• 09.02.2016, 12:04:54
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Patientenanwälte bestätigen Forderungen der Ärztekammer

300 Kassenstellen schaffen, Vertretungsbestimmungen lockern, Wochenenddienste honorieren - Vizepräsident Steinhart begrüßt gemeinsame Position mit Pilz und Bachinger

Utl.: 300 Kassenstellen schaffen, Vertretungsbestimmungen lockern,
Wochenenddienste honorieren - Vizepräsident Steinhart begrüßt
gemeinsame Position mit Pilz und Bachinger =

Wien (OTS) - Die Initiative der Wiener Kinderärzte, für die Dauer der
Grippewelle auch an Wochenenden freiwillig ihre Ordinationen offen zu
halten, bringt nun auch die Patientenanwaltschaft dazu, langjährige
Forderungen der Wiener Ärztekammer zu bestätigen. Insbesondere der
Vorstoß des Sprechers der Patientenanwaltschaften, Gerald Bachinger,
sich dafür einzusetzen, dass die Krankenkassen endlich die
Voraussetzungen für flexiblere Öffnungszeiten von niedergelassenen
Ärztinnen und Ärzten schaffen, wird vom Obmann der Kurie
niedergelassene Ärzte und Vizepräsidenten der Ärztekammer für Wien,
Dr. Johannes Steinhart, grundsätzlich begrüßt. ****

Die Wiener Patientenanwältin Sigrid Pilz hat schon am Samstag den
bekannten Fakten Recht gegeben: 300 Kassenplanstellen fehlen alleine
in Wien – für Steinhart „eine eklatante Unterversorgung, die sofort
beseitigt werden muss“. Am Beginn der Woche hat dann auch Bachinger
Probleme eingeräumt und will nun eine Zwangsöffnung am Wochenende im
niedergelassenen Bereich. Eine Forderung, die ohne faire Neuregelung
der Rahmenbedingungen für Wochenenddienste, nicht umzusetzen ist:
"Wir lehnen Zwangsmaßnahmen ab, laden den Patientenanwalt aber gerne
ein, dieses Ziel gemeinsam mit uns zu verfolgen", so Steinhart. „Die
letzten Tage haben gezeigt, wie viele Kolleginnen und Kollegen sich
Wochenenddienste unter fairen Rahmenbedingungen vorstellen können."

Das außerordentliche Engagement der Kollegenschaft sei ein klarer
Handlungsauftrag: „Gemeinsam mit der Patientenanwaltschaft wird es
uns sicher gelingen, die Krankenkassen endlich von patienten- und
ärztefeindlichen Bestimmungen abzubringen.“

Zeit sollte jedenfalls keine mehr verstreichen, um im Sinne einer
optimalen Patientenbetreuung die Weichen für ein effizientes
extramurales Versorgungsystem zu stellen. „Aufgrund der Dringlichkeit
des Problems gerade in der Grippezeit habe ich schon am Wochenende
versucht, den Patientenanwalt oder einen seinen Mitarbeiter
telefonisch zu erreichen“, so Steinhart. Bedauerlicherweise habe er
weder am Samstag noch am Sonntag jemanden in der
Patientenanwaltschaft angetroffen. Er, Steinhart, stehe jedenfalls
jederzeit zur Verfügung, um die Finanzierung von Wochenenddiensten
der niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen eingehend zu
besprechen. (lsd)

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