Zwazl: Zusätzliche Bürokratie für Klein- und Handwerksbetriebe verhindert

Ausnahmeregelung bei Nährwertverordnung erreicht

St. Pölten (OTS) - Für heimische Klein- und Handwerksbetriebe wird es bei der seitens der EU ab 13. Dezember 2016 vorgegebenen Kennzeichnungspflicht für bestimmte Nährwerte auf verpackten Lebensmitteln eine Ausnahmeregelung geben. „In intensiven Verhandlungen wurden damit drohende neue bürokratische Belastungen abgewehrt“, betont Sonja Zwazl, die Präsidentin der Wirtschaftskammer Niederösterreich (WKNÖ). Rund 1.000 niederösterreichische Betriebe profitieren von dieser Ausnahmeregelung.

Besonders erfreut ist Zwazl, „dass Österreich damit endlich Ausnahmeregelungen nutzt, die bei der Umsetzung der entsprechenden EU-Richtlinie möglich sind. Ich sehe das als Trendwende. Denn bisher hat man in Österreich ja viel zu oft dazu geneigt, EU-Regelungen nicht nur einfach umzusetzen, sondern sie darüber hinaus noch zusätzlich zu verschärfen. Dieses so genannte Golden Plating muss ein Ende haben.“

Die nun mit dem zuständigen Gesundheitsministerium vereinbarte Ausnahmeregelung bezieht sich auf „handwerklich hergestellte Lebensmittel“ sowie die „direkte Abgabe kleiner Mengen von Erzeugnissen an den Endverbraucher“. Im Gewerberegister entsprechend registrierte Handwerksbetriebe, die ihre Produkte regional und punktuell vertreiben, sind damit von der Kennzeichnungspflicht befreit. Die regional begrenzte Abgabe im lokalen Einzelhandel ist von der Ausnahme ebenso umfasst. Weiters gilt die Ausnahmeregelung für Hersteller, die ihre Produkte ab Hof, in einer selbst betriebenen Verkaufsstelle oder in mobilen Verkaufsständen, im Rahmen einer Hauszustellung oder im eigenen Betrieb unmittelbar an die Endverbraucher abgeben.

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