ÖH: Kein Fest den Ewiggestrigen!

Aufruf zu Protesten gegen Wiener Akademikerball am 29. Jänner

Wien (OTS) - Auch die Österreichischen Hochschüler_innenschaft (ÖH) schließt sich den Aufrufen gegen den Wiener Akademikerball an. „In Österreich erleben wir gerade eine der fremdenfeindlichsten Zeiten in der Geschichte dieser Republik. Zäune werden errichtet, das Recht auf Asyl massiv beschränkt, Familienzusammenführungen verunmöglicht und auch Kürzungen der Mindestsicherung scheinen in Planung zu sein. Zudem darf sich die rechtsextreme Elite, wie auch in den Vorjahren, ungehindert in der Hofburg selbst feiern. Gerade jetzt braucht es antifaschistisches Engagement und laute Gegenstimmen. Daher unterstützen auch wir dieses Jahr die Proteste gegen den Akademikerball“, so Meryl Haas vom Vorsitzteam der ÖH.

Wie auch aus den Vorjahren bekannt, handelt es sich bei dem Wiener Akademikerball um ein Vernetzungstreffen der rechtsextremen Elite Europas. „Zwar gibt es in rechtsextremen Kreisen eine Reihe von Veranstaltungen, aber der Akademikerball der FPÖ und der deutschnationalen Burschenschaften stellt mit Sicherheit den jährlichen Höhepunkt dar. Bei kaum einer anderen Veranstaltung kommen so viele „Gleichgesinnte“ zusammen und pflegen ihr traditionell rassistisches, frauenfeindliches, homophobes und vor allem antisemitisches Weltbild. Angesichts der seit 2011 deutlich zunehmenden antisemitischen Übergriffen in Österreich, ist es skandalös, dass eine solche Veranstaltung überhaupt noch stattfinden darf“, so Haas.

„Wir rufen alle Menschen dazu auf entschlossen gegen das ewiggestrige Gedankengut aufzutreten. Menschenrechte sind Österreich nicht zufällig zugeflogen, sondern sind dem Engagement mutiger Antifaschist_innen in der Vergangenheit zu verdanken. Ein Großteil davon musste dafür sogar ihr Leben lassen. Nun stehen wir alle in der Pflicht aufzustehen und gegen rechte Hetze aufzutreten“, so Haas.

Die ÖH ist offizielle Unterstützer_in des Bündnisses „Jetzt Zeichen Setzen“ und ladet alle dazu ein kommenden Freitag, den 29. Jänner, um 19:00 der Gegenaktion am Heldenplatz beizuwohnen.

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