• 10.02.2016, 11:47:59
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Rückgang des Strompreisindex (ÖSPI) im März 2016

Wien (OTS) - Der von der Österreichischen Energieagentur berechnete
Strompreisindex erreicht im März 2016 57,78 Punkte (Basisjahr 2006 =
100). Der Index für Grundlast wurde mit 59,79, jener für Spitzenlast
mit 53,49 Punkten errechnet.

Laut Berechnungen der Österreichischen Energieagentur sinkt der ÖSPI
im März gegenüber dem Vormonat um 2,3 %, während im Jahresvergleich
ein Rückgang von 13,6 % erwartet wird. Damit bleibt der ÖSPI
weiterhin auf einem Zwölfjahrestief.

Der Grundlastpreis sinkt gegenüber dem Vormonat um 2,4 % und im
Jahresvergleich um 13,7 %. Beim Spitzenlastpreis wird im
Monatsvergleich ein Nachlassen von 2,1 % und im Vergleich zu März
2015 ein Rückgang von 13,4 % erwartet.

Der ÖSPI wird nach einer standardisierten Methode und auf Basis der
Notierungen an der Energie-Börse EEX in Leipzig berechnet. Grundlage
des ÖSPI sind die Marktpreise für Strompreis-Futures der kommenden
vier Quartale. Sie sind gleichzeitig ein Indikator für die zu
erwartende Entwicklung des Strompreises. Konkret werden neben den
Werten für Grundlast, also der regelmäßigen, bandförmigen
Stromlieferung auch die Werte für Spitzenlast zur Berechnung
herangezogen.

Der ÖSPI zeigt an, um wie viel Prozent sich der Einkaufspreis für
Strom im kommenden Monat gegenüber der Basisperiode, dem Vormonat und
dem Vorjahr auf Grundlage eines fiktiven Beschaffungsverhaltens
verändert. Der Durchschnitt der Strompreise aus dem Jahr 2006 von
54,88 Euro pro Megawattstunde ist die Ausgangsbasis für den
Strompreisindex. Der ÖSPI bildet nur die reine Energiekomponente ab.
Der Gesamtpreis für Strom teilt sich beim Endkonsumenten mit knapp 40
% auf die Energiekomponente und zu 60 % auf Netzgebühren, Steuern und
Abgaben auf. Weitere Faktoren, die den Strompreis beeinflussen – wie
beispielsweise die Beschaffungsstrategien der Energieversorger –
werden im ÖSPI nicht berücksichtigt. Ein Steigen bzw. Fallen des ÖSPI
lässt daher nur eine entsprechend geringere Erhöhung bzw. Senkung des
gesamten Strompreises erwarten. Mit dem ÖSPI kann keine Aussage
getroffen werden, wie die Energieanbieter ihre Preise gegenüber den
Endkunden tatsächlich gestalten.

Eine grafische Darstellung der Entwicklung des Strompreisindex von
Mai 2003 bis März 2016 steht auf www.energyagency.at zum Download
bereit. Die Zeitreihen zum ÖSPI, getrennt nach Grund- und
Spitzenlast, sind ebenfalls auf der Website der Österreichischen
Energieagentur angeführt.
Über den Österreichischen Strompreisindex – ÖSPI©

Die Österreichische Energieagentur - Austrian Energy Agency
veröffentlicht neben dem Energiepreisindex (EPI) seit Oktober 2008
auch einen Österreichischen Strompreisindex (ÖSPI) als unabhängiges
Informations-Service für Stromanbieter und StromabnehmerInnen. Der
ÖSPI ist ein guter Indikator der Marktpreisentwicklung, der durch die
standardisierte Berechnungsmethode die notwendige Stabilität erhält.

Haftungsausschluss

Die Österreichische Energieagentur sowie alle bei der Erstellung der
Indizes beteiligten ExpertInnen haben deren Berechnung sowie
inhaltliche Kommentare sorgfältig erstellt.
Übermittlungs-/inhaltliche Fehler können dennoch nicht gänzlich
ausgeschlossen werden. Die Österreichische Energieagentur übernimmt
daher keine Haftung für die Richtigkeit, Vollständigkeit und
Aktualität der Inhalte, insbesondere in Bezug auf eventuelle
unmittelbare oder mittelbare Schäden, die durch die direkte oder
indirekte Verwendung der angebotenen Informationen entstehen.

Über die Österreichische Energieagentur - Austrian Energy
Agency

Die Österreichische Energieagentur ist das nationale Kompetenzzentrum
für Energie in Österreich. Sie berät auf Basis ihrer vorwiegend
wissenschaftlichen Tätigkeit Entscheidungsträger aus Politik,
Wissenschaft und Wirtschaft. Ihre Schwerpunkte liegen in der
Forcierung von Energieeffizienz und erneuerbaren Energieträgern im
Spannungsfeld zwischen Wettbewerbsfähigkeit, Klima- und Umweltschutz
sowie Versorgungssicherheit. Dazu realisiert die Österreichische
Energieagentur nationale und internationale Projekte und Programme,
führt gezielte Informations- und Öffentlichkeitsarbeit durch und
entwickelt Strategien für die nachhaltige und sichere
Energieversorgung. Die Österreichische Energieagentur setzt
klimaaktiv – die Klimaschutzinitiative des BMLFUW – operativ um und
koordiniert die verschiedenen Maßnahmen in den Themenbereichen
Mobilität, Energiesparen, Bauen & Sanieren und Erneuerbare Energie.
Die Energieagentur ist die Nationale
Energieeffizienz-Monitoringstelle.

Weitere Informationen für Mitglieder und Interessenten unter
www.energyagency.at

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