- 02.02.2016, 14:15:11
- /
- OTS0136 OTW0136
Offshore Windenergieausbau 2015 mehr als verdoppelt
Österreichische Firmen sind als wichtige Zulieferer vorne mit dabei
Utl.: Österreichische Firmen sind als wichtige Zulieferer vorne mit
dabei =
St. Pölten (OTS) - Mit einer Gesamtleistung von mehr als 3.000 MW
steigerte sich 2015 der Ausbau der Windenergie am Meer um mehr als
100 Prozent. Mit insgesamt mehr als 11.000 MW Offshore-Gesamtleistung
wird bereits 1,5% des europäischen Stromverbrauches erzeugt.
„Österreichische Firmen sind aus dem Windenergiebereich am Meer nicht
mehr wegzudenken“, freut sich Stefan Moidl, Geschäftsführer der IG
Windkraft.2015 wurden in Summe 18 Milliarden Euro in den
Windkraftausbau in europäischen Meeren investiert. Obwohl Österreich
ein Binnenland mitten in Europa ist, haben sich etliche heimische
Firmen ihren fixen Platz als Zulieferbetriebe erarbeitet. „Auch wenn
die Meeresanbindung Österreichs bereits seit hundert Jahren
Geschichte ist, sind österreichische Firmen mit der Windenergie nach
wie vor sehr eng mit dem Meer verbunden“, ergänzt Moidl.
Offshore-Windkraft made in Austria
Für die weltweit größten Windrädern der Welt wird die Kupplung von
der Firma Geislinger in Bad St. Leonhard in Kärnten und Hallwang bei
Salzburg in Serie gefertigt. Jede Woche liefert Geislinger bereits
eine Kupplung für die Meereswindräder aus. Die Windenergie ist somit
dabei ein wesentliches Standbein für den Weltmarktführer bei
Kupplungen zu werden. Die ebenfalls aus Salzburg stammende Firma
PALFINGER MARINE lieferte 2015 mehr als 280 Krane für
Offshore-Windräder aus. „Das Jahr 2015 brachte Auftragseingänge für
alle unsere Krantypen sowohl für Gondel und Plattform als auch
Umspannstationen. Die größeren Aufträge betreffen die Windparks
Rampion (UK) mit 116 und Race Bank (UK) mit 93 elektrischen
Plattformkranen. Der Windpark Nordergründe (D) wird mit 18
hydraulischen Knickarmkranen in der Gondel ausgestattet, Nordsee One
(D) mit 54 Stück. Auch in 2016 erwarten wir einige Folgeaufträge –
wir sehen einen konstanten Aufwärtstrend, der 2016 und darüber hinaus
anhalten soll“, sagt Martin Zauner, Head of Wind Cranes von PALFINGER
MARINE. Mit über 60% ist der Windkrafthersteller Siemens
unangefochtener Marktführer im Offshore-Bereich sowohl was den Ausbau
2015 als auch die Gesamtanzahl der Windkraftanlagen am Meer betrifft.
Das steirische Transformatorenwerk in Weiz ist Marktführer und
innerhalb des Unternehmens Exklusivhersteller von Transformatoren für
schlüsselfertige Siemens-Windparks, sowohl für Onshore- als auch
Offshore-Projekte. In jedem schlüsselfertigen Windpark, den Siemens
errichtet, kommen Transformatoren aus dem steirischen Werk zum
Einsatz. Das Werk ist mit einem Marktanteil von rund 80 Prozent bei
Offshore-Windparks Marktführer in dieser Branche. Weiz ist der größte
Siemens-Standort für die Entwicklung und den Bau von Transformatoren
und gilt innerhalb des Unternehmens als globales Kompetenzzentrum für
Phasenverschieber-Transformatoren und ist Single-Source-Lieferant für
Siemens-Windparks auf der ganzen Welt. Derzeit sind rund 1.200
Mitarbeiter und Lehrlinge im Werk beschäftigt. Die Aufträge, die
Siemens in Weiz abwickelt, erzeugen darüber hinaus eine erhebliche
lokale Wertschöpfung. Wenn Siemens in Weiz Transformatoren entwickelt
und baut, dann werden bis zu 900 weitere Unternehmen in ganz
Österreich beschäftigt.
Zahlen & Fakten
754 Windräder in 22 Windparks wurden 2015 mit einer Gesamtleistung
von 3.019 MW in europäischen Meeren errichtet. Damit stehen bereits
3.230 Offshore-Windräder in 82 Windparks mit einer Gesamtleistung von
11.027 MW in Europa. Dies entspricht rund 8% der gesamten
europäischen Windkraftleistung. Alle Offshore-Windräder erzeugen
bereits so viel Strom, wie 1,5% des europäischen Stromverbrauches.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | IGW






