- 08.03.2016, 09:00:01
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WWWforEurope-Podiumsdiskussion "Eine neue Strategie für Europa: Dynamik durch soziale und ökologische Innovation"
Wien (OTS) - Die Europäische Union hat als Erfolgsmodell erheblich an
Attraktivität verloren. Die Finanzmarktkrise und die anhaltende
Wirtschaftsflaute haben bestehende soziale und budgetäre Probleme
offengelegt und verstärkt. Die daraus resultierenden Spannungen
zwischen den Mitgliedsländern und zunehmende Verteilungskämpfe
blockieren die Bewältigung wichtiger anstehender Herausforderungen
des kommenden Jahrzehnts. Zu diesem Thema und möglichen
Lösungsansätzen diskutiert am Dienstag, dem 8. März 2016, im Haus der
Europäischen Kommission in Wien eine hochrangige Expertenrunde.
Vor diesem Hintergrund muss die EU neue Wege finden, um
Wirtschaftsdynamik und Beschäftigung zu stärken. Diese Dynamik soll
allerdings künftig von sozialen und ökologischen Innovationen
getrieben werden, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu festigen
und dem Gebot ökologischer Nachhaltigkeit zu entsprechen.
Dies ist das Resümee des internationalen Forschungsnetzwerkes
"Welfare, Wealth and Work for Europe - WWWforEurope" unter Führung
des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung (WIFO), das
im Jahr 2012 von der Europäischen Kommission beauftragt wurde,
Lösungsvorschläge zu Europas drängenden Problemen zu erarbeiten.
Basierend auf seinen vierjährigen Forschungsarbeiten entwickelte das
Konsortium eine Strategie, wie die EU durch soziale und ökologische
Innovation auf den Weg zu neuer Dynamik gebracht werden kann.
WIFO-Leiter Karl Aiginger präsentiert heute am 8. März 2016 um 18
Uhr im Haus der Europäischen Union die wesentlichen Leitziele und
Strategien dieses europaweiten Projektes. Eingeleitet wird die
Veranstaltung durch ein Statement von Marc Fähndrich, dem
wirtschaftspolitischen Experten der Europäischen Kommission in Wien.
Unter der Moderation von Erich Frey (Der Standard) diskutieren im
Anschluss Brigitte Ederer (Aufsichtsrat der ÖBB, ehemaliges
Vorstandsmitglied der Siemens AG und frühere Staatssekretärin), Franz
Fischler (Europäisches Forum Alpbach und früherer EU-Kommissar),
Sonja Steßl (Staatssekretärin im Bundeskanzleramt) und Jörg Wojahn
(Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich) die
Ergebnisse und die politische Umsetzungsmöglichkeit der
Politikempfehlungen von WWWforEurope auf EU- und nationaler Ebene.
"Der Wohlstand Europas wird nicht durch die Senkung von Löhnen und
sozialen Standards abgesichert, sondern durch simultane Anstrengungen
im Bereich höherer Bildung, mehr Gleichheit der Einkommen und
Vermögen und erhöhter Energieeffizienz" (Brigitte Ederer).
"I am glad to join in this conclusion of the WWWforEurope project
and look forward to its beneficial influence on European policy"
(Kenneth Arrow, Träger des Alfred Nobel Gedenkpreises für
Wirtschaftswissenschaften und Mitglied des wissenschaftlichen
Beirates von WWWforEurope).
"Wenn die EU dynamisch ihre Stärken ausbaut, kann sie das weltweit
beste wirtschaftspolitische Modell entwickeln und damit auch das
aktuelle Problem der Flüchtlingsmigration eher lösen sowie den Brexit
unattraktiv machen" (Karl Aiginger).
Veranstaltungshinweis:
Podiumsdiskussion "WWWforEurope: Eine neue Strategie für Europa -
Dynamik durch soziale und ökologische Innovation"
8. März 2016, 18:00-20:00, Haus der Europäischen Union, 1010 Wien,
Wipplingerstraße 35
http://www.wifo.ac.at/wwa/pubid/58714
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