• 04.03.2016, 10:19:01
  • /
  • OTS0060 OTW0060

Internationaler Frauentag– Caritas unterstützt 30.000 Frauen in Österreich und weltweit

Landau: „Immer noch werden Frauen benachteiligt- weltweit und in Österreich. Das zu akzeptieren, geht gar nicht. Wir müssen uns entschieden für mehr Geschlechtergerechtigkeit einsetzen.“

Utl.: Landau: „Immer noch werden Frauen benachteiligt- weltweit und
in Österreich. Das zu akzeptieren, geht gar nicht. Wir müssen
uns entschieden für mehr Geschlechtergerechtigkeit einsetzen.“ =

Wien (OTS) - „Es reicht nicht, sich am Papier für die Unterstützung
von Frauen einzusetzen. Deshalb hat die Caritas Österreich seit
vergangenem September sieben zusätzliche Projekte speziell für Frauen
gestartet. Unter anderem in den Bereichen Gewaltprävention,
Ernährungssicherung und Alphabetisierung können wir aktuell 30.000
Frauen unterstützen“, so Angelika Simma, Kommunikationsleiterin
Caritas Österreich und Mitglied der Geschäftsführung. „Projekte,
deren Zielsetzung darin besteht, Frauen in ihrem Selbstbewusstsein
und in der Verbesserung ihrer Ausbildung zu unterstützen, führen
immer zu einer nachhaltigen Verbesserung in der Lebenssituation der
jeweiligen gesamten Gesellschaft!“
Laut UN leben Frauen heute länger, sind besser gebildet und heiraten
später als noch vor 20 Jahren. Dennoch: Millionen Frauen sind
Analphabetinnen und haben Berufe, in denen sie wenig oder nichts
verdienen. Mädchen und Frauen sind Opfer von Gewalt, ihnen werden
gleiche Chancen bei Bildung und Arbeit verwehrt und sie sind von
Führungspositionen ausgeschlossen.
„Global gesehen sind zwei Drittel der Analphabeten weiblich. Nur die
Hälfte der Frauen im erwerbstätigen Alter hat tatsächlich Arbeit.
Viele Frauen sind im Niedriglohnsektor tätig. Zudem sind Frauen öfter
teilzeitbeschäftigt, arbeitslos oder arbeiteten ohne Lohn für ein
anderes Familienmitglied“, erklärt Sabine Wartha, Leiterin der
Humanitären Hilfe der Caritas Österreich: „Die Differenz bei den
Löhnen für Männer und Frauen ist in Österreich so groß wie in kaum
einem anderen europäischen Land. Große Unterschiede gibt es auch bei
unbezahlten Tätigkeiten: In Industriestaaten kümmern sich Frauen
demnach pro Tag rund zwei Stunden länger um den Haushalt als Männer.“

Internationale Caritas Projekte für Frauen
Libanon: Frauenhaus für syrische Frauen und Mädchen
Von Gewalt betroffenen Frauen und Mädchen, aber auch ihre Kinder,
erhalten in drei Frauenhäusern Schutz, psychosoziale und medizinische
Betreuung und rechtliche Beratung. Zudem werden
Alphabetisierungskurse, Kompetenztrainings, aber auch eine
Kunsttherapie angeboten. Für Kinder gibt es Bildungs- und
Freizeitaktivitäten.
Gumbo, Südsudan: Schutz für Frauen auf der Flucht
Infolge des 2013 ausgebrochenen Bürgerkrieges haben viele Familien im
Dorf Gumbo, nahe der Hauptstadt Juba, Schutz gesucht. 339
Flüchtlingsfamilien – mehrheitlich Frauen und Kinder - werden dort
von den Salesianern Don Bosco in der Pfarre St. Vincent de Paul
versorgt. Um die Frauen vor geschlechtsspezifischer Gewalt zu
schützen, wurde ein Sicherheitszaun rund um das Camp errichtet. Die
BewohnerInnen werden mit Nahrungsmitteln und medizinisch versorgt.
Sechs VolksschullehrerInnen ermöglichen Flüchtlingskindern Zugang zu
Bildung.
Provinz Katanga, Demokratische Republik Kongo: Alphabetisierung
In Kleingruppen lernen Frauen Lesen, Schreiben und Rechnen. Die
Frauen verwalten eine gemeinsame Sparkasse. Das Geld für die
Sparkasse wird durch den Verkauf von landwirtschaftlichen Produkten
erwirtschaftet und im Bedarf als Mikrokredit ausgegeben. Ziel des
Programmes ist, dass die Frauen nach drei Jahren nicht nur Lesen,
Schreiben und Rechnen können, sondern durch den Verkauf von
landwirtschaftlichen Erzeugnissen auch die Lebenssituation ihrer
Familien nachhaltig verbessern können.
Caritas Projekte für Frauen in Österreich
Linz: Beratungsstelle LENA
Die Beratungsstelle LENA bietet vertrauliche Beratung und
Unterstützung für Menschen, die als Prostituierte tätig sind bzw.
waren. Die Angebote der Beratungsstelle LENA sind kostenlos.
Wien: Beratungsstelle für Frauen und Mädchen mit
Migrationshintergrund
Mit dem Zentrum für Frauengesundheit bietet die Caritas Wien Beratung
ein umfassendes, mehrsprachiges Angebot für Frauen und Mädchen mit
Migrationshintergrund. Die Leistungen umfassen Gesundheitsvorsorge,
Ernährungsberatung, Sexualität und Familienplanung, Schwangerschaft
und Geburt, Psychologische Beratung und Suchtprävention.
Graz: Schutz und Beratung für Frauen auf der Flucht
60 bis 70 Asylwerberinnen, vorwiegend Alleinerzieherinnen mit ihren
Kindern, schwangere- bzw. allein lebende Frauen, erhalten im Rahmen
der Grundversorgung Unterkunft, rechtliche Beratung und Deutschkurse.
Zudem können die Frauen Workshops besuchen und an Ausflügen für die
Kinder teilnehmen.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | OCZ

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel