• 29.02.2016, 10:50:24
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Caritas hilft Flüchtlingen in Idomeni

Schweifer: „Die humanitäre Situation an der griechisch-mazedonischen Grenze spitzt sich dramatisch zu.Hilfe ist dringend nötig, ersetzt aber keine politischen Lösungen!“

Utl.: Schweifer: „Die humanitäre Situation an der
griechisch-mazedonischen Grenze spitzt sich dramatisch
zu.Hilfe ist dringend nötig, ersetzt aber keine politischen
Lösungen!“ =

Wien (OTS) - „Die Situation ist schrecklich. Es geht hier um Menschen
– um Frauen, Kinder, Männer – die vor Not und Verfolgung fliehen und
die jetzt buchstäblich im Regen stehen gelassen werden. Pragmatische
Lösungen sind dringend notwendig, es kann nicht sein, dass Kinder und
Frauen zwischen den Grenzen hin und her geschoben werden, weil es
keine klaren politischen Lösungen gibt“, so Caritas Auslandshilfechef
Christoph Schweifer.
Caritas verstärkt den Hilfseinsatz in Griechenland, um vor allem die
Frauen und Kinder weiterhin zu versorgen – an den Grenzen, den
Inseln, in Athen und in Thessaloniki, wo ein neues Flüchtlingslager
namens „Diavata“ entstanden ist.
„Wir werden unsere Anstrengungen intensivieren. Wir sind in
Gesprächen mit der Regierung und mit UNHCR, damit wir auch den
Menschen die in Diavata gestrandet sind, helfen können. Die Menschen
brauchen jetzt dringend unsere Hilfe“, erklärt Christoph Schweifer.
Evelyn Karastamati von der Caritas Griechenland, hat ihren Einsatz in
Idomeni und in Athen verstärkt: „Wir haben in den vergangenen Tagen
vermehrt Menschen bei uns in Athen, die von der
griechisch-mazedonischen Grenze zurückgeschoben werden. Meist werden
sie in Busse gesetzt, ohne zu wissen, wohin die Fahrt jetzt geht. Die
Verunsicherung ist unglaublich groß, weil viele von ihnen bereits
tagelang an der Grenze gewartet haben. Es ist nass und kalt, die
Kinder sind krank, Mütter und Väter sind verzweifelt. Und wir können
eigentlich nur reagieren und hoffen, dass wir das Schlimmste abwenden
können.“
In Griechenland werden neben der Verteilung von Lebensmitteln und
Hygienematerial drei Transitunterkünfte für besonders verletzliche
Gruppen wie Frauen, Kinder, alte Menschen und Menschen mit
Behinderungen unterstützt. Es handelt sich dabei um Unterkünfte auf
Lesbos und in Athen, in denen die Menschen ein bis drei Nächte
verbringen können, um sich für die Weiterreise zu stärken. Die
Unterkünfte verfügen außerdem über Waschmöglichkeiten und auf die
Bedürfnisse von Kindern ausgerichtete Bereiche.
Die Caritas Österreich hat bisher mehr als 630.000 Euro für
Nothilfeaktivitäten in Griechenland, Mazedonien, Serbien, Rumänien,
Ungarn, Kroatien und Slowenien zur Versorgung der Menschen mit dem
Nötigsten bereitgestellt.
Für Interviews stehen unsere ProjektpartnerInnen in Griechenland und
entlang der Balkanroute zur Verfügung.

Bitte helfen Sie jetzt:
www.caritas.at/balkanroute

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