• 28.01.2016, 13:57:11
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ÖH: Kein Fest den Ewiggestrigen!

Aufruf zu Protesten gegen Wiener Akademikerball am 29. Jänner

Utl.: Aufruf zu Protesten gegen Wiener Akademikerball am 29. Jänner =

Wien (OTS) - Auch die Österreichischen Hochschüler_innenschaft (ÖH)
schließt sich den Aufrufen gegen den Wiener Akademikerball an. „In
Österreich erleben wir gerade eine der fremdenfeindlichsten Zeiten in
der Geschichte dieser Republik. Zäune werden errichtet, das Recht auf
Asyl massiv beschränkt, Familienzusammenführungen verunmöglicht und
auch Kürzungen der Mindestsicherung scheinen in Planung zu sein.
Zudem darf sich die rechtsextreme Elite, wie auch in den Vorjahren,
ungehindert in der Hofburg selbst feiern. Gerade jetzt braucht es
antifaschistisches Engagement und laute Gegenstimmen. Daher
unterstützen auch wir dieses Jahr die Proteste gegen den
Akademikerball“, so Meryl Haas vom Vorsitzteam der ÖH.

Wie auch aus den Vorjahren bekannt, handelt es sich bei dem Wiener
Akademikerball um ein Vernetzungstreffen der rechtsextremen Elite
Europas. „Zwar gibt es in rechtsextremen Kreisen eine Reihe von
Veranstaltungen, aber der Akademikerball der FPÖ und der
deutschnationalen Burschenschaften stellt mit Sicherheit den
jährlichen Höhepunkt dar. Bei kaum einer anderen Veranstaltung kommen
so viele „Gleichgesinnte“ zusammen und pflegen ihr traditionell
rassistisches, frauenfeindliches, homophobes und vor allem
antisemitisches Weltbild. Angesichts der seit 2011 deutlich
zunehmenden antisemitischen Übergriffen in Österreich, ist es
skandalös, dass eine solche Veranstaltung überhaupt noch stattfinden
darf“, so Haas.

„Wir rufen alle Menschen dazu auf entschlossen gegen das ewiggestrige
Gedankengut aufzutreten. Menschenrechte sind Österreich nicht
zufällig zugeflogen, sondern sind dem Engagement mutiger
Antifaschist_innen in der Vergangenheit zu verdanken. Ein Großteil
davon musste dafür sogar ihr Leben lassen. Nun stehen wir alle in der
Pflicht aufzustehen und gegen rechte Hetze aufzutreten“, so Haas.

Die ÖH ist offizielle Unterstützer_in des Bündnisses „Jetzt Zeichen
Setzen“ und ladet alle dazu ein kommenden Freitag, den 29. Jänner, um
19:00 der Gegenaktion am Heldenplatz beizuwohnen.

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