussvorlage bewusst übergangen. Die Gefährlichkeit
von Glyphosat wird verschwiegen, kritische wissenschaftliche
Studienergebnisse werden negiert“, sagte Neubauer.
„Ich werde daher in der heutigen Sitzung des Nationalrates, den
bereits vor drei Wochen vorbereiteten Antrag einbringen, dass der
Umweltminister dafür Sorge tragen möge, dass ein allfälliger
Wiederzulassungsbescheid von Glyphosat zumindest entsprechende
Gefahrenhinweise enthält, sodass Mitgliedsstaaten auf dieser
Grundlage Reduktionsziele, Anwendungsbeschränkungen und auch Verbote
erlassen können. Auch der freiheitliche stellvertretende Vorsitzende
der EU-Fraktion Europa der Nationen und der Freiheit MEP Harald
Vilimsky hat uns seine Unterstützung auf EU-Ebene zugesagt und dass
er sich mit der gesamten Fraktion gegen Glyphosat aussprechen wird“,
so Neubauer.
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