• 03.02.2016, 07:00:01
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Greenpeace-Marktcheck: Verbesserung beim Herings-Angebot notwendig

Mehrheit der im Handel angebotenen Herings-Produkte mit Fisch aus kritischen Fanggebieten

Utl.: Mehrheit der im Handel angebotenen Herings-Produkte mit Fisch
aus kritischen Fanggebieten =

Wien (OTS) - Anlässlich des traditionellen Heringsschmauses am
Aschermittwoch hat der Greenpeace-Marktcheck das Angebot an
Produkten, die Hering enthalten, unter die Lupe genommen - vom Filet
über Heringssalat bis zum Aufstrich. Bewertet wurde, ob die Heringe
aus nachhaltiger Fischerei stammen, sowie die Transparenz bei der
Produktkennzeichnung. Grundlage für die Bewertung der Fanggebiete ist
der aktuelle Greenpeace-Fischratgeber 2016. Testsieger ist die
Tiroler Supermarktkette MPreis vor Lidl, beide mit der Note „Gut“.
Schlusslichter sind Unimarkt und Spar mit der Note „Genügend“.

„Der Greenpeace-Marktcheck zeigt großen Verbesserungsbedarf beim
Herings-Sortiment auf. Nur bei zwei von acht Supermärkten, nämlich
bei MPreis und Lidl, wurde der Hering in den angebotenen Produkten
mehrheitlich nachhaltig gefangen“, erläutert Nunu Kaller,
Greenpeace-KonsumentInnensprecherin. MPreis hat zudem als einziger
Supermarkt zugesagt, bis in einem Jahr den Anteil an nachhaltigen
Herings-Produkten zu erhöhen. Lidl zeichnet sich besonders durch die
erhöhte Transparenz bei der Kennzeichnung der Produkte aus.

Laut aktuellem Greenpeace-Fischratgeber wird Hering grundsätzlich als
noch vertretbar bewertet. Es gibt aber etliche Fanggebiete, wo dies
nicht mehr der Fall ist und die Bestände bedroht sind. „Um eine
umweltbewusste Wahl zu treffen, reicht der Blick auf die Fischart
allein nicht aus“, erklärt Kaller. Bei Herings-Produkten aus dem
Nordwest- und Nordostatlantik – erkennbar am Aufdruck „FAO 21“ und
„FAO 27“ – muss man sich die weiteren Informationen zum Fanggebiet
auf den Produkten genau anschauen. Beispielsweise ist im
Nordostatlantik im Fanggebiet Mittlere Nordsee (IV b) der
Fischbestand noch gesund, im Skagerrak/Kattegat (III a) hingegen
nicht.

„Das Fisch-Sortiment im Supermarkt sollte lieber überschaubar, aber
dafür nachhaltig sein “, sagt Kaller. Greenpeace fordert jedoch nicht
nur mehr Fisch aus nachhaltigen Beständen in unseren Regalen, sondern
auch eine bessere Kennzeichnung von Fischprodukten. Mithilfe des
Greenpeace-Fischratgebers ist auch für KonsumentInnen ersichtlich, ob
der Fisch aus nachhaltiger Fischerei stammt oder man besser die
Finger davon lassen sollte.

Greenpeace-Fischratgeber
finden Sie unter http://bit.ly/23H3d8r sowie als App im Apple Store
und im Google Android Store.
Mehr Information zum Greenpeace-Fischratgeber finden Sie unter
greenpeace.at/fisch-ratgeber. Hier können Sie auch das Plakat zum
Ratgeber herunterladen.

Weitere Informationen zum Greenpeace-Marktcheck/Hering:
Unter dem Titel „Nachhaltigkeit im Test“ nimmt der
Greenpeace-Marktcheck regelmäßig das Sortiment des österreichischen
Einzelhandels unter die Lupe. Jeweils zu Monatsanfang wird im
Hinblick auf die Erfüllung von nachhaltigen Kriterien ein Ranking der
größten Supermarktketten in Österreich veröffentlicht. Das Ranking,
die zugrundeliegenden Kriterien und Gewichtungen sowie
Produktinformationen finden Sie unter
greenpeace.at/nachhaltigkeit-im-test

Bildmaterial
finden Sie unter http://bit.ly/1P2y1Jf
Dieses steht unter Angabe der Photo Credits zur einmaligen Nutzung
kostenlos zur Verfügung
(© Greenpeace / Georg Mayer)

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