- 29.02.2016, 12:21:38
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"ROBERT LA ROCHE: Personal View" im MAK
MAK-Ausstellung zeichnet Robert La Roches erfolgreichen Werdegang zum international gefeierten Brillen-Couturier nach

Utl.: MAK-Ausstellung zeichnet Robert La Roches erfolgreichen
Werdegang zum international gefeierten Brillen-Couturier nach =
Wien (OTS) - Mit klassischen und extravaganten Brillenkollektionen
hat der österreichische Designer und Trendsetter Robert La Roche eine
Weltmarke kosmopolitischer Prägung geschaffen. La Roche hat nicht nur
den notwendigen Sehbehelf in ein gern getragenes Lieblingsstück
verwandelt, das unverkennbare Understatement der „Lunettes Robert La
Roche“ eroberte auch die internationale Mode- und Filmwelt.
Hollywood-Stars wie Arnold Schwarzenegger, Kevin Costner oder Meryl
Streep zählten ebenso zu den prominenten La Roche-TrägerInnen wie die
KünstlerInnen Yoko Ono und Andy Warhol. Anlässlich der großzügigen
Schenkung von rund 500 Objekten aus La Roches persönlichem
Firmenarchiv widmet das MAK dem Designer die erste Personale (4. Mai
– 25. September 2016) im musealen Kontext und zeichnet im MAK DESIGN
LABOR seinen erfolgreichen Werdegang zum international gefeierten
Brillen-Couturier nach.
Die Ausstellung gibt einen Überblick über La Roches einzigartiges
Œuvre und seinen unkonventionellen Lebensweg vom Werbefachmann zum
autodidaktischen Brillendesigner, der mit rund 1 200 persönlich
entworfenen Modellen die internationalen Märkte eroberte. Viele
seiner zwischen 1973 und 1999 kreierten Brillen zeichnen sich durch
kräftige Farben und markante Designs aus, dennoch steht La Roche
insbesondere für zeitlose „Klassiker“, die heute noch als
Original-Vintage-Modelle gefragt sind. Der enorme Erfolg des
Designlabels erklärt sich nicht zuletzt aus der beispiellosen
Markenpflege, die auf einem Verständnis von Marketing und Design als
gleichberechtigten produktformenden Komponenten beruht. Viele
Kampagnen La Roches sind ähnlich legendär wie die Brillen selbst.
Neben ausgewählten Brillen von Robert La Roche zeigt das MAK auch
Entwurfszeichnungen, originales Foto- und Filmmaterial sowie
Werbesujets aus dem persönlichen Archiv des Designers. Die
biografische Ausstellung zeichnet anekdotisch die wichtigsten
Stationen nach und gibt Einblicke in das Handwerk des Brillendesigns
und die Gestaltung seiner Werbekampagnen. La Roche steht in der
Tradition namhafter Brillenentwerfer wie Udo Proksch (alias Serge
Kirchhofer) und Cari Zalloni für Optyl sowie Dora Demmel für
Silhouette, die seit der Mitte des 20. Jahrhunderts den
internationalen Ruf Österreichs für vorzügliches Brillendesign
begründen. „Die Erfolgsgeschichte von Robert La Roche spiegelt die
kreative Energie Wiens um die 1980er Jahre wider, die heute schon in
Vergessenheit geraten ist. Als Design-Entrepreneur nimmt es La Roche
heute noch mit jedem Start-up auf“, so Thomas Geisler, Kurator der
Ausstellung und Kustode der MAK-Sammlung Design, zur Aktualität der
Schau.
Sein Lebenswerk hat der 1938 geborene Wiener mit hugenottischen
Wurzeln quasi als Selfmademan mit einem kleinen Team geschaffen.
Diese schlanke Struktur bot ihm gegenüber Branchenriesen einen
entscheidenden Vorteil: Er konnte kurzfristiger als die Konkurrenz
agieren, spontan seinem „seismografischen“ Trendgespür folgen und
Nischen besetzen. In Kontakt mit Brillen war La Roche in den frühen
1970er Jahren gekommen, als er nach beruflichen Auslandsaufenthalten
für die vom österreichischen Brillenpionier Wilhelm Anger gegründete
Firma Optyl zu arbeiten begann. Durch seine Tätigkeit für den
Produzenten von Viennaline, Christian Dior, Porsche Design oder
CARRERA wurde ihm klar, wie wichtig es ist, eine auratische Marke zu
kreieren, um aus einem Behelf zur optischen Fehlsichtkorrektur ein
Statement-Accessoire zu machen.
