Volksanwalt zweifelt an Aussage des Pflichtschulinspektors

„Lernschwache“ Kinder erhalten keinen Förderunterricht, sondern dienen als Manipulationsmasse.

Wien (OTS) - Haben die Lehrerin, die Direktorin und der Landesschulinspektor auf dem Rücken der Kinder Organisationspolitik betrieben? Dieser Verdacht drängt sich auf. Im eingeleiteten amtswegigen Prüfverfahren der Volksanwaltschaft betreffend die sitzengebliebenen Schüler in der Volksschule in Groß-Siegharts haben sich viele Beteiligte zu Wort gemeldet.

Laut Informationen der Volksanwaltschaft handelte es sich bei der betroffenen Klasse aber nicht um eine leistungsschwache, wie vom Pflichtschulinspektor bezeichnet. „Uns liegen Informationen vor, dass die nächstfolgende 3. Klasse (damals noch 2. Klasse) nur aus elf Schülern bestanden hätte, weshalb man in der Schule bestrebt gewesen sei, die nächste Klasse ‚aufzufüllen‘“, betont Fichtenbauer.

Der Volksanwalt wird daher neben der pädagogischen Qualität auch diesen neu aufgetauchten Aspekt durchleuchten. Es sei unverantwortlich, organisatorische Probleme auf dem Rücken der Kinder auszutragen, ist Fichtenbauer überzeugt. „Die Kinder waren möglicherweise Opfer eines Strukturfehlers.“ Das Ergebnis des Prüfverfahrens bleibt nun abzuwarten.

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