Blecha: Wertschöpfungsabgabe seit heute auf der Tagesordnung des Pensionsgipfels

Bonus-Malus-System muss wirksamer werden

Wien (OTS) - „Die Forderung nach einer Wertschöpfungsabgabe wurde vom Pensionistenverband Österreichs heute bei der Verhandlungsrunde im Vorfeld des Pensionsgipfels offiziell als Forderung der VertreterInnen der älteren Generation dargelegt. Somit stehen die Wertschöpfungsabgabe und weitere echte, nachhaltige Reformen auf der Tagesordnung für den 29. Februar! Der 29. Februar muss zu einem Arbeitsmarkt-, Wirtschafts- und Konjunkturgipfel werden. Denn alle Zahlen beweisen schwarz auf weiß: Das Problem heißt nicht Pensionen, sondern Wirtschaft!“, unterstreicht Karl Blecha, Präsident des Pensionistenverbandes Österreichs und des Österreichischen Seniorenrates im Anschluss an die Expertenrunde. ****

Blecha: „Die Wertschöpfungsabgabe stärkt den Faktor Arbeit, entlastet personalintensive Unternehmen und verbreitert die Finanzierungsgrundlage unserer Sozialsysteme. Derzeit finanziert sich unser Sozialsystem über Lohn- und Gehaltsabgaben von ArbeitnehmerInnen und ArbeitgeberInnen. Der Faktor Arbeit wird in Österreich unverhältnismäßig stark belastet, wir liegen dabei im europäischen Spitzenfeld. Jedoch: Arbeit verändert sich - die Digitalisierung schreitet voran, Firmen erwirtschaften in computergesteuerten, menschenleeren Fabrikshallen hohe Gewinne, zahlen aber kaum Beiträge in die Sozialsysteme. Personalintensive Betriebe, mit vielen MitarbeiterInnen tragen eine unverhältnismäßig hohe Abgabenlast! Hier muss es zu Änderungen kommen! Die Wertschöpfungsabgabe senkt die Arbeitgeberbeiträge personalintensiver Unternehmen. Damit werden Arbeitsplätze gesichert und vor allem Industrie, Gewerbe und dabei besonders der Handel- und Bausektor entlastet!“ Eine Wertschöpfungsabgabe ist daher KEINE unternehmerfeindliche „Maschinensteuer“. Denn sie betrifft nicht Investitionen sondern z.B. Mieten und Pachten, Gewinne, Fremdkapitalzinsen und Abschreibungen. Wir werden hier nicht lockerlassen und gemeinsam mit unseren Verbündeten aus Gewerkschaft, Arbeiterkammer und Wirtschaft für diese notwendige Zukunftsreform kämpfen!“

Weitere Forderungen der älteren Generation für den 29. Februar

+ Wirksameres Bonus-Malus-System gegen die absurde „zu alt, zu teuer“-Mentalität in den Personalbüros. Als „Bonus“ sollen die Lohnnebenkosten für Firmen, die Ältere beschäftigen, drastisch reduziert oder ganz gestrichen werden! Das schafft Anreize für Unternehmen, ältere Menschen zu beschäftigen.
+ Umfassendes Pensions- und Beschäftigungsmonitoring aufgeschlüsselt nach Branchen, Regionen und Betriebsgröße und unter Einbeziehung des öffentlichen Dienstes auf gesetzlicher Basis.
+ Gesund-Länger-Arbeiten-Paket zur weiteren Erhöhung des faktischen Pensionsantrittsalters, mit gesunden Arbeitsplätzen und -bedingungen, einer verpflichtenden betrieblichen Gesundheitsvorsorge und ein Schwerpunktprogramm „Burn-Out-Vorsorge“ durch verstärkten Einsatz von Arbeitspsychologen!
+ Schulungs-Bonus 50+ als finanziellen Anreiz für Firmen, die ältere MitarbeiterInnen aus- oder weiterbilden!
+ Rasche und konsequente Umsetzung der Ausbildungsverpflichtung für Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr und Einführung einer Beschäftigungsgarantie für junge Menschen.
+ Gesetzlich verpflichtendes Best-Bieter-Prinzip für ALLE öffentlichen Aufträge.
+ Nationale und europäische Investitionen zur Ankurbelung des Wirtschaftswachstum.
(Schluss)

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Generalsekretär Andreas Wohlmuth
Pensionistenverband Österreichs
Telefon: 0664-48 36 138

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