Sein Entschluss, als Quereinsteiger selbst Brillen zu entwerfen,
führte ihn zunächst in das Cadore-Tal in den italienischen Dolomiten,
wo er das Brillenhandwerk und die Verarbeitung von Acetat, einem
Kunststoff auf Basis von Baumwollflocken, erlernte. Er begann die
traditionellen Manufakturmethoden – bis zu 200 Arbeitsschritte und
Fräsvorgänge – auf seine handgefertigten Qualitätsprodukte zu
übertragen. So gelang es ihm, sich nicht nur von den Optyl-Brillen im
Vakuum-Spritzguss-Verfahren deutlich abzuheben, sondern auch
international neue Maßstäbe zu setzen. Die spezielle farbliche
Nuancierung wurde zu einem von La Roches Markenzeichen, ebenso wie
eine bis dahin ungeahnte Feinheit der Gestelle, die er bis an die
Grenzen der technischen Machbarkeit auslotete.
Was als Ein-Mann-Unternehmen im achten Wiener Bezirk begonnen hatte,
entwickelte sich binnen kurzer Zeit vom Insidertipp zu einem weltweit
gefragten Label mit ausgewählten Vertriebsorten wie Venedig, Mailand,
Paris, Amsterdam oder Hamburg. Die legendäre Nullnummer des "WIENER"
über die österreichische Kreativ-Avantgarde des Jahres 1979 widmete
sich nicht nur dem bis dahin kaum bekannten Modedesigner Helmut Lang,
sondern druckte auch ein mehrseitiges Interview mit Robert La Roche.
Nach einem zweiten Büro in München konnte er sich 1985 mit einer
eigenen Dependance in New York etablieren. Während dieser Zeit kam es
auch zu aufsehenerregenden, doppelseitigen Anzeigen in namhaften
Magazinen wie "Details" oder Andy Warhols "Interview".
Für die gelungene Inszenierung seiner Marke holte La Roche
hochkarätige Unterstützung aus der österreichischen Werbeszene mit an
Bord. Creative Director Christian Satek, ehemals langjährige
Frontfigur der Werbeagentur GGK, und der Fotograf Gerhard Heller
prägten die Corporate Identity La Roches mit. Andreas Berger,
ebenfalls ehemaliger Mitstreiter der La Roche-Werbelinie, zeichnet
auch für die Grafik der MAK-Ausstellung verantwortlich, die vom
jungen Wiener Architekturstudio OKULAR gestaltet wird.
Österreichische Starmodels wie Cordula Reyer oder Werner Schreyer
liehen den vielfach im In- und Ausland ausgezeichneten Kampagnen ihr
Gesicht.
Sein kreatives Potenzial nutzte La Roche während der aktiven
Entwurfsphase bis zum Verkauf seiner Marke im Jahr 1999 nicht nur für
eigene Kreationen, sondern auch für Kooperationen mit ESCADA,
Beatrice Hympendahl oder Palmers sowie als Design-Berater für die
ersten Brillenkollektionen von Calvin Klein, wie die Ausstellung
verdeutlicht. Neben Helmut Lang und Hans Hollein zählt La Roche zu
insgesamt nur drei Österreichern, die damit betraut wurden, Arbeiten
für die Kunstsammlung des schwedischen Spirituosen-Herstellers
ABSOLUT zu gestalten.
„Ich habe mir einmal den Spaß erlaubt, auszurechnen, wie viele
Brillen ich in meiner Laufbahn verkauft habe: Konservativ geschätzt,
müssen es an die vier Millionen besser sehende und besser aussehende
Kundinnen und Kunden weltweit sein. Dieser Gedanke bereitet mir große
Freude“, resümiert La Roche sein Lebenswerk. „Auf jedem Bügel dieser
Millionen verkaufter Brillen findet sich neben dem Firmennamen auch
der Zusatz ‚Vienne‘ – als kleiner, aber wichtiger Hinweis auf ihren
Ursprung in der Stadt Wien, einer Metropole der Kreativität, der
Kultur und des Designs.“
Zahlreiche Original-Vintage-Modelle von La Roche – von mondän bis
exzentrisch – sind während der Ausstellung auch im MAK Design Shop
erhältlich.
Die Ausstellung "ROBERT LA ROCHE: Personal View" wird
dankenswerterweise von der Eyewear Solutions GmbH, Essilor Austria
und der Generali Versicherung AG unterstützt.
Pressefotos stehen unter MAK.at/presse zum Download bereit.
PRESSEDATEN: Pressekonferenz: Dienstag, 3. Mai 2016, 10:30 Uhr Eröffnung: Dienstag, 3. Mai 2016, 19:00 Uhr Ausstellungsort: MAK DESIGN LABOR, MAK, Stubenring 5, 1010 Wien Ausstellungsdauer: 4. Mai – 25. September 2016 Öffnungszeiten: Di 10:00–22:00 Uhr, Mi–So 10:00–18:00 Uhr Jeden Dienstag 18:00–22:00 Uhr Eintritt frei Kurator: Thomas Geisler, Kustode MAK-Sammlung Design MAK-Eintritt: € 9,90 / ermäßigt € 7,50 / Familienkarte € 13, Eintritt frei für Kinder und Jugendliche bis 19
Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at
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