• 29.01.2016, 10:00:01
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Europäische „Most Wanted“ Fahndungsseite geht online. Fahnder in ganz Europa hoffen so auf mehr Hinweise aus der Bevölkerung

Das Zielfahndungsnetzwerk ENFAST hat mit Unterstützung von EUROPOL eine neue Homepage der meistgesuchten Verbrecher Europas geschaffen.

Utl.: Das Zielfahndungsnetzwerk ENFAST hat mit Unterstützung von
EUROPOL eine neue Homepage der meistgesuchten Verbrecher
Europas geschaffen. =

Wien (OTS) - Für geflüchtete Verbrecher wird es in Europa ab nun
schwerer sich zu verstecken. Die neue „Most Wanted“ Fahndungsseite
der teilnehmenden Polizeidienststellen in Europa ist ab nun online.
Derzeit beteiligen sich 22 europäische Staaten an der Initiative.
Unter www.eumostwanted.eu können die Informationen zu den zwei
meistgesuchten Verbrechern des jeweiligen Staates abgerufen werden.
Jeder Mitgliedsstaat bzw. deren Polizei kann diese zwei Täter selbst
bestimmen und online stellen. Die Fahnder erhoffen sich so besseres
Feedback aus der Bevölkerung und mehr Anhaltspunkte. Diese
Mitteilungen und Hinweise können auch anonym erfolgen. Darüber hinaus
wird die Arbeit unter den einzelnen FAST Experten gestärkt und so das
Netzwerk der Zielfahnder verbessert.

Innenministerin Mag. Johanna Mikl-Leitner begrüßt die neue
Fahndungsseite ausdrücklich: „Ab jetzt wird den Verbrechern das
Untertauchen in ein anderes Land deutlich erschwert. Zudem wird die
Bevölkerung aktiv informiert und eingebunden. Denn dieses
Fahndungstool ‚lebt‘ von den Hinweisen und der Beteiligung der
Einwohner der Mitgliedsstaaten.“

Das FAST Team Austria wird von der Zielfahndungseinheit des
Bundeskriminalamtes gestellt.

Über ENFAST

Das EU-Projekt ENFAST „European Network of Fugitive Active Search
Teams“ wurde 2010 vom Europäischen Rat genehmigt und soll in jedem
europäischen Mitgliedstaat ein FAST-Team als zentraler
Ansprechpartner für Zielfahndung eingerichtet werden. In Österreich
übernahm diese Aufgabe die Zielfahnder des Bundeskriminalamtes. Durch
das Netzwerk soll die Fahndung nach Schwerverbrecher verbessert und
gefördert werden. An Europas „Most Wanted“ Webseite beteiligen sind
derzeit Belgien, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich,
Großbritannien, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, die
Niederlande, Polen, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Spanien, Schweden,
die Tschechische Republik, Ungarn, Zypern und Österreich. Die
Beteiligung der restlichen EU-Länder wird folgen.

Waren es im ersten Jahr nach der ENFAST Gründung noch 42 Gesuchte,
die festgenommen wurden, so steigerte sich diese Zahl im Jahr 2014
auf 223 Festnahmen. Im ersten Halbjahr 2015 wurden bereits 118
Personen aufgrund ENFAST Tätigkeiten verhaftet. Die Gesamtbilanz
2015 steht noch aus.

Links:
www.eumostwanted.eu
https://www.europol.europa.eu/

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