Greenpeace-Marktcheck: Verbesserung beim Herings-Angebot notwendig

Mehrheit der im Handel angebotenen Herings-Produkte mit Fisch aus kritischen Fanggebieten

Wien (OTS) - Anlässlich des traditionellen Heringsschmauses am Aschermittwoch hat der Greenpeace-Marktcheck das Angebot an Produkten, die Hering enthalten, unter die Lupe genommen - vom Filet über Heringssalat bis zum Aufstrich. Bewertet wurde, ob die Heringe aus nachhaltiger Fischerei stammen, sowie die Transparenz bei der Produktkennzeichnung. Grundlage für die Bewertung der Fanggebiete ist der aktuelle Greenpeace-Fischratgeber 2016. Testsieger ist die Tiroler Supermarktkette MPreis vor Lidl, beide mit der Note „Gut“. Schlusslichter sind Unimarkt und Spar mit der Note „Genügend“.

„Der Greenpeace-Marktcheck zeigt großen Verbesserungsbedarf beim Herings-Sortiment auf. Nur bei zwei von acht Supermärkten, nämlich bei MPreis und Lidl, wurde der Hering in den angebotenen Produkten mehrheitlich nachhaltig gefangen“, erläutert Nunu Kaller, Greenpeace-KonsumentInnensprecherin. MPreis hat zudem als einziger Supermarkt zugesagt, bis in einem Jahr den Anteil an nachhaltigen Herings-Produkten zu erhöhen. Lidl zeichnet sich besonders durch die erhöhte Transparenz bei der Kennzeichnung der Produkte aus.

Laut aktuellem Greenpeace-Fischratgeber wird Hering grundsätzlich als noch vertretbar bewertet. Es gibt aber etliche Fanggebiete, wo dies nicht mehr der Fall ist und die Bestände bedroht sind. „Um eine umweltbewusste Wahl zu treffen, reicht der Blick auf die Fischart allein nicht aus“, erklärt Kaller. Bei Herings-Produkten aus dem Nordwest- und Nordostatlantik – erkennbar am Aufdruck „FAO 21“ und „FAO 27“ – muss man sich die weiteren Informationen zum Fanggebiet auf den Produkten genau anschauen. Beispielsweise ist im Nordostatlantik im Fanggebiet Mittlere Nordsee (IV b) der Fischbestand noch gesund, im Skagerrak/Kattegat (III a) hingegen nicht.

„Das Fisch-Sortiment im Supermarkt sollte lieber überschaubar, aber dafür nachhaltig sein “, sagt Kaller. Greenpeace fordert jedoch nicht nur mehr Fisch aus nachhaltigen Beständen in unseren Regalen, sondern auch eine bessere Kennzeichnung von Fischprodukten. Mithilfe des Greenpeace-Fischratgebers ist auch für KonsumentInnen ersichtlich, ob der Fisch aus nachhaltiger Fischerei stammt oder man besser die Finger davon lassen sollte.

Greenpeace-Fischratgeber
finden Sie unter http://bit.ly/23H3d8r sowie als App im Apple Store und im Google Android Store.
Mehr Information zum Greenpeace-Fischratgeber finden Sie unter greenpeace.at/fisch-ratgeber. Hier können Sie auch das Plakat zum Ratgeber herunterladen.

Weitere Informationen zum Greenpeace-Marktcheck/Hering:
Unter dem Titel „Nachhaltigkeit im Test“ nimmt der Greenpeace-Marktcheck regelmäßig das Sortiment des österreichischen Einzelhandels unter die Lupe. Jeweils zu Monatsanfang wird im Hinblick auf die Erfüllung von nachhaltigen Kriterien ein Ranking der größten Supermarktketten in Österreich veröffentlicht. Das Ranking, die zugrundeliegenden Kriterien und Gewichtungen sowie Produktinformationen finden Sie unter greenpeace.at/nachhaltigkeit-im-test

Bildmaterial
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(© Greenpeace / Georg Mayer)

Rückfragen & Kontakt:

Nunu Kaller
KonsumentInnensprecherin
Greenpeace CEE in Österreich
Tel.: +43 (0)664 61 26 731
E-Mail: nunu.kaller@greenpeace.org

Reka Tercza
Pressesprecherin
Greenpeace CEE in Österreich
Tel.: +43 (0)664 857 45 98
E-Mail: reka.tercza@greenpeace.org

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