Matznetter gegen Pensionskürzungen: „Diese neoliberalen Zwischenrufe kann sich die ÖVP ersparen“

Stattdessen in Beschäftigung älterer und erfahrener Erwerbstätiger investieren

Wien (OTS/SK) - „Anstatt den roten Stift bei den Schwächsten anzusetzen, müssen Anreize für Unternehmen geschaffen werden, ältere und erfahrene Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer länger zu beschäftigen und in ihre Weiterbildung zu investieren“, kritisiert SPÖ-Wirtschaftssprecher und Präsident des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbands Österreich (SWV) Christoph Matznetter die von Finanzminister Schelling im Ö1-„Morgenjournal“ geäußerten Forderungen nach Pensionskürzungen und nach einer Anhebung des gesetzlichen Antrittsalters. „Diese neoliberalen Zwischenrufe kann sich die ÖVP sparen. Sie sind reine Verunsicherungstaktik auf Kosten junger und älterer Menschen, sowie ein Ablenkungsmanöver, sich mit dem Problemen der Altersarbeitslosigkeit auseinanderzusetzen.“ ****

In Familienbetrieben und kleinen Unternehmen arbeiten Menschen oft bis ins hohe Alter, in großen Unternehmen werden ältere Menschen „einfach wegrationalisiert“. Matznetter nennt als Beispiel die Baubranche. „Ein 54-jähriger Dachdecker mit 25-jähriger Berufserfahrung, der arbeiten will, aber einfach keine Leiter mehr hochkommt, ist für ein Unternehmen nichts mehr wert. Dem Arbeitgeber kommt es in den meisten Fällen günstiger, ihn in die Frühpension zu schicken, als umzuschulen und weiter zu beschäftigen.“

„Wir stehen vor dem Problem, dass Unternehmen erfahrene, qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verlieren und zeitgleich die Altersarbeitslosigkeit steigt. Und diese bekämpfen wir nicht mit weiteren Repressalien gegen die Schwächsten im System, sondern verschärfen sie dadurch nur“, mahnt Matznetter. Stattdessen könnte sich die ÖVP mit ihrem Wirtschaftsminister Mitterlehner überlegen, wie es Unternehmen gelingen könnte, genügend Arbeitsplätze für ältere und erfahrene Erwerbstätige zu schaffen, so Matznetter abschließend. (Schluss) mo/mp

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