Glatz: Pensionistenverband warnt vor versteckten Kosten bei Handy-Verträgen

Telefonieren und SMSen derzeit günstig wie nie, aber immer neue und absurdere Zusatzkosten wie z.B. Gebühren für das bloße Anzeigen der Rufnummer

Wien (OTS) - „Die gute Nachricht zuerst: Im Vorjahr wurde Telefonieren und Surfen mit dem Handy um bis zu 30 Prozent billiger. Dafür zeigen sich aber die Mobilfunkanbieter in Sachen versteckte Kosten und zusätzlicher Gebühren immer kreativer. So kann ein vermeintlich günstiger Tarif gleich deutlich teurer ausfallen als auf den ersten Blick gedacht“, betont Dr. Harald Glatz, Konsumentenschutzexperte des Pensionistenverbandes Österreichs und erklärt weiter: „70 Euro ‚Aktivierungsentgelt‘, Jahr für Jahr 20 Euro ‚Sim-Pauschale‘ dazu zusätzlich ‚Service-Entgelt‘ für das Sperren von Mehrwertdienstnummern oder die telefonische Rechnungs-Auskunft und und und. Besonders kreativ und neu: monatliche Kosten für Anruferkennung! Dies bedeutet einfach nur, dass einem die Nummer des Anrufers am Display angezeigt wird! Ein Service, der eigentlich selbstverständlich und kostenlos in jedem Tarif enthalten sein müsste!“ ****

„Eine Erhebung der Arbeiterkammer (AK) aus dem Vorjahr fand alleine bei den acht größten Mobilfunkanbietern in Österreich 59 unterschiedliche Gebühren“, so Glatz, der weiter ausführt: „Im, von den Mobilfunkanbietern nicht ohne Grund verwirrend gestalteten Tarif-Dschungel, verlieren gerade ältere Menschen leicht einmal den Überblick. KonsumentInnen lassen sich häufig von vermeintlichen Super-Spar-Angeboten locken und übersehen in den seitenlangen, kleingedruckten Verträgen die versteckten Kosten und Nebengebühren! Oder sie haben seit X Jahren den gleichen Mobilfunk-Vertrag obwohl es inzwischen bereits deutlich günstigere Angebote gibt.“ Der PVÖ-Konsumentenschutzexperte rät daher allen KundInnen dazu ihren Vertrag genau unter die Lupe zu nehmen und bei einem neuen Vertrag auf eine ausführliche, persönliche Beratung im Geschäft zu bestehen, sich den Vertrag in Ruhe durchzulesen und keine Scheu davor zu haben bei Unklarheiten detailliert nachzufragen.

„Auch der Vergleich zwischen den Anbietern lohnt sich. So schwanken die Kosten für z.B. SIM-Karten- Ersatz bei Verlust oder Diebstahl des Mobiltelefons zwischen 2,2 und über 30 Euro“, so Glatz, der daran erinnert, dass für neu abgeschlossene Handy-Verträge ab 26. Februar nur noch eine Kündigungsfrist von maximal einem Monat gilt. Dadurch wird der Anbieter-Wechsel deutlich erleichtert. Weiters darf die Mitnahme der Handy-Nummer ab März nur noch maximal 10 Euro, statt bisher 19 Euro kosten. Dr. Glatz rät daher: „Schauen Sie sich Ihre nächste Handy-Rechnung genau an! Wenn auch Sie monatlich einige Euro für absurde ‚Zusatz-Leistungen‘ bezahlen, könnte sich der Umstieg auf einen anderen Mobilfunkanbieter rechnen!“ (Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Pensionistenverband Österreichs
Mag. Susanne Ellmer-Vockenhuber, Bakk.
E-Mail: susanne.ellmer-vockenhuber@pvoe.at

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