- 26.02.2016, 08:59:51
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VKI: Sammelklagen gegen Hypo Steiermark und MPC-Tochter
Nächster Gerichtstermin: Di. 1.3.2016, 13.00 Uhr, HG Wien, Saal 2205
Utl.: Nächster Gerichtstermin: Di. 1.3.2016, 13.00 Uhr, HG Wien,
Saal 2205 =
Wien (OTS/VKI) - Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) führt –
im Auftrag des Sozialministeriums und mit Unterstützung der
Prozessfinanzierer FORIS AG und Roland Prozessfinanz – drei
Sammelklagen gegen die Hypo Steiermark und die CPM Anlagen Vertriebs
GmbH (als Österreichtochter des Emmissionshauses MPC in Hamburg).
Insgesamt geht es um rund 2,9 Millionen Euro Schadenersatz für 48
Betroffene, die in geschlossene MPC-Fonds investiert hatten.
Der VKI hat die Hypo Steiermark in zwei Sammelklagen beim
Handelsgericht Wien (HG Wien) auf Zahlung von Schadenersatz wegen
falscher Anlageberatung in Zusammenhang mit der Vermittlung von
„geschlossenen Fonds“ des Hamburger Emissionshauses MPC geklagt.
Beide Sammelklagen wurden inzwischen zugelassen. Dabei geht es um 33
geschädigte AnlegerInnen und einen Streitwert von rund 2,5 Mio Euro.
Eine dritte Sammelklage ist derzeit in Vorbereitung.
In der Sammelklage I (zu MPC Holland-Fonds) fanden am 27. und
28.1.2016 am HG Wien die ersten Vernehmungen statt. Einer der
befragten Bankberater gab dabei u.a. an, dass ihm die mit den Fonds
verbundenen Risiken selbst nicht bewusst gewesen seien. („Wenn ich
das damals gewußt hätte, hätte ich den Schas nicht verkauft“.)
In der Sammelklage II (zu Schiffs- und Lebensversicherungsfonds)
findet nun die nächste Verhandlung am 1.3.2016, 13.00 Uhr am HG Wien
im Saal 2205 statt. MedienvertreterInnen sind eingeladen, sich selbst
ein Bild zu machen.
Die Sammelklage III für weitere fünfzehn Geschädigte wird soeben
vorbereitet und soll nach Ostern eingebracht werden.
„Die Hypo Steiermark ist die einzige Bank in Österreich, die nicht
bereit war, mit dem VKI für Konsumentinnen und Konsumenten, die sich
durch die Vermittlung von MPC-Fonds geschädigt sehen, eine
außergerichtliche Lösung zu finden“, sagt Dr. Peter Kolba, Leiter des
Bereiches Recht im VKI. „Dabei wurde aus unserer Sicht von den
Hypo-Beratern bei der Vermittlung der Fonds systematisch falsch
beraten.“
CPM ist die Österreichtochter des Hamburger Emissionshauses MPC
Münchmeyer Petersen Capital AG. Diese hatte mit ihrer Tochter einen
Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen und haftet daher für Schulden
der CPM.
„In der Vergangenheit ist viel Geld an die MPC geflossen, nun geht
es ans Zurückzahlen zur Abdeckung der verursachten Anlegerschäden“,
so Kolba. Insgesamt sind über 2.500 Anlegerinnen und Anleger mit
Forderungen in Höhe von rund 170 Millionen Euro betroffen. Wir werden
mit Interesse beobachten, welche Rückstellungen die MPC vornimmt.“
SERVICE: Weitere Informationen zum Thema gibt es unter
www.verbraucherrecht.at.
Verhandlung Hypo Steiermark - CPM
Datum: 1.3.2016, 13:00 - 15:00 Uhr
Ort: HG Wien, Saal 2205
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