- 28.01.2016, 09:02:51
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VKI: Tiefkühlspinat – viele Produkte nur „durchschnittlich“
Unterschiede bei Vitaminen und Schadstoffen, hoher Salzgehalt in Cremespinat
Utl.: Unterschiede bei Vitaminen und Schadstoffen, hoher Salzgehalt
in Cremespinat =
Wien (OTS/VKI) - Für die aktuelle Februarausgabe der Zeitschrift
KONSUMENT hat der Verein für Konsumenteninformation (VKI) 20 Proben
Tiefkühlspinat getestet, darunter elf Blattspinate und neun
Cremespinate. Geprüft wurde einerseits der Gehalt an Vitaminen und
Mineralstoffen, andererseits aber auch die Belastung mit den
Schadstoffen Nitrat, Chlorat, Cadmium und Blei. Bei den
Cremespinat-Produkten wurde darüber hinaus auch die Zusammensetzung
untersucht sowie der Kochsalzgehalt festgestellt. Am Ende erhielten
fünf Spinate eine „gute“ oder „sehr gute“ Gesamtbewertung, 13 ein
„durchschnittlich“ und zwei ein „weniger zufriedenstellend“.
Sämtliche Resultate im Detail und weitere Informationen zum Thema
gibt es ab sofort im Februar-KONSUMENT und unter www.konsument.at.
„Spinat liefert eine Reihe wichtiger Nährstoffe“, erklärt
VKI-Ernährungsexpertin Katrin Mittl. „Wird er jedoch über längere
Zeit gelagert, verliert er an Farbe, Geschmack und Vitaminen.“ Auch
Sorte, Erntezeitpunkt und die Verarbeitung zu Tiefkühlspinat haben
Einfluss auf den Vitamin- und Mineralstoffgehalt. Je nach Produkt und
Hersteller kann es hier im Endprodukt zu großen Schwankungen kommen,
wie der aktuelle VKI-Test zeigt.
Auch bei der Belastung mit Schadstoffen fielen die Ergebnisse
unterschiedlich aus. Erfreulich: Bei Cadmium und Blei kann
grundsätzlich Entwarnung gegeben werden – alle Proben waren
unauffällig. Größere Differenzen ergab die Laboruntersuchung hingegen
beim Nitratgehalt der Produkte. Am wenigsten Nitrat wurde im „Iglo
Cremespinat“ gefunden (60mg/kg), am meisten im „Echt Bio Blattspinat“
(1490mg/kg). Wer 200g des Echt Bio-Produkts zu sich nimmt,
überschreitet damit bereits die von der Weltgesundheitsorganisation
WHO festgesetzte duldbare tägliche Aufnahmemenge (ADI = Acceptable
Daily Intake).
„An sich ist Nitrat ungefährlich“, erklärt VKI-Expertin Mittl.
„Beim Zubereiten und längeren Warmhalten kann es sich jedoch in
Nitrit umwandeln, woraus wiederum krebserregende Nitrosamine
entstehen können. Spinat sollte deshalb am besten noch tiefgefroren
in den Topf gegeben, sorgfältig erhitzt, aber nicht länger
warmgestellt werden. Reste sollten rasch abgekühlt und spätestens am
nächsten Tag verbraucht werden. Auch Vitamin C wirkt der Bildung von
Nitrosaminen entgegen. Ein Glas Fruchtsaft zur Mahlzeit oder Obst als
Dessert sind daher zu empfehlen.“
Bei Cremespinat empfiehlt sich zudem auch ein Blick auf die
Inhaltsstoffe. Cremespinat besteht zu ca. 80 Prozent aus passiertem
Spinat, der Rest setzt sich aus entrahmter Milch bzw.
Magermilchpulver, Pflanzenöl, Gewürzen und Stärke zusammen und wird
oft mit reichlich Salz erzeugt. Mit einer 200g-Portion ist bei den
meisten Produkten die empfohlene tägliche Kochsalzzufuhr bereits zu
einem Drittel ausgeschöpft. Nur „Ja! Natürlich Feiner Cremespinat“
und „Spar Natur Pur Bio-Cremespinat“ waren im Test weniger salzig.
SERVICE: Den ausführlichen Testbericht gibt es ab 28.01.2016 im
Februar-KONSUMENT und online unter www.konsument.at.
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