- 04.03.2016, 10:32:04
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Nacht der Kreativwirtschaft: Europas Stärke liegt in den Kreativen!
Zukunftsfaktor der Wirtschaft und Innovationsträger des heimischen Standortes.
Utl.: Zukunftsfaktor der Wirtschaft und Innovationsträger des
heimischen Standortes. =
Wien (OTS) - Ein besonderer Termin für einen besonderen
Wirtschaftszweig: „Die Kraft der Kreativwirtschaft bewirkt
Veränderungen für andere Branchen, schafft zukunftsfähige
Arbeitsplätze, steigert die Attraktivität unseres
Wirtschaftsstandortes und stärkt die Innovationsfähigkeit in den
Regionen. Kurz: Dieser Crossover-Effekt ist der
Kreativwirtschaftseffekt und damit ist die Kreativwirtschaft ein
Tonicum für unsere Wirtschaft und für Gesamteuropa“, betonte gestern,
Donnerstag, die Generalsekretärin der Wirtschaftskammer Österreich
(WKÖ), Anna Maria Hochhauser, im Rahmen der Eröffnung der Nacht der
Kreativwirtschaft, dem Treffen der heimischen
Kreativwirtschaftsszene.
"Die Kreativwirtschaft ist zentraler Innovationspartner für
Start-Ups, KMU und die etablierten Industrie. Jedes zweite
Kreativunternehmen ist für Innovationen in anderen Branchen
verantwortlich. Das ist eine befruchtende Symbiose, die den Standort
international konkurrenzfähig hält und jeden Tag einen Schritt nach
vorne bringt", unterstrich Staatssekretär Harald Mahrer die besondere
Bedeutung der 39.000 Unternehmen mit ihren 144.000 Beschäftigten.
"Die Unternehmen sind sowohl in Österreich als auch auf der ganzen
Welt höchst erfolgreich unterwegs. Führende Innovationsländer wie
Deutschland und Japan vertrauen immer mehr auf Kreativleistungen
'made in Austria'."
Die Zahlen der Kreativwirtschaft sprechen für sich: Zwischen 2012 und
2013 ist die Anzahl der Beschäftigten mit 3,4 % dynamisch gewachsen.
Gleichzeitig erwirtschaftete die Kreativwirtschaft ein Umsatz- und
Wertschöpfungsplus von 4.3% bzw 8,4 %. Zudem ist die
Kreativwirtschaft international sehr gut vernetzt. In Summe werden 15
% des Umsatzes der österreichischen Kreativwirtschaft im Ausland
erzielt, was gerade für den Dienstleistungssektor sehr beachtlich
ist. „Kreativschaffende sind mit ihren Ideen, Leistungen und
Netzwerken Katalysator für Wirtschaft und Wachstum. Die
Kreativwirtschaft wirkt – und das nachweislich“, so Gerin
Trautenberger, Vorsitzender der Kreativwirtschaft Austria.
Deshalb setze die WKÖ auf maßgeschneiderte Maßnahmen, die
Rahmenbedingungen für die heimischen Kreativen so zu gestalten, dass
das „volle Potential“ am Standort Österreich entfaltet werden könne,
so Hochhauser. Dazu zähle auch der Schritt über die Grenzen: Denn im
Rahmen der „go International“-Initiative des BMWFW und der
AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA der WKÖ liegt der Fokus auf der
Kreativwirtschaft um gezielt heimische Unternehmen aus den
Kernbranchen Design, Fashion, Musik und Film bei der Teilnahme an
Leitveranstaltungen zu unterstützen. Die Kreativwirtschaft sei der
Hebel, der es anderen Branchen ermöglicht, Innovationspotential –
auch jenseits von technologischer Entwicklung – zu heben, etwa was
Geschäftsmodelle anbelangt, oder durch anwendungsbasierte
Innovationen im Rahmen von Kooperationen, erklärte Christoph
Schneider, Leiter der Wirtschaftspolitischen Abteilung in der WKÖ.
Mit der Förderung kreativwirtschaftsbasierter Innovationen im Rahmen
der evovle-Strategie des BMWFW werden hier auch im europäischen
Vergleich beispielhafte Maßnahmen gesetzt, um das Potential der
Kreativwirtschaft für unsere Wirtschaft zu nutzen, so Schneider. Eine
konsequente Fortführung der Strategie sei daher ein wesentlicher
Erfolgsfaktor für Österreich als Innovationsstandort. "Seit 2008 hat
das Wirtschaftsministerium den aufstrebenden Wirtschaftszweig mit
mehr als 46 Mio. Euro unterstützt. Daran werden wir auch weiterhin
festhalten", so Staatssekretär Mahrer.
Wie erfolgreich Kreativwirtschaft wirkt, zeigte sich im Rahmen der
Veranstaltung anhand mehrerer Unternehmensbeispiele, nämlich der
webdots GmbH, der Polycular OG, look!design, sowie der
Kommunikationsexpertin Nicole Herb und „Die Koje – Bett und Zeug“,
beides Sieger des Wettbewerbs für die beste
Kreativwirtschaftsgeschichte 2015 der Kreativwirtschaft Austria im
Rahmen der evolve-Strategie für kreativwirtschaftsbasierte Innovation
des BMWFW. Die Geschichte über die Zusammenarbeit des Tischlers
Christoph Leidinger mit der Kreativwirtschaftsunternehmerin wurde
durch den heuer Oscar-nominierten Regisseur Patrick Vollrath in
bewegte Bilder übersetzt und im Rahmen der Nacht der
Kreativwirtschaft der Öffentlichkeit präsentiert. Da sich dieser
Wettbewerb so gut bewährt hat, um die Geschichten zum
Kreativwirtschaftseffekt sichtbar zu machen, wird es hier eine
Neuauflage geben. (PWK158/US)
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