• 31.01.2016, 11:00:01
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Glatz: Pensionistenverband warnt vor versteckten Kosten bei Handy-Verträgen

Telefonieren und SMSen derzeit günstig wie nie, aber immer neue und absurdere Zusatzkosten wie z.B. Gebühren für das bloße Anzeigen der Rufnummer

Utl.: Telefonieren und SMSen derzeit günstig wie nie, aber immer
neue und absurdere Zusatzkosten wie z.B. Gebühren für das
bloße Anzeigen der Rufnummer =

Wien (OTS) - „Die gute Nachricht zuerst: Im Vorjahr wurde
Telefonieren und Surfen mit dem Handy um bis zu 30 Prozent billiger.
Dafür zeigen sich aber die Mobilfunkanbieter in Sachen versteckte
Kosten und zusätzlicher Gebühren immer kreativer. So kann ein
vermeintlich günstiger Tarif gleich deutlich teurer ausfallen als auf
den ersten Blick gedacht“, betont Dr. Harald Glatz,
Konsumentenschutzexperte des Pensionistenverbandes Österreichs und
erklärt weiter: „70 Euro ‚Aktivierungsentgelt‘, Jahr für Jahr 20 Euro
‚Sim-Pauschale‘ dazu zusätzlich ‚Service-Entgelt‘ für das Sperren von
Mehrwertdienstnummern oder die telefonische Rechnungs-Auskunft und
und und. Besonders kreativ und neu: monatliche Kosten für
Anruferkennung! Dies bedeutet einfach nur, dass einem die Nummer des
Anrufers am Display angezeigt wird! Ein Service, der eigentlich
selbstverständlich und kostenlos in jedem Tarif enthalten sein
müsste!“ ****

„Eine Erhebung der Arbeiterkammer (AK) aus dem Vorjahr fand alleine
bei den acht größten Mobilfunkanbietern in Österreich 59
unterschiedliche Gebühren“, so Glatz, der weiter ausführt: „Im, von
den Mobilfunkanbietern nicht ohne Grund verwirrend gestalteten
Tarif-Dschungel, verlieren gerade ältere Menschen leicht einmal den
Überblick. KonsumentInnen lassen sich häufig von vermeintlichen
Super-Spar-Angeboten locken und übersehen in den seitenlangen,
kleingedruckten Verträgen die versteckten Kosten und Nebengebühren!
Oder sie haben seit X Jahren den gleichen Mobilfunk-Vertrag obwohl es
inzwischen bereits deutlich günstigere Angebote gibt.“ Der
PVÖ-Konsumentenschutzexperte rät daher allen KundInnen dazu ihren
Vertrag genau unter die Lupe zu nehmen und bei einem neuen Vertrag
auf eine ausführliche, persönliche Beratung im Geschäft zu bestehen,
sich den Vertrag in Ruhe durchzulesen und keine Scheu davor zu haben
bei Unklarheiten detailliert nachzufragen.

„Auch der Vergleich zwischen den Anbietern lohnt sich. So schwanken
die Kosten für z.B. SIM-Karten- Ersatz bei Verlust oder Diebstahl des
Mobiltelefons zwischen 2,2 und über 30 Euro“, so Glatz, der daran
erinnert, dass für neu abgeschlossene Handy-Verträge ab 26. Februar
nur noch eine Kündigungsfrist von maximal einem Monat gilt. Dadurch
wird der Anbieter-Wechsel deutlich erleichtert. Weiters darf die
Mitnahme der Handy-Nummer ab März nur noch maximal 10 Euro, statt
bisher 19 Euro kosten. Dr. Glatz rät daher: „Schauen Sie sich Ihre
nächste Handy-Rechnung genau an! Wenn auch Sie monatlich einige Euro
für absurde ‚Zusatz-Leistungen‘ bezahlen, könnte sich der Umstieg auf
einen anderen Mobilfunkanbieter rechnen!“ (Schluss)

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