- 29.01.2016, 11:54:07
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Nocker-Schwarzenbacher: „Erfreuliche Tourismus-Bilanz für 2015 zeigt Top-Leistungen der Betriebe“
Branche braucht stabile Rahmenbedingungen
Utl.: Branche braucht stabile Rahmenbedingungen =
Wien (OTS) - Wie die Statistik Austria heute, Freitag, mitteilte,
schließt das Tourismus-Gesamtjahr 2015 bei den Nächtigungen insgesamt
mit einem Plus von 2,5% (135,15 Mio. Nächtigungen) im Vergleich zum
Vorjahr. Sowohl inländische (+2,1% auf 36,41 Mio.) als auch
ausländische Gästenächtigungen (+2,6% auf 98,74 Mio.) konnten
Steigerungen erzielen. „Bei aller Freude über das Plus vor den
Nächtigungs-Zahlen, das auf die Top-Leistung der 90.000
Tourismusbetriebe zurückzuführen ist, dürfen wir auch die weiterhin
angespannte wirtschaftliche Situation der Branche nicht vergessen:
die Wertschöpfung sinkt, die Kosten explodieren und der
Personalbedarf pro Nächtigungen, angesichts der vielen kurzen
Aufenthalte spitzt sich zu“, kommentiert die Obfrau der Bundessparte
Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich,
Petra Nocker-Schwarzenbacher, das Ergebnis.
„Besonders freut mich das Nächtigungsplus von unserer wichtigsten
Gästegruppe, unseren deutschen Nachbarn, von 1,3% auf 50,14
Millionen. Dass wir gerade im Dezember 2015 bei unserer
Kernzielgruppe einen starken Rückgang von 9,3% verbuchen mussten,
liegt sicherlich einerseits am Wetter und andererseits den
verschärften Grenzkontrollen. Ich bin davon überzeugt, dass dies die
Ursachen dafür waren, dass viele kurzfristige Buchungen aus unserem
Nachbarland ausblieben “, so Nocker-Schwarzenbacher.
„Unser Nächtigungsplus kann man jedoch nicht flächendeckend auf das
gesamte Land umlegen, denn die Zuwächse konzentrieren sich vor allem
auf den urbanen Raum, wo angesichts des starken Konkurrenzdrucks und
der im Vergleich zu anderen Weltmetropolen günstigen Preise die
Erträge noch stärker sinken. Die Ertragslage ist nicht rosig, das
nehmen wir auch zum Anlass, diese Zahlen einmal genauer zu betrachten
und werden Ende März schon erste, detaillierte Ergebnisse
präsentieren können“, so die Bundesspartenobfrau.
Um das von der Bundesregierung gesteckte Ziel von 140 Millionen
Nächtigungen bis 2018 zu erreichen, so Nocker-Schwarzenbacher, seien
Stabilität, Sicherheit sowie faire Marktbedingungen und
Planungssicherheit eine Grundvoraussetzung. Auch brauche es endlich
positive Signale, denn die Stimmung in der Branche ist schlecht wie
nie zuvor. „Aber ich möchte nicht Schwarzmalen, sondern mit
Optimismus in das neue Tourismusjahr gehen“.
Tourismus Impulsprogramm unterstützt Betriebe 2016
Positiv bewertet die WKÖ-Tourismusobfrau das Impulsprogramm 2016 für
den Tourismus, das mit einem Sonderbudget von 4 Mio. Euro des Bundes
und rund 1,1, Mio. Euro der WKÖ den rund 90.000 Mitgliedsbetrieben
zugutekommt und über die Österreich Werbung (ÖW) und die
AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA abgewickelt wird. „Damit werden unsere
Mitgliedsbetriebe gezielt beim Kennenlernen und der Bearbeitung neuer
Gäste-Herkunftsmärkte unterstützt. Angesichts der noch immer
anhaltenden Einbrüche aus dem russischen Markt und auch um
Marktanteile in Zukunftsmärkten auszubauen, müssen wir noch stärker
als bisher Märkte, wie etwa China, die Türkei oder Polen erschließen
und unsere Position in Märkten wie Italien oder Schweden
zurückerobern,“ erklärt Nocker-Schwarzenbacher und unterstreicht:
„Wir haben ein exzellentes Angebot, ein großartiges
Preis-Leistungs-Verhältnis und sind die besten Gastgeber der Welt,
dies und das Impulsprogramm für den Tourismus sind eine unschlagbare
Kombination.“ Die Österreich Werbung und die AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA
werden mit ihrem Know-How die touristischen Betriebe im Rahmen von
Marktsondierungsreisen, der Unterstützung beim Marketing und
Messeauftritten unterstützen.
Tourismus auch weiterhin stabiler und verlässlicher Arbeitgeber
Gastronomie und Beherbergung haben 2015 einen neuen
Beschäftigungsrekord erreicht. Mit 202.946 Beschäftigten ohne
Geringfügig Beschäftigte im Jahresdurchschnitt 2015 wurde das erste
Mal die Schallmauer von 200.000 Beschäftigten durchbrochen. Die
dynamische Entwicklung der Nächtigungen und Ankünfte spiegelt sich
eben auch in einem Plus von 5.213 Personen bzw. 2,64 % für das Jahr
2015 wider. Dies sind immerhin allein 15 % des gesamten
Beschäftigungsplus Österreichs (+ 33.226). Ganz klar habe sich der
Tourismus auch im vergangenen Jahr – trotz schwierigen
wirtschaftlichen Umfelds - wieder als stabiler und verlässlicher
Arbeitgeber in den Regionen bestätigt, so Nocker-Schwarzenbacher.
Gute Buchungslage in den Semester- und Osterferien, aber noch freie
Kapazitäten
Positiv sieht Nocker-Schwarzenbacher abschließend den Ausblick in die
nahe touristische Zukunft, wobei die Hoffnungen auf dem wichtigsten
Wintermonat - dem Februar – liegen: „Der Februar ist bis dato gut
gebucht, ebenso wie der März, auch wenn in allem Skigebieten noch
freie Kapazitäten vorhanden sind. Wir rechnen damit, dass sich auch
durch die frühen Osterferien noch einige Skifahrer motivieren lassen.
Die Schnee- und Pistenverhältnisse sind aber fast überall optimal,
jetzt hoffen wir einfach auf Winterstimmung mit Schneefall und die
passenden Temperaturen, das wäre die beste Werbung für uns. Denn
wenn es auch zuhause kalt und winterlich ist, steigt das spontane
Bedürfnis nach einem Schiurlaub. Diese Faktoren sind vor allem für
die immer stärker werdenden kurzfristigen Buchungen relevant“, so
Nocker-Schwarzenbacher.
Die Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der
Wirtschaftskammer Österreich ist die Interessenvertretung für über
90.000 Tourismusbetriebe aus den Branchen Gastronomie, Hotellerie,
Freizeit-und Sport, Reisebüros, Kinos, Kultur- und
Vergnügungsbetriebe sowie Gesundheitsbetriebe. 600.000 Arbeitsplätze
(jeder 5. Vollzeitarbeitsplatz) hängen direkt oder indirekt von
Tourismus und Freizeitwirtschaft ab (WIFO). (PWK057/PM)
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