- 08.02.2016, 12:02:42
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Blecha: Wertschöpfungsabgabe seit heute auf der Tagesordnung des Pensionsgipfels
Bonus-Malus-System muss wirksamer werden
Utl.: Bonus-Malus-System muss wirksamer werden =
Wien (OTS) - „Die Forderung nach einer Wertschöpfungsabgabe wurde vom
Pensionistenverband Österreichs heute bei der Verhandlungsrunde im
Vorfeld des Pensionsgipfels offiziell als Forderung der
VertreterInnen der älteren Generation dargelegt. Somit stehen die
Wertschöpfungsabgabe und weitere echte, nachhaltige Reformen auf der
Tagesordnung für den 29. Februar! Der 29. Februar muss zu einem
Arbeitsmarkt-, Wirtschafts- und Konjunkturgipfel werden. Denn alle
Zahlen beweisen schwarz auf weiß: Das Problem heißt nicht Pensionen,
sondern Wirtschaft!“, unterstreicht Karl Blecha, Präsident des
Pensionistenverbandes Österreichs und des Österreichischen
Seniorenrates im Anschluss an die Expertenrunde. ****
Blecha: „Die Wertschöpfungsabgabe stärkt den Faktor Arbeit, entlastet
personalintensive Unternehmen und verbreitert die
Finanzierungsgrundlage unserer Sozialsysteme. Derzeit finanziert sich
unser Sozialsystem über Lohn- und Gehaltsabgaben von
ArbeitnehmerInnen und ArbeitgeberInnen. Der Faktor Arbeit wird in
Österreich unverhältnismäßig stark belastet, wir liegen dabei im
europäischen Spitzenfeld. Jedoch: Arbeit verändert sich - die
Digitalisierung schreitet voran, Firmen erwirtschaften in
computergesteuerten, menschenleeren Fabrikshallen hohe Gewinne,
zahlen aber kaum Beiträge in die Sozialsysteme. Personalintensive
Betriebe, mit vielen MitarbeiterInnen tragen eine unverhältnismäßig
hohe Abgabenlast! Hier muss es zu Änderungen kommen! Die
Wertschöpfungsabgabe senkt die Arbeitgeberbeiträge personalintensiver
Unternehmen. Damit werden Arbeitsplätze gesichert und vor allem
Industrie, Gewerbe und dabei besonders der Handel- und Bausektor
entlastet!“ Eine Wertschöpfungsabgabe ist daher KEINE
unternehmerfeindliche „Maschinensteuer“. Denn sie betrifft nicht
Investitionen sondern z.B. Mieten und Pachten, Gewinne,
Fremdkapitalzinsen und Abschreibungen. Wir werden hier nicht
lockerlassen und gemeinsam mit unseren Verbündeten aus Gewerkschaft,
Arbeiterkammer und Wirtschaft für diese notwendige Zukunftsreform
kämpfen!“
Weitere Forderungen der älteren Generation für den 29. Februar
+ Wirksameres Bonus-Malus-System gegen die absurde „zu alt, zu
teuer“-Mentalität in den Personalbüros. Als „Bonus“ sollen die
Lohnnebenkosten für Firmen, die Ältere beschäftigen, drastisch
reduziert oder ganz gestrichen werden! Das schafft Anreize für
Unternehmen, ältere Menschen zu beschäftigen.
+ Umfassendes Pensions- und Beschäftigungsmonitoring aufgeschlüsselt
nach Branchen, Regionen und Betriebsgröße und unter Einbeziehung des
öffentlichen Dienstes auf gesetzlicher Basis.
+ Gesund-Länger-Arbeiten-Paket zur weiteren Erhöhung des faktischen
Pensionsantrittsalters, mit gesunden Arbeitsplätzen und -bedingungen,
einer verpflichtenden betrieblichen Gesundheitsvorsorge und ein
Schwerpunktprogramm „Burn-Out-Vorsorge“ durch verstärkten Einsatz von
Arbeitspsychologen!
+ Schulungs-Bonus 50+ als finanziellen Anreiz für Firmen, die ältere
MitarbeiterInnen aus- oder weiterbilden!
+ Rasche und konsequente Umsetzung der Ausbildungsverpflichtung für
Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr und Einführung einer
Beschäftigungsgarantie für junge Menschen.
+ Gesetzlich verpflichtendes Best-Bieter-Prinzip für ALLE
öffentlichen Aufträge.
+ Nationale und europäische Investitionen zur Ankurbelung des
Wirtschaftswachstum.
(Schluss)
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