- 07.03.2016, 06:09:16
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Greenpeace warnt vor erneuter Zulassung von Glyphosat
Schutz öffentlicher Gesundheit darf nicht Interessen von Monsanto und Co. geopfert werden
Utl.: Schutz öffentlicher Gesundheit darf nicht Interessen von
Monsanto und Co. geopfert werden =
Brüssel/Wien (OTS) - Gesundheitsschutz und Vorsorgeprinzip müssen
wichtiger sein als die Profitinteressen von Monsanto und anderen
Pestizidherstellern, fordert die Umweltschutzorganisation Greenpeace.
In Brüssel wird heute und morgen über die Zukunft des von der
Weltgesundheitsorganisation WHO als wahrscheinlich krebserregend
eingestuften Unkrautvernichters Glyphosat beraten. Die Europäische
Kommission möchte dabei dem Wunsch der Industrie folgen und den
umstrittenen Wirkstoff für weitere 15 Jahre zulassen. Greenpeace ist
entschieden dagegen.
„Monsanto kann noch so oft behaupten, dass der massive Einsatz von
Glyphosat in Europa keine Gefahr für den Menschen darstellt.
Greenpeace verlässt sich hier lieber auf die unabhängigen Expertinnen
und Experten der WHO als auf von Monsanto in Auftrag gegebene
Industrie-Studien“, sagt Sebastian Theissing, Landwirtschaftssprecher
bei Greenpeace in Österreich. Der US-amerikanische Konzern fährt mit
dem Verkauf von Roundup, einem Herbizid auf Glyphosat-Basis, große
Gewinne ein. Greenpeace fordert die Europäische Kommission sowie die
Mitgliedsstaaten dazu auf, die Gesundheitswarnung der WHO ernst zu
nehmen.
Glyphosat ist das weltweit am häufigsten eingesetzte Herbizid und
wird in der Landwirtschaft, aber auch im öffentlichen Raum, wie etwa
in Parkanlagen und im Haus- und Gartenbereich, verwendet. Aufgrund
dieser weit verbreiteten Anwendung ist es praktisch unvermeidbar,
dass Menschen mit dem Pflanzengift in Kontakt kommen. „Solange die
gesundheitlichen Bedenken nicht ausgeräumt werden können, darf die
Zulassung von Glyphosat auf keinen Fall verlängert werden. Es kann
nicht sein, dass der Schutz der öffentlichen Gesundheit den
Interessen von Monsanto und Co. geopfert wird“, so Theissing
abschließend.
